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Lange Schlangen vor Tacos-Laden und peruanischem Restaurant in Madrid
Eine Schlange von 30 Personen um 17 Uhr vor einem Tacos-Laden in der Calle Clavel und ein volles peruanisches Restaurant auf der Gran Vía zeigen den Boom der peruanischen Küche im Zentrum von Madrid.
Schlangen um 17 Uhr: Der Boom der peruanischen Küche
Etwa dreißig Menschen warteten um fünf Uhr nachmittags in der Calle Clavel, um einen Tacos-Laden zu betreten. Wenige Meter entfernt, auf der Gran Vía, hatte ein peruanisches Restaurant eine Warteschlange an der Tür und war voll besetzt, in einer Lage, die manche wegen der hohen Mieten als unwirtschaftlich betrachteten. Die Szene am Tacos-Laden wurde von jemandem beschrieben, der samstagnachmittags durch die Gegend ging; die des peruanischen Restaurants vom Autor der Nachricht, die die Debatte auslöste. Beide nähren das derzeit diskutierte Phänomen: Die peruanische Küche ist in einer der teuersten Gegenden Madrids zu einem Geschäft mit Wartelisten geworden.
Warum gibt es Schlangen vor peruanischen Restaurants in Madrid?
Die erste Erklärung ist Mode. Mehrere Nachrichten behaupten, dass die peruanische Küche seit Jahren einen globalen Boom erlebt, vergleichbar dem, den einst die mexikanische oder japanische Küche hatten. Es wäre kein ausschließlich madrilenisches Phänomen: Manche sagen, der Reiz sei international und die Hauptstadt habe sich nur etwas verspätet eingereiht.
Die zweite Seite ist der Preis. Ein Teil der Nachrichten versichert, dass Essen dort teuer sei und nur bestimmte Profile es sich leisten könnten; andere antworten, dass ein peruanisches Restaurant im Zentrum nicht von einem einzigen Publikum lebe und das Etikett der gehobenen Küche eher Vorurteil als Fakt sei. Mehrere Nachrichten erinnern zudem daran, dass diese Lokale seit Jahren voll sind, nicht erst seit dem aktuellen Trend.
Von Chifa bis Cebichería: Wo Kenner günstig essen
Es gibt einen parallelen Kreislauf, günstiger und weniger fotografiert. In Chifas—lokale chinesisch-peruanische Fusionsküche—und Cebicherías kann man laut einem Forennutzer ähnliche Gerichte wie in den angesagten Restaurants zum halben Preis essen, wobei die Qualität nicht immer mithält. Das ist der Unterschied zwischen Schaufenster und Alltag.
Die peruanische Küche ist zudem hochspezialisiert: Es gibt Cebicherías, Anticucherías, Chifas, Sangucherías, Juguerías und Lokale für Dschungel- oder Nordküche. Der Vergleich wird mit Spanien gezogen, wo niemand in einem asturischen Restaurant Paella erwartet. Mit konkreten Namen auf dem Tisch—ein Hähnchen- und Kohlegrill-Restaurant in der Doctor-Esquerdo-Straße mit großen Portionen gegenüber schickeren Optionen mit kleinen Tellern—wird die Diskussion konkret.
Fünfzehn Jahre Schlangen vor dem Trend
Die Erzählung der Neuheit hat ein Verfallsdatum. Wie ein Teilnehmer erinnert, hatte vor mindestens fünfzehn Jahren ein peruanisches Restaurant in der Echegaray-Straße bereits keine Chance, am Wochenende Gäste unterzubringen, und auch unter der Woche waren Tische knapp, obwohl er warnte, dass er aus dem Gedächtnis sprach. Wenn das damals schon so war, greift das Argument, alles sei ein importierter Trend, zu kurz.
Das Zentrum wechselt Publikum und Fotos dominieren
Hinter den Schlangen liegt eine unbequemere Debatte darüber, wer im Zentrum lebt und wer es konsumiert. Für das spanische Publikum auf der Gran Vía wurde eine Zahl genannt: maximal 5 %, in einer Berechnung, die in der Konversation aufkam und von niemandem mit Daten gestützt wurde. Manche beschreiben die Puerta del Sol und ihre Umgebung bei einem Besuch im Juni als einen Themenpark, den sie nicht erwartet hätten.
Das Phänomen ist nicht nur gastronomisch. Laut Thread wurden Plastikzäune neben den Löwen des Kongresses installiert, weil Leute darauf kletterten, um Selfies zu machen; in der Sol gibt es eine Schlange für das Foto des Bären und des Erdbeerbaums, und am 11-M-Gedenkstätte in Cibeles wartet oft jemand, bis der Platz frei wird. Tourismus, Gastronomie und Bodenpreise drängen in dieselbe Richtung.
Ceviche und Anisakis: Das Risiko rohen Fischs
Das Star-Gericht bringt eine gesundheitliche Debatte mit sich. Mehrere Nachrichten behaupten, dass Anisakis ein Parasit sei, der bereits in einem Großteil des Fischs vorkomme—bei Seehecht praktisch in jedem Stück—und sehen das Risiko im frischen, nicht im gefrorenen Fisch. Wie im Thread erinnert wird, verpflichtet die Gesetzgebung Restaurants, ultra-tiefgefrorenen Fisch zu servieren, um ihn zu eliminieren, eine Anforderung, die leicht erfüllt werden kann, wenn man bereits gefrorene Ware kauft. Das kalt zubereitete Ceviche steht im Mittelpunkt dieser Debatte.
Der nächste Trend: Tacos und Street Food
Das Zentrum bietet bereits die nächste Episode des Skripts. Ein Tacos-Laden in der Calle Clavel sammelte um fünf Uhr nachmittags eine Schlange von etwa 30 Personen, und auf der Plaza de España fand ein Event mit hispanoamerikanischer Küche statt, mit Ständen, Grills und Konzerten, das den Durchgang vervielfachte. In Zaragoza, unter einer Regierung der PP, gab es ein ähnliches lateinamerikanisches Treffen, laut einer Nachricht im Thread. Die zirkulierende Prognose lautet, dass Street Food kommt, mit oder ohne Lizenz.
Hinzu kommt eine härtere Diagnose, die ein Teil der Nachrichten über Zusammenleben, Wohnraum und Beschäftigung stellt und die sich mehr auf Unbehagen als auf Zahlen stützt. Mit Schlangen am Nachmittag und schwindelerregenden Mieten ist die Frage nicht, ob die peruanische Küche im Trend bleibt, sondern wie viel vom Zentrum Madrids noch verteilt werden muss, bevor sich die nächste Schlange an einer anderen Ecke bildet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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