Keine Serie erreicht das Niveau der Sopranos

Zuschauer, die The Sopranos beenden, finden keinen adäquaten Ersatz. In Foren wird diskutiert, warum keine neuere Serie an die Qualität heranreicht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Keine Serie erreicht das Niveau der Sopranos
Nach dem Ende von The Sopranos: Die Suche nach einem Ersatz

Ein Zuschauer hat die letzte Staffel von The Sopranos beendet und sucht Rat: „Ich bin traurig; empfehlt mir eine Serie, die gleich gut oder besser ist.“ Er hatte bereits The Wire, The Crown und Mad Men gesehen. Die Antwort im Thread hat zwei unangenehme Seiten: Es gibt keinen echten Ersatz, und fast jede Empfehlung führt zu Diskussionen. Was als Liste von Empfehlungen beginnt, entwickelt sich zu einer Abrechnung mit dem Fernsehen der letzten zwei Jahrzehnte.

Gibt es eine Serie, die so gut ist wie The Sopranos?

Nein, laut der vorherrschenden Meinung im Gespräch. Der Vergleich, der diese Haltung zusammenfasst, ist der Schinken-Vergleich: „Wer einmal guten Jamón probiert hat, will keinen gewöhnlichen Serrano-Schinken mehr“, sagt jemand, der The Sopranos, The Wire und Mad Men in einer eigenen Liga sieht. Danach bleibt nur noch die Kluft: Produkte, die exzellente Staffeln mit solchen mischen, die nur für den Gewinn gemacht sind, oder direkt mittelmäßiges Material.

Die Trostliste ist lang. Breaking Bad und sein Spin-off Better Call Saul stehen auf fast jeder Liste, ebenso wie Gomorra, The Americans, Narcos, Narcos: Mexico und die Miniserie Chernobyl, die gerade wegen ihrer Kürze empfohlen wird. Auch Banshee, The Shield, Oz, Mr. Robot, Black Sails, Yellowstone, dessen Prequel 1883, Shogun, Andor, Foundation, Dune: Prophecy, Marco Polo, Ray Donovan, Suits, Rome und Jericho werden genannt. Und für jene, die zugeben, dass das Niveau ein anderes ist: Six Feet Under, Northern Exposure, Big Love, Bojack Horseman oder It's Always Sunny in Philadelphia.

Breaking Bad und Better Call Saul: Der Punkt, an dem sich die Gemüter scheiden

Sie sind die am häufigsten genannten Empfehlungen und gleichzeitig die umstrittensten. Ein Teil verteidigt Breaking Bad ohne Einschränkungen und hält Better Call Saul für den besten Spin-off aller Zeiten. Die Gegenargumente kommen schnell und deutlich: Breaking Bad sei nur in den ersten Staffeln stark, danach dominierten Geld, Drogen, Autos und Waffen, mit Episoden, in denen nichts passiert; Better Call Saul sei dagegen eher mittelmäßig. Zwei Zuschauer, zwei völlig unterschiedliche Serien.

Dieser Dissens verdeutlicht das Kernproblem. Wenn der Maßstab The Sopranos ist, zieht jedes vorgeschlagene Titelobjekt Einwände bezüglich seines Endes, seiner Pace oder des Gefühls, dass die Serie künstlich gestreckt wurde. Die vollständige Bilanz dessen, was jeder akzeptiert und ablehnt, nimmt einen großen Teil des Gesprächs ein, und keine zwei Listen stimmen überein.

Serien, die starke Staffeln mit Füllmaterial mischen

Dies ist die nützlichste Warnung im gesamten Austausch. Es gibt Serien, die hochklassige Staffeln mit solchen abwechseln, die nur für den Profit produziert wurden, was ein Produkt ergibt, das man nicht blind empfehlen kann. Wer darauf hinweist, betont, dass seine Meinung nur auf dem basiert, was er gesehen hat, aber das Muster wiederholt sich bei den meistgenannten Titeln.

Der andere wiederkehrende Rat ist, das Engagement realistisch einzuschätzen. Angesichts von Serien mit sechzig bis siebzig Episoden werden kurze Formate bevorzugt: Chernobyl funktioniert als abgeschlossene, brutale Miniserie, und das Angebot kurzer Werke wird als sinnvoller Weg für jene präsentiert, die nicht erneut etwas beginnen wollen, das später enttäuscht.

Peaky Blinders, Black Sails und der ideologische Filter

Ein Teil des Publikums lehnt Titel ab, weil sie Anachronismen und Plot-Twists enthalten, die einer modernen Erzählweise dienen. Peaky Blinders wird abgebrochen, wenn eine Gewerkschafterin auftaucht, die gleiche Bezahlung wie Männer fordert: Nicht das Recht wird infrage gestellt, sondern dass dies als normal dargestellt wird, obwohl es historisch als Propaganda in einer Epoche wirkt, die es nicht zuließ. Bei Black Sails ist die Kritik anders gelagert und zielt auf das Finale, wo die sens Orientierung mehrerer Charaktere offenbart wird, was manche als Frechheit nach mehreren Staffeln Piraten-Intrigen empfinden.

Auf der anderen Seite stehen Empfehlungen, die trotz dieser Bedenken verteidigt werden. This Is Us, eine Serie aus dem Jahr 2016, wird mit dem Hinweis empfohlen, dass man die Klischees ignorieren und sich auf das konzentrieren sollte, was die Serie gut macht: die Verherrlichung der Familie und insbesondere der Vaterfigur.

Wo kann man die empfohlenen Serien sehen?

HBO ist die Antwort, wenn nach der Plattform für The Sopranos gefragt wird, und es ist auch die Heimat von Six Feet Under und Chernobyl. Wer viele Streaming-Dienste besitzt, aber keine exklusiven Inhalte findet, die ihn interessieren, greift auf P2P oder direkte Downloads zurück. Im Gespräch fallen auch Hinweise auf Movistar für kurze Serien, Disney Plus für This Is Us und einen schwer zu findenden Klassiker: The Singing Detective, eine britische Miniserie aus dem Jahr 1986 mit sechs Episoden und Michael Gambon, die in Spanien wenig bekannt ist.

Das Schlusswort liefert eine weitere Empfehlung: Shogun, ein kürzlicher Neustart, wird als brutal beschrieben, aufgrund des Kulturschocks zwischen Europäern und Japanern. Das Fernsehen hört nicht auf, Neues zu produzieren. Was es jedoch laut fast allen nicht mehr hervorbringt, ist ein weiteres Meisterwerk, das den Vergleich mit The Sopranos standhält.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (204 Antworten).

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