LaSexta korrigiert Falschmeldung über Sprengsatz gegen Sánchez

LaSexta widerlegt die Behauptung eines Bombenanschlags auf Pedro Sánchez nach massiver Kritik. Handelt es sich um einen Lesefehler oder koordinierte Desinformation?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Lasensla korrigiert die Falschmeldung zum 'Sprengsatz': Lesefehler oder berechnete Desinformation?

Am 6. April veröffentlichten mehrere Medien – angeführt von El Plural und Lasensla – zeitgleich die Meldung, dass die UCO (Einheit für Sonderschutz und operative Unterstützung der Guardia Civil) einen Plan zur Ermordung von Pedro Sánchez durch eine am Fahrzeug angebrachte Haftmine vereitelt habe. Wenige Stunden später korrigierte der Sender die Information: Sie sei falsch gewesen und resultiere aus einem "Verständnisfehler" beim Lesen abgehörter Gespräche. Die Fehlerzugabe hat den Fall nicht abgeschlossen, sondern neue Zweifel an der Beziehung zwischen der Regierung und bestimmten Medien geweckt.

Die Mechanik der Falschmeldung

Die ursprüngliche Nachricht basierte auf einem Chat zwischen UCO-Führungskräften, in dem angeblich ein Attentat auf den Präsidenten geplant wurde. Laut der Korrektur besagte das Gespräch jedoch das Gegenteil: Es handelte sich um eine Ablenkungsmanöver bezüglich des Penthouse von Ábalos. El Plural, Lasensla und andere verwandte Online-Medien verbreiteten die Schlagzeile fast gleichzeitig, was viele Analysten als Beweis für eine bewusste Koordination werten. "Wenn sich ein einzelnes Medium irrt, ist es ein Fehler; wenn mehrere dies gleichzeitig tun, ist es eine Falschmeldung", fasst eine häufig vertretene Analyseposition zusammen.

Entschuldigungen und Vergleiche

Die Chefredakteurin von El Plural, die auch Aufsichtsratsmitglied bei RTVE ist, rechtfertigte den Fehler als Fehlinterpretation. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass dies dem Muster der Falschmeldung über die "drei Unterhosen-Lagen" im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11-M entspricht, die ebenfalls von Cadena Ser verbreitet wurde. Der Unterschied liegt in der Korrektur: Während es damals keine gab, ruderte Lasensla diesmal zurück, allerdings erst nachdem soziale Netzwerke über den Unsinn spotteten. Manche sehen darin einen Akt journalistischer Verantwortung, andere einen Versuch, den Schaden zu begrenzen.

Der politische Hintergrund

Die Falschmeldung fällt in eine Phase höchster Spannung zwischen der Exekutive und der Justiz. In derselben Woche leitete Richter Pedraz Ermittlungen zur sogenannten 'Ábalos-Affäre' ein, die auf eine Kampagne zur Einschüchterung von Richtern und Staatsanwälten hindeutet. Vonseiten der Opposition wird argumentiert, dass die Leckage zum Sprengsatzversuch ein Versuch war, von Korruptionsfällen abzulenken, die die PSOE betreffen. Politische Daten zeigen, dass die PP 261 Korruptionsfälle ansammelt gegenüber 135 der PSOE, doch die Debatte konzentriert sich auf die Schwere und Systematik der Lügen.



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