Lamine Yamal und der Hass in sozialen Medien: Die rassistische Debatte bewegt die WM

Kurz vor dem WM-Finale entlädt sich Rassismus gegen Lamine Yamal: Ein Teil fordert wegen seiner Herkunft seinen Rauswurf aus der spanischen Nationalmannschaft, während Spanien…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Yamal, das Ziel von Fremdenfeindlichkeit mitten im WM-Finale

Spanien ist nur noch ein Spiel von seinem zweiten WM-Titel entfernt, doch in den virtuellen Rängen entbrennt eine Debatte, die über den Fußball hinausgeht. Lamine Yamal, das 16-jährige Ausnahmetalent, das in der Nationalmannschaft durchgestartet ist, ist zum Epizentrum eines Sturms rassistischen Hasses geworden. Während die einen ihn als Zukunft des Fußballs feiern, fordern andere, er solle «nach Afrika zurückgehen» oder das Team verlassen, weil er fremde Flaggen auf seinen Schuhen trägt. Die Diskussion, angeheizt durch ein virales Video, spiegelt die Spannung zwischen nationaler Identität und Multikulturalismus in einem Land, das sich auf dem Platz mit seiner Vielfalt brüstet.

Das Ziel des Hasses: Warum greift man einen Jugendlichen an?

Lamine Yamal, geboren in Esplugues de Llobregat (Barcelona) als Sohn marokkanischer Eltern, wird seit seinem Debüt mit rassistischen Beleidigungen überzogen. Bei der aktuellen WM — in der Spanien nach einer starken Leistung das Finale erreicht hat — haben sich die Angriffe verschärft. Manche Kreise stellen seine Leistung in Frage, nennen ihn «überflüssig» und behaupten, er spiele «aus Prestigegründen» und nicht aus Liebe zum Spiel. Doch der Unterton riecht nach Fremdenfeindlichkeit: Man wirft ihm vor, er habe «zugegeben, dass er es nur fürs Geld tut», und seine Loyalität zur spanischen Auswahl sei falsch, weil er Symbole anderer Länder auf seiner Ausrüstung trägt. Ein Video, das der Verfasser selbst für seinen YouTube-Kanal beworben hat, diente als Auslöser, sodass die Angriffe jede Grenze überschritten.

Zwei Spanien vor dem Spiegel

Während eine Strömung fordert, er solle «in sein Land zurückkehren», und ihn als «Nichtsnutz» abtut, der das rote Trikot nicht verdient hat, verteidigen ihn andere mit Fakten: sein frühreifes Talent, seine Torbilanz in den Jugendkategorien und die Tatsache, dass die Nationalmannschaft ihn für das Finale braucht. «Ich hoffe, er spielt das Finale und macht es gut, dann werden ihn die Jungs zertrampeln», spottete ein Nutzer in Anspielung auf die Gewalt, die manche auf dem Rasen sehen wollen. Die Polarisierung ist extrem: Es geht weniger um Fußball als um Zugehörigkeit, Identität und das Bild eines Landes, das seine multirassische Realität noch nicht ganz verdaut hat.

Die Zahl, die verstört

Trotz der Flut von Beleidigungen zeigte eine in den sozialen Medien erstellte spontane Umfrage, dass 35 % der Trinc Yamal als Schlüsselspieler für das Finale betrachteten, während 65 % ihn lieber aus dem Kader sehen wollten. Die Zahl ist alles andere als wissenschaftlich, spiegelt aber eine Spaltung wider, die über den Sport hinausgeht. Während das Land den Finaleinzug feiert, erinnert der Schatten des Rassismus daran, dass das schwerste Spiel noch immer außerhalb des Platzes stattfindet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (32 Antworten).

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