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Kutxabank-Chef: Baskisch als Unterrichtssprache hemmt Fachkräftegewinnung
Antón Arriola, Präsident der Kutxabank, bezeichnet die baskische Sprache als Unterrichtssprache in Euskadi als Hindernis für die Anziehung von Talenten und fordert Alternativen.
Baskisch als Unterrichtssprache ist ein «entscheidender Hemmfaktor» für Talente in Euskadi
Der Präsident der Kutxabank, Antón Arriola, sprach vor der Handelskammer Bilbao offen aus, was viele Unternehmer im Baskenland hinter vorgehaltener Hand sagen: Dass Baskisch als Unterrichtssprache im Bildungssystem ein «sehr wichtiger limitierender Faktor» für die Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland sei. Er äußerte sich im Rahmen der Reihe Freitage der Kammer unter dem Titel «Schlüssel aus Euskadi für eine neue europäische Führung», auf Fragen des Kammerpräsidenten José Ignacio Zudaire. Er forderte nicht die Abschaffung des Baskischen im Unterricht, sondern «Alternativen» und einen «zugänglichen» Bildungsansatz für die Kinder jener, die mit einem Arbeitsvertrag anreisen.
Was Arriola sagte – und was er nicht sagte
Der Banker sprach davon, «unser Bildungsmodell mit Baskisch als Unterrichtssprache kompatibel zu machen» und nannte dies ein ernstes Thema. Sein konkreter Vorschlag: Die baskischen Universitäten sollten Alternativen für die Kinder ausländischer Fachkräfte anbieten. Er ergänzte, dass das Problem nicht allein durch Sprachen gelöst werde. Es bedürfe hochqualifizierter Stellen, damit jene, die nach Madrid abgewandert sind, ohne Karriereknick zurückkehren können, da es heute, so die Implikation, keine Möglichkeit gebe, auf dem gleichen Niveau wie im Ausland einzusteigen.
Er gab auch der lokalen Wirtschaft Hausaufgaben: weniger Fehlzeiten und weniger Konflikte mit Gewerkschaften. Kutxabank habe, so erinnerte er, 175 Personen im Jahr 2024 unbefristet eingestellt und plane im nächsten Strategieplan die Einstellung von rund 100 Mitarbeitern pro Jahr. Die Investition in Personal sei entscheidend.
Baskisch als Filter für den öffentlichen Dienst
In der baskischen Industrie, so argumentiert ein Teil der Analyse, verlange praktisch kein Jobangebot Baskischkenntnisse; das Problem entstehe an staatlichen Universitäten und im öffentlichen Dienst, wo Sprachprofile gewichtet werden. Ein Fall kursiert: Ein Forscher erhielt keinen Platz an der Universität des Baskenlandes (UPV/EHU), weil er keine Baskischkenntnisse nachweisen konnte, und wurde schließlich von Yale eingestellt, von wo aus er nicht zurückkehren will. Diese Geschichte lässt sich nicht im Detail verifizieren, deutet aber auf das hin, was Arriola kritisiert: Ohne Alternativen fungiert die Sprache als unfreiwilliger Filter.
Zahlen, die widerlegen und die unbequem sind
Das Pro-Kopf-BIP des Baskenlands liegt weiterhin an der Spitze. Álava, Gipuzkoa und Bizkaia belegen die Plätze zwei, drei und fünf unter den 52 Provinzen, während Sevilla und Málaga auf Rang 38 bzw. 45 fallen. Auf dieses Bild stützen sich jene, die Thesen vom Niedergang ablehnen. Die langfristige Entwicklung beunruhigt jedoch mehr: Katalonien fiel von 122 % des spanischen Durchschnitts auf 114 %, und Euskadi investiert bei einem BIP von 80 Milliarden Euro 26 Milliarden in soziale Sicherheit, mit einem Defizit bei öffentlichen Ausgaben von über zehn Prozentpunkten.
Eine andere Analyse besagt, dass das hohe Pro-Kopf-BIP im Baskenland und in Asturien gerade dadurch entstand, dass die Bevölkerung nicht wuchs, während Madrid sowohl absolut als auch pro Kopf zulegte. Es ist das alte Dilemma zwischen der Verteilung höheren Einkommens auf weniger Hände oder der Schaffung neuer Wirtschaftskraft. Das Sonderabgabensystem (Concierto Económico) und alte Renteneinkommen tragen die Kulisse; die Frage ist, wie lange das hält.
Wohnkosten: Der Verdränger, den kaum jemand bestreitet
Hier konvergieren die Ansichten: Die Lebenshaltungskosten. Ein Umzug nach Bilbao mit zwei schulpflichtigen Kindern zwingt zur Wahl zwischen einer Schule ohne Garantie oder einer Privatschule mit über tausend Euro monatlicher Zusatzkosten. Für denselben Posten in Sevilla läge die Belastung für den Arbeitgeber, laut einer verbreiteten Berechnung, nur wegen Wohnen und Schulgeld bis zu 2.000 Euro netto günstiger. Die Immobilienpreise verschärfen die Lage: Das Problem ist nicht nur, dass man Talente nicht anzieht, sondern dass man sie vertreibt.
Fehlzeiten und Konflikte: Die Randbemerkung des Bankers
Arriola fügte der Diagnose «barbarische Fehlzeiten» in der Industrie und gewerkschaftliche Konflikte als zusätzliche Hürden hinzu. Der Begriff machte die Runde, ohne dass jemand eine Zahl lieferte. Es gibt keine zitierten öffentlichen Daten, die diese Fehlzeiten quantifizieren, nur die Wahrnehmung der Unternehmen, dass Krankmeldungen chronisch werden. Ohne Zahlen funktioniert die Bemerkung als das, was sie ist: eine Beschwerde, keine Diagnose.
Die politische Reaktion
EH Bildu verlangte eine «schnelle und entschiedene Korrektur» der Äußerungen. Die souveränistische Koalition diskutierte keine Zahlen, sondern den Rahmen. Für die Unabhängigkeitsbewegung bedeutet die Infragestellung des Baskischen als Unterrichtssprache die Infragestellung des Fundaments der Autonomie. Für die Bank ist es eine Frage von Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt.
Der Knoten bleibt bestehen. Niemand hat gemessen, wie viele Fachkräfte wegen der Sprache fernbleiben und wie viele wegen der Preise, noch wie viele akademische Abschlüsse aufgrund eines Sprachanforderungsprofils verloren gehen, das in keinem Bericht bewertet wird. Solange nicht gemessen wird, wird jede Seite in denselben Daten lesen, was sie ohnehin schon glaubte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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