Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
KOSPI seit Oktober 21 % im Minus – Südkoreas Regierung ruft zur Ruhe
Der KOSPI hat seit Oktober über 21 % verloren, Samsung und SK Hynix stürzen ab. Südkoreas Premierminister ruft auf X zur Ruhe, während die Verschuldung steigt.
Der KOSPI hat seit Oktober über 20 % verloren und die Regierung in Seoul ruft zur Ruhe
Der Leitindex Südkoreas hat seit dem 1. Oktober laut Echtzeit-Beobachtung des Marktes mehr als 21 % verloren. Der Premierminister des Landes ist auf X gegangen, um beruhigende Botschaften zu verbreiten – etwa, dass das Leben weitergeht und man keine drastischen Entscheidungen treffen sollte. Der eigentliche Grund ist keine Bankenpleite und keine allgemeine Panik: Der KOSPI ist in der Praxis ein börsennotierter RAM-Speicherfonds mit zwei Beinen.
Samsung Electronics macht fast 29 % des Index aus, SK Hynix rund 23 %. Zusammen stellen die beiden mehr als die Hälfte der Marktkapitalisierung des KOSPI. Wenn sich der Halbleiterzyklus dreht, dreht sich der ganze Index mit. Und der Zyklus hat sich gedreht: Nach eineinhalb Jahren steiler Kursgewinne dank der Speichernachfrage durch die KI-Expansion beginnt der Markt einzupreisen, dass China RAM in großen Mengen billig produzieren wird und dass die KI-Blase platzen könnte.
Die Verschuldung ist das eigentliche Loch
Was aus einer Korrektur ein nationales Unglück macht, sind die Schulden. In Südkorea gibt es dafür ein Wort: bitu, investieren mit geliehenem Geld. Margin-Kredite des Brokers, Privatkredite für Börsengeschäfte und vor allem eine junge Generation, die sich eine Wohnung in Seoul unmöglich leisten kann und alles auf Aktien setzt als einzigen Weg nach oben.
Wenn mehr als die Hälfte des Index in zwei Speicherwerten konzentriert ist, führt ein Abschwung im Chipzyklus zu Margin Calls und erzwungenen Verkäufen in Kettenreaktion. Laut den Berichten, die im Thread kursieren, haben viele verschuldete Anleger gesehen, wie ihr Konto auf null fiel. Das ist keine Anekdote: Es ist ein Phänomen mit kollektiver Dimension, das erklärt, warum die Regierung mit vorbeugenden Botschaften in den sozialen Medien hervorgetreten ist.
Ist das eine Krise wie 2008?
Nein. Und das sollte man klar sagen, weil der Vergleich kursiert. 2008 stand das Finanzsystem im Zentrum des Problems, und die Ausgangspreise waren normal. Hier war der Ausgangspunkt eine übertriebene Hausse: Manche KOSPI-ETFs weisen auch heute noch eine Rendite von nahezu 60 % im Jahresverlauf auf, selbst nach dem Absturz. Ein Anleger, der vor anderthalb Jahren eingestiegen ist, liegt noch im Plus; wer vor drei Monaten mit Kredit eingestiegen ist, nicht.
Der Unterschied ist wichtig. Der Index war in fünf Jahren um 85 % gestiegen. Ein Rückgang von 20 % vom Höchststand ist eine Lehrbuchkorrektur in einem Aufwärtstrend, nicht der Zusammenbruch einer Volkswirtschaft. Die Nuance, die tatsächlich trägt, ist eine andere: Verschuldung verstärkt jede Korrektur, bis sie zu einem sozialen Problem wird, denn wer verliert, ist kein Investmentfonds, sondern ein junger Mensch mit einem Privatkredit.
Der KOSPI als Frühindikator für den Nasdaq
Die These hat einen wahren Kern und eine schlechte Messung. Südkorea ist eine reine Beta-Wirtschaft: exportorientiert, zyklisch, auf Haushaltsebene verschuldet und mit zwei Speicherriesen, die fast 30 % des Index ausmachen. Wenn der globale Dollar-Hahn sich schließt, spüren es zuerst diejenigen, die Dollar leihen, um Exporte zu finanzieren.
In der Dotcom-Krise stimmte das Muster: Der KOSPI markierte Anfang Januar 2000 sein Hoch bei rund 1.050–1.060 Punkten, der Nasdaq erreichte seinen Höhepunkt erst am 10. März mit 5.048. Zwei Monate Unterschied. Am Ende des Abgrunds lag der KOSPI 2002 bei etwa 500 und der Nasdaq bei etwa 1.100. Gleiches Loch, anderer Kalender. Aber das passiert nur, wenn der Schock spezifisch aus Halbleitern, Telekommunikation oder Technologie kommt. Es ist kein universelles Gesetz.
Das Detail, das niemand beachtet: das Auto
Während der Index abstürzt, schaut man in Spanien auf die Sache aus der Werkstatt-Perspektive. Der Austausch des Displays eines Kia Sportage kostet laut kursierenden Preisen 12.000 Euro. Ein Scheinwerfer: 2.400. Bei einem i20 oder einem Rio liegt der Spaß bei rund 8.000. Bei einem zwei bis drei Jahre alten Auto kann die Reparatur mehr wert sein als das Fahrzeug selbst.
Es ist eine Kuriosität, die etwas über das koreanische Wirtschaftsmodell aussagt: Dieselbe Obsession mit Produktivität und Skala, die zwei Speichergiganten gebaut hat, hat auch eine teure, abgeschottete Ersatzteilstruktur geschaffen. Der Verbraucher zahlt die industrielle Effizienz auf anderem Wege.
Wo die Analyse steht
Der Index hat in einer jüngeren Sitzung um 2 % zurückgelegt. Seit dem 1. Januar liegt er 32 % höher, seit dem 1. Oktober 21 % tiefer. Beide Zahlen stimmen gleichzeitig und beschreiben zwei verschiedene Anleger: den, der vor einem Jahr gekauft hat, und den, der sich vor einem Quartal verschuldet hat. Der Premierminister postet weiter. Niemand weiß bisher, wie viele Konten auf null gefallen sind.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (64 Antworten).
Ein erfahrener Trader mit 40 Jahren Börsenhistorie prognostiziert einen Absturz von 50-60% bei Aktienindizes und Gold. Die Debatte fragt, ob die Geldpresse den Kollaps verhindern wird.
Die Schweiz stimmt im Juni darüber ab, ihre Bevölkerung auf 10 Millionen zu begrenzen, um die Einwanderung zu bremsen. Auf Burbuja.info fragen Nutzer: Warum werden wir in Spanien nicht gefragt?
121 PSOE-Abgeordnete stützen Sánchez trotz der Skandale. Fehlt es an individueller Ehre oder versagt das spanische System der geschlossenen Listen? Eine Analyse der Debatte.