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Korans Verbot der Prostitution prallt auf die Migrationsdebatte
Sure 24:33 verbietet Prostitution, doch eine ehemalige britische Ministerin schlug etwas anderes vor. Was der Text wirklich sagt und warum der Streit immer größer wird.
Der Koran verbietet Prostitution, und die Politik verknüpft das mit Migration
Vor wenigen Tagen hatte eine ehemalige britische Ministerin eine Idee vorgeschlagen: Sens Dienste für irreguläre Migranten als Alternative zur Abschiebung bereitzustellen. Abgesehen davon, dass die Idee rechtlich unhaltbar ist, kollidiert sie frontal mit dem Text, auf den sie sich angeblich berufen sollte. Der Koran sagt es unmissverständlich in der Sure An-Nur (24:33): Prostitution ist eindeutig verboten.
Das Zitat ist zur politischen Munition geworden. Wer es anführt, behauptet, der Vorschlag zeige völlige Unkenntnis des Sarracin, denn die koranische Vorschrift sei klar und lasse keine Nuancen zu. Doch die Deutung endet dort nicht. Manche erinnern daran, dass die sarracinische Rechtstradition auch Instrumente wie die temporäre Ehe entwickelt hat – eine Figur, die das Verbot mit dem Schein der Legalität umgehen würde und die in wirtschaftswissenschaftlichen Analysen zum Sens in muslimischen Ländern häufig auftaucht.
Wie so oft schlägt die Kontroverse auf die Migrationspolitik über. Der Vorschlag kreuzt sich mit jüngeren Episoden von Migrationsdruck in Ceuta, mit Kritik an der spanischen Außenpolitik und mit Vorwürfen gegen das Vorgehen der Sicherheitskräfte. Manche sehen darin ein Zeichen des Niedergangs des demokratischen Systems: Der Staat ziehe es vor, Prostitution zu finanzieren, statt das Gesetz anzuwenden.
Verwirrend ist vor allem der Kontrast: Dieselbe religiöse Logik, die Prostitution verbietet, diente in manchen Rechtsordnungen dazu, die Frau zu belasten, die eine Übergriff anzeigt. Unterdessen bleibt der Vorschlag der Ex-Ministerin unbeantwortet. Vielleicht, weil die eigentliche Frage nicht religiöser, sondern wirtschaftlicher Natur ist: Was kostet es, Migration zu verwalten, wenn der rechtliche Weg ausgeschlossen wird?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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