Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Keine Leistung, kein Wahlrecht: Marcos de Quintos Vorschlag sorgt in Spanien für Streit
Marcos de Quintos Vorschlag, Empfängern von Sozialleistungen in Spanien das Wahlrecht zu entziehen, entfacht die Debatte über Zensuswahlrecht neu.
Keine Leistung, kein Wahlrecht: Marcos de Quintos Plan
Die Analogie zur Eigentümergemeinschaft funktioniert auf dem Papier. Der Eigentümer, der seine Beiträge nicht zahlt, stimmt nicht bei der Versammlung mit; er darf eine Meinung haben, entscheidet aber nicht. Auf den Staat als Ganzes übertragen, wirkt Marcos de Quintos Gedankengang beunruhigend: Wer nichts beiträgt, wählt nicht. Sein Vorschlag, der als Reaktion auf das derzeitige spanische Leistungssystem kursiert, würde Empfänger von Arbeitslosengeld und Bezieher der Mindestsicherung (ingreso mínimo vital, Spaniens bedarfsorientierte Mindesteinkommen) aus dem Wählerverzeichnis streichen. Das erklärte Ziel: Klientelpolitik bekämpfen und verhindern, dass eine Mehrheit von Empfängern die öffentlichen Ausgaben erhöht.
Die Grenzen der Rhetorik gegen den 'Schmarotzer'
Die Gegenwehr kam sofort und deutlich: Die Maßnahme trifft das schwächste Glied. Wenn die Regel lautet, dass niemand wählen darf, der Geld aus der Staatskasse erhält, müsste der Schnitt auch bei Rentnern, Beamten, Politikern und den Unternehmen greifen, die vom spanischen Staatsanzeiger (Boletín Oficial del Estado) leben. „Wer zahlt, wer nicht“, fassen die Anhänger einer erweiterten Fassung zusammen, die auch Rentner und öffentlich Bedienstete einbeziehen würde. Das Problem, so die Kritiker, sei, dass der ursprüngliche Vorschlag nicht Parasitismus bekämpfen, sondern Klassendenken fördern will.
Der Schatten des Zensuswahlrechts
Die Diskussion ist nicht neu. Die Französische Revolution stellte diejenigen, die das Wahlrecht den Eigentümern vorbehalten wollten, bereits gegen die Verfechter des allgemeinen Wahlrechts. Das Wahlrecht an den Nettobeitrag zum System zu knüpfen, reißt eine historische Wunde wieder auf. Manche behaupten, die universelle Demokratie sei gescheitert und man müsse Alternativen suchen. Andere, vorsichtigere erinnern daran, dass dieser Weg meist in der Kontrolle der Menge endet, nicht in besserer Regierungsführung.
Die Frage bleibt offen: Wenn sich das Wahlrecht mit Beiträgen bezahlt, wo verläuft die Grenze? Zahlt sie ein Rentner, der vierzig Jahre lang eingezahlt hat? Zahlt sie ein Beamter, der vom Haushalt bezahlt wird? Quintos Plan antwortet nicht. Seine Kritiker auch nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).
Die sogenannte 'Cayetana-Armada' trifft in Ceuta ein. Marcos de Quinto posiert mit einem Bier, was eine Debatte über Souveränität und Absurdität auslöst.
Das Angebot einer Immobilie in Zahara de los Atunes reicht nicht: Die Ehefrau fordert nach 30 Ehejahren eine lebenslange Rente. Die Zahlen der Scheidung.
Trump behauptet, Spanien werde durch Migration zugrunde gehen. Wir analysieren seine Aussagen, den Kontext von Ceuta und die Vorwürfe der Heuchelei. Hat er recht?