Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Keine 'neuen Spanier' in den Blutspendeschlangen nach AVE-Unglück in Spanien
Eine virale Nachricht behauptet, in den Blutspendeschlangen nach dem Unfall von Urda habe es keine 'Multikulturalität' gegeben. Was der Tweet sagt und warum das wichtig ist.
Eine Nachricht auf X behauptete, in den Blutspendeschlangen nach dem Zugunglück von Urda habe es 'überhaupt keine Multikulturalität' gegeben, und stellte das als Beweis für etwas hin. Blutspende misst keine Nationalitäten: Sie misst Solidarität.
Blutspende fragt nicht nach dem Pass. Das ist das Erste, was man beim Lesen der Nachricht im Kopf haben sollte, die nach dem Zugunglück von Urda viral ging, bei dem ein AVE und ein Iryo-Zug kollidierten und Dutzende Todesopfer hinterließen. Der auf X veröffentlichte Text beschrieb eine Schlange von Spendern zwischen 18 und 80 Jahren, große und kleine, schlanke und dicke, eine Frau mit eingeschränkter Mobilität, Rothaarige, Brünette und Glatzköpfige. Und er endete mit: 'Was ich nicht sehe, ist irgendeine Multikulturalität.'
## Was die Nachricht sagte und was nicht
Die Nachricht enthielt keine Angaben zur Zahl der Spender, zu ihrer Herkunft oder zur Gesamtzahl der Menschen, die zu den Spendenpunkten kamen. Sie beschränkte sich darauf zu beschreiben, was ihr Verfasser in einer bestimmten Schlange zu sehen behauptete, und zog daraus eine Schlussfolgerung über die Zusammensetzung der Gesellschaft. Das ist ein logischer Sprung: Aus einer persönlichen Beobachtung an einem Spendenpunkt lässt sich nichts über die Gesamtbevölkerung ableiten.
## Blutspende filtert nicht nach Nationalität
Die Voraussetzungen für eine Blutspende in Spanien legt das Gesundheitsministerium fest, zusammen mit den transfusionsmedizinischen Diensten der Regionen. Sie beruhen auf Gesundheitskriterien, Alter und Risikoverhalten, nicht auf dem Geburtsland. Jeder, der diese Kriterien erfüllt, darf spenden, ob Spanier oder nicht. Die Nationalität taucht in den Spendeformularen nicht als Variable auf.
## Warum der Rahmen der Nachricht wichtig ist
Der Text wurde im Kontext eines Unglücks mit Dutzenden Toten veröffentlicht, als Krankenhäuser und Blutbanken zu dringenden Spendenaufrufen aufriefen. In solchen Situationen zählt, ob die Reserven ausreichen und ob die Spender kommen. Eine Spendenschlange zu einem identitätspolitischen Thermometer zu machen, sagt mehr über den Verfasser aus als über die Gesellschaft. Und man sollte sich daran erinnern, dass Blutspende ein freiwilliger und selbstloser Akt ist: Niemand ist verpflichtet, dort zu sein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (13 Antworten).
El País meldet marokkanische Marinepräsenz vor der spanischen Enklave Ceuta am 30. und 31. Juli. Die späte Veröffentlichung löst eine Debatte über die Absicht aus.
Juan Soto Ivars beleuchtet den Schattenmarkt für Mietwohnungen in Madrid, wo Angst vor säumigen oder schutzbedürftigen Mietern zu leerstehenden Immobilien führt.
Der spanische Verkehrsminister Óscar Puente äußert sich nach dem Zugunglück in Toledo mit 68 Toten und 77 Verletzten. Die Verzögerung und die Informationspolitik sorgen für große Aufmerksamkeit.