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KI deckt die Stopfgeschäfte des Arbeitstags auf
Ein Fall fasst es zusammen: fünf Minuten KI und 25 am Handy, dieselbe Arbeit. KI vernichtet keine Jobs, sie deckt Aufgaben auf, die nie nötig waren.
KI vernichtet keine Jobs: Sie deckt die sinnlosen Arbeiten auf
Ein Büroangestellter hat seine Art, den Arbeitstag zu organisieren, auf den Kopf gestellt. Früher machte er klassische Pomodoros: 25 Minuten Arbeit und fünf Pause. Jetzt macht er es umgekehrt. Fünf Minuten, um einem Sprachmodell Anweisungen zu geben, und 25 auf das Handy schauen. Die Arbeit, so seine Versicherung, wird genauso fertig. Der Thread führt ihn zu einer unbequemen Schlussfolgerung: Wenn eine Aufgabe sich in fünf Minuten mit Software erledigen lässt, brauchte sie vielleicht nie einen ganzen Arbeitstag. Künstliche Intelligenz kommt nicht, um dir den Job wegzunehmen. Sie kommt, um zu zeigen, wie viel von dem, was du getan hast, Füllmaterial war.
Was sind die sinnlosen Jobs, die die KI offenlegt?
Der Anthropologe David Graeber hat dem Phänomen vor mehr als einem Jahrzehnt einen Namen gegeben. Seine These war unbequem: Es gibt Jobs, die nichts hervorbringen und trotzdem gleich bezahlt werden. Jene Diagnose bezog sich auf ganze Stellen. Die heutige ist flüchtiger. Zwanzig Minuten hier, ein endloser Bericht dort, eine Freigabe, die niemand liest. Die nutzlose Aufgabe verschwindet nicht: Sie verteilt sich auf mehrere Büros, sodass sich niemand bloßgestellt fühlt.
Die Frage, die über der Sache schwebt, ist, was genau ersetzt wird. Die im Thread genannten Beispiele reichen vom Administrativen bis zum Hochspezialisierten: Personalabteilungen, Qualitätsabteilungen, Notariate. Alle teilen ein Merkmal: Ihr Produkt ist ein Dokument, das ein weiteres Dokument braucht, um zu existieren.
Warum die Installation von ChatGPT die Produktivität nicht in die Höhe treibt
Die meistgenannte Erklärung hat mit dem Werkzeug nichts zu tun. Die eingesparte Zeit fließt weder zum Arbeitnehmer noch ins Ergebnis zurück. Sie wird gestopft. Gestopft mit Meetings, Präsentationen, internen Kursen und dem, was der Bürojargon „Alignment“ nennt. Eine Aufgabe zu automatisieren und danach eine andere zu erfinden, um den Arbeitstag zu rechtfertigen, lässt die Bilanz genau dort, wo sie war.
Es gibt eine zweite Bremse, eine materiellere. Während Jahre billigen Geldes tat niemanden eine Ineffizienz weh. Wenn der Kredit teurer wird und jemand einen Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung wirft, ändert sich das Gespräch. Und eine dritte, die älteste: Keynes versprach eine 15-Stunden-Woche, und die Technologie kam, aber der Arbeitstag bewegte sich nicht. Niemand mit Personal unter sich hatte es eilig, die gewonnene Zeit zu verteilen.
Welche Jobs sich behaupten und welche ohne Argumente dastehen
Manche behaupten, 80 Prozent der Sekundarschullehrer und 60 Prozent der Universitätsdozenten seien überflüssig. Dagegen hält ein anderer Teilnehmer entgegen, dass Emotion und menschliche Bindung das Lernen prägen: Das Klassenzimmer ist nicht nur Datenübertragung.
Es gibt eine Bewegung in die entgegengesetzte Richtung. Die SAMU-Berufsschule hat Viermonatskurse für arbeitslose Jugendliche gestartet, mit 75 Prozent der Zeit in Betriebspraktika, in Berufen wie Schweißen, Gartenbau, Instandhaltung, Hotellerie oder Betreuung von Menschen mit Behinderung. Gegen die diffuse Schreibtischarbeit: das Handwerk, das man sieht und anfasst.
Die KI-Prüfung, die sich in der Verwaltung niemand zu wagen traut
Das Szenario ist bis ins letzte Detail beschrieben: E-Mails, Aufgaben, Berichte, Organigramm und Gehälter abgleichen und das Modell zeigen lassen, wer überflüssig ist, wo es einen Engpass gibt und welche Stelle reine Dekoration ist. Im Privatsektor, so eine im Thread zitierte Schlagzeile, habe es Ähnliches schon ohne KI gegeben: Bei Twitter wurden hunderte Menschen entlassen und ganze Büros in mehreren Ländern geschlossen, und der Dienst blieb bestehen. Ob das Produkt dadurch besser oder schlechter wurde, ist umstritten, und keine der beiden Seiten hat ihre Position verändert.
In der Verwaltung sieht die Rechnung anders aus: Die Festanstellung funktioniert als Schild, und eine solche Prüfung wurde nie in Angriff genommen.
Und das Gehalt macht den Rest. Dasselbe Profil, das einen Tag voller Stopfarbeit beschreibt, nennt die Zahl: weniger als 2.000 Euro im Monat in Málaga, ein E-Scooter und eine WG als Horizont. Die Aufgabe war nutzlos; das Gehalt, nach Urteil des Erzählers, auch.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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