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Kiefern in Trockenlandwirtschaft: Zahlen passen nicht
Mit 400 mm Niederschlag und -8 ºC Frost scheitert die Kiefernplantage am Schwellenwert von 800 mm.
Trockenes Land kaufen und Kiefern pflanzen: Das Geschäft scheitert an 400 mm
Das Rezept besteht aus drei Schritten. Man kauft mehrere Hektar trockenes Ackerland, pflanzt Kiefern und wartet. In zwanzig Jahren, so behaupten die Befürworter, verkauft man das Holz für «das Zehnfache der Kosten», plus Wertsteigerung. Als Bonus gibt es Aufforstungssubventionen und Hilfen zur «CO2-Bindung». Die Kiefer braucht zudem kaum Pflege und wächst in relativ trockenen Gebieten.
Konkrete Daten schränken den Spielraum ein. Das Grundstück läge in der Region La Sarracena (Provinz Ávila), auf etwa 1.050 Metern Höhe, mit 400 mm jährlichem Niederschlag und Frösten nahe -8 ºC. Flaches Gelände, ohne Wasserzugang — nur eine Quelle, erreichbar per Traktor und 1.000-Liter-Tank — und kein Eigentümer, der umziehen will: Die Arbeit würde ein arbeitsloser Bekannter übernehmen.
Kann man Kiefern bei 400 mm Jahresregen pflanzen?
Hier zeigt sich der erste Riss. Das am häufigsten genannte Kriterium setzt die Sicherheitsgrenze bei 800 mm pro Jahr; darunter kann das Grundstück über Nacht zur Wüste werden, sobald sich Vorschriften zu Wasser oder CO2 ändern. Der Zweifel ist regulatorischer, nicht meteorologischer Natur.
Die Gegenposition leugnet die Daten nicht, sondern relativiert sie: Diese 400 mm sind der Durchschnitt in weiten Teilen des Landes, und Kiefern wachsen «prachtvoll». Auch Fröste gelten nicht als tödlich für mediterrane Arten. Eine andere Sache ist, dass die Zone keine Korkeichen hat: Im Umkreis von hundert Kilometern findet sich keine. Kälte tötet die Plantage nicht; die Bilanz vielleicht schon.
Wie lange dauert es, bis eine Kiefer auf trockenem Land verwertbares Holz liefert?
Beim Holzernte-Zeitplan herrscht wenig Optimismus. Eine Kiefer auf trockenem Land hat nach zwanzig Jahren einen Stamm von maximal 15 Zentimetern; für 40 Zentimeter muss man achtzig Jahre warten, und dann, so heißt es, «bekommt man nur Peanuts dafür». Das Bild eines Weihnachtsbaums fasst die Ironie zusammen.
Der Planverfechter korrigiert das Kleingedruckte: Kiefern werden bereits groß gepflanzt, zwei bis drei Meter hoch. Und das Geschäft ist nicht der Einschlag, sondern die Wertsteigerung des Grundstücks, damit jemand mehr als die Investition zahlt. Ein Dritter teilt seine Erfahrung: Er fällte 60 Kiefern über zehn Meter, aber niemand wollte sie; das Holz hatte keinen Absatz und wurde zu Sägemehl. Land als Vermögenswert funktioniert; der Baum als Ernte deutlich weniger.
Welche Arten halten besser stand und welche nicht?
Die Diskussion wandte sich dem Pflanzenkatalog zu. Statt Kiefern-Monokultur wird ein vielfältiger mediterraner Wald vorgeschlagen: Steineichen, Eschen, Pappeln und Obstbäume wie Mandel, Walnuss, Feige, Olive oder Johannisbrotbaum. Die Gegenargumente kommen schnell: Eschen und Pappeln «trinken mehr Wasser als ein Kamel», Obstbäume brauchen Pflege und sind anfällig für Schädlinge, und eine Steineiche braucht hundert Jahre zum Wachsen. Aleppo-Kiefer und Harzkiefer stehen zur Debatte.
Ein vielversprechenderer Weg taucht auf: Mykorrhizierte Steineiche zur Trüffelproduktion, die sehr gut bezahlt wird. Auch die Korkeiche, obwohl ihr Kork erst nach etwa vierzig Jahren stopfbar ist, was sie für eine zwanzigjährige Kalkulation ausschließt. Als Anekdote rühmt sich jemand vier gepflanzter Aleppo-Kiefern mit zwei Jahrgängen, die nach zwanzig Jahren über drei Meter hoch sind und einen halben Meter Stammdurchmesser haben. Zapfen: wenige.
Feuer: Das Risiko, das keine Subvention abdeckt
Der unbequemste Einwand betrifft nicht den Regen. Kiefern sind harzig und brennen wie Fackeln. Und im schlimmsten Fall kommt das Feuer von Nachbarn: Wer von einem Auswärtigen kauft, nimmt in Kauf, dass Grenzen angezündet werden, damit das Grundstück billig verkauft wird. Zwei Jahrzehnte Investitionen ruinieren in zehn Minuten, fast ohne Risiko für den Brandstifter. Keine interne Rentabilitätsrechnung berücksichtigt diese Verbindlichkeit.
Genehmigungen: Von Agrar- zu Forstnutzung
Es bleibt das Verwaltungs-Labyrinth. Es gibt ein nationales Bodengesetz und ein regionales, das dieses anwendet und erweitert; Boden kann forst-, agrar- oder bebaubar sein, und der Bebauungsplan entscheidet. In Galizien, so heißt es, muss man bei Wiesen, auf denen man Kiefern pflanzen will, die Grundstücke zuerst veröffentlichen, um zu sehen, ob Viehzüchter sie pachten wollen, und erst wenn nach zwei Jahren niemand Interesse hat, wird die Nutzungsänderung genehmigt. Die wiederkehrende Schlussfolgerung: Wer dein Eigentum anerkennt, diktiert auch dessen Nutzung.
Die Bilanz steht dort, wo die Analyse ins Stocken gerät. Niemand bestreitet, dass Land steigt; viele zweifeln, dass der Baum mitzieht. Zwischen Dürre, Feuer und wechselnden Vorschriften ähnelt die zwanzigjährige Wette weniger einem Forstgeschäft als einer Lotterie auf den Boden. Es fehlt zu wissen, mit welcher Karte man spielt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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