Kartennummer: Das Netzwerk bestimmt die Länge, nicht Debit oder Kredit

Visa und Mastercard verwenden 16 Ziffern für Debit- und Kreditkarten; American Express nutzt 15. Die Länge der Nummer bestimmt das Netzwerk, nicht der Kartentyp.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Kartennummer: Das Netzwerk bestimmt die Länge, nicht Debit oder Kredit
Debitkarten haben keine 12 Ziffern und Kreditkarten keine 15: Das Netzwerk entscheidet über die Nummer

Die Frage klingt nach Bankwesen 101, doch die Antwort zerlegt die Grundannahme. Es gibt keinen Standard, der Debit- und Kreditkarten eine unterschiedliche Anzahl von Ziffern zuweist. Was bestimmt, wie viele Ziffern die Karte trägt, ist das Netzwerk, das sie ausgibt, nicht die Art, wie das Geld abgerechnet wird. Visa und Mastercard, die beiden dominierenden Netzwerke in Spanien, arbeiten mit 16 Ziffern, sowohl bei Debit- als auch bei Kreditkarten. Die Ausnahme, die man kennen sollte, ist American Express mit 15 Ziffern. Und es gibt ältere Ausgaben oder andere Systeme, die auf 14 oder sogar 19 Ziffern kommen.

Der Unterschied ist wichtiger, als er scheint. Wer die Länge der Nummer mit dem Kartentyp verwechselt, sucht am Ende nach Mustern, die es nicht gibt.

Was ist Maestro und warum wird es für ein drittes Netzwerk gehalten?

Die Verwirrung hat einen Namen: Maestro. Viele ordnen es als drittes unabhängiges Netzwerk neben Visa und Mastercard ein. Ist es aber nicht. Maestro ist die Debitmarke von Mastercard, und deshalb taucht es als eigenständiges Logo auf den Karten immer seltener auf. Daher das Gefühl, „Mastercard ist Kredit und Maestro ist Debit“ – eine Vereinfachung, die zerfällt, sobald man den Vertrag ansieht: Es gibt Mastercard-Debit- und Kreditkarten, und die Marke, die sie zusammenfasst, ist dieselbe.

Der Handelsname eines Produkts stimmt nicht immer mit der Natur des Geldes überein, das es bewegt. Eine Karte mit dem Mastercard-Logo kann sofort vom Girokonto abbuchen oder eine Finanzierungslinie von dreißig Tagen eröffnen. Was sich ändert, ist nicht die Anzahl der Ziffern: Es ist die Herkunft des Saldos.

Debit und Kredit: Der Unterschied liegt im Saldo, nicht in den Ziffern

Mit einer Debitkarte verfügt man über das Geld, das bereits auf dem Konto ist. Mit einer Kreditkarte gibt man unabhängig vom Kontostand aus, bis die Abrechnung fällig ist. Das ist die eigentliche Achse der Unterscheidung, nicht das Zählen der Ziffern auf der Vorderseite. Solange der verfügbare Saldo den Betrag deckt, verhält sich das Terminal für den Karteninhaber identisch; der Unterschied zeigt sich später auf dem Kontoauszug.

Die praktische Folge: Die Anzahl der Ziffern ist weder ein Alarmsignal noch ein Hinweis auf irgendetwas. Sie dient zur Identifizierung des Netzwerks und des Herausgebers: Die ersten Ziffern der Nummer identifizieren den Betreiber und die Bank, und die ersten sechs bilden die BIN, die Bank Identification Number. Die letzte Ziffer wird aus den übrigen berechnet – eine Prüfziffer, die Eingabefehler erkennt.



Damit ist die Sache erledigt, im Bereich der technischen Identifizierung. Niemand hat bisher eine Regel gefunden, mit der man den Kartentyp durch Zählen von Ziffern erraten kann, und wer eine sucht, wird weiter vergeblich zählen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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