Captagon, Pervitin und Bilsenkraut: Die Drogen, die der Krieg auf die Probe stellte
Keine Pille macht einen Mann unsterblich, aber einige haben dazu verholfen, feindliches Feuer zu ertragen, ohne dass der Finger zittert. Die Grundfrage ist, welche die beste Kampfdroge wäre – verstanden als die Substanz, die es ermöglicht, unter Beschuss ruhig zu bleiben und den Puls unter Kontrolle zu halten –, wobei langfristige Gesundheitsschäden außer Acht gelassen werden. Die Antwort, die sich abzeichnet, ist nicht ein einzelnes Molekül, sondern ein Katalog, der vom Militärlabor bis zum Schützengrabengebräu reicht.
Die erste Übereinstimmung ist Captagon, die Substanz, die immer wieder als Synonym für den unermüdlichen Kämpfer genannt wird. Nicht weit dahinter steht Pervitin, ein weiterer Name auf der Liste der Kampfstimulanzien. Keine von beiden löst jedoch das zentrale Problem: durchzuhalten, ohne dass der Puls verrücktspielt und ohne zur Gefahr für die eigenen Leute zu werden.
Welche ist die meistgenannte Kampfdroge? Captagon und Amphetamine
Auf die Frage nach der Referenzsubstanz wiederholt sich die Antwort: Captagon. Und dahinter taucht die ganze Amphetamin-Familie auf, die als Sammelbecken dient. Manche empfehlen direkt Estimulante ilegal, ohne Umschweife, für alle, die in den Krieg ziehen müssen. Andere setzen auf Methamphetamin und, so berichtet ein Forenuser, ein Gramm sei für etwa 25 Euro zu kaufen und die nötigen Dosen seien bis zu zehnmal geringer als die von Kokain, was es billig und stark mache.
Kokain schneidet schlecht ab. Die am häufigsten geteilte Erfahrung ist die vom Tag danach: Laut einem Forenuser hinterlässt es ein Wrack, mit Katern, die tagelang anhalten. Dagegen wird MDMA wegen seiner Dauer verteidigt und weil, so heißt es, der Kater verschwindet; der Preis dafür ist angesammelte Müdigkeit. Jeder wählt seine Rechnung.
Das Bilsenkraut der Berserker und Skopolamin
Abseits der Laborschemie gibt es einen historischen Weg. Krieger, die halbnackt, nur mit Fellen bedeckt, kämpften, wurden für ihre Gewalt berühmt und weil sie keinen Schmerz zu spüren schienen. Hinter diesem Verhalten, so die gängige Hypothese, stehe der Konsum einer halluzinogenen Pflanze namens Schwarzes Bilsenkraut oder Wahnsinnskraut, reich an Hyoscyamin und Skopolamin.
Es ist eine ähnliche Logik wie bei Beruhigungsmitteln: Wenn du jemanden suchst, der beim Schießen nicht mit der Wimper zuckt, erinnern sich manche an Sniper Wolf, die Schützin aus einem Videospiel, die Diazepam nahm. In der Fiktion macht die Pille die Figur.
Das eigentliche Problem: Amphetamin, Sekundenschlaf und der zitternde Puls
Hier bricht die Fantasie. Betäubt sein und einen guten Puls haben passen nicht zusammen, und wie ein Forenuser zusammenfasst, will kein Kommandeur betrunkene oder suizidale Soldaten. Stimulanzien halten wach, ja, aber der Körper zahlt den Preis und der Absturz kommt in Form von Sekundenschlaf: Wer zwei Tage lang nur ein paar Stunden geschlafen hat, verhält sich unberechenbar und schläft im Gehen ein. Adrenalin ist nicht unendlich: Selbst bei stärkstem Schmerz ist seine Wirkung in wenigen Minuten erschöpft.
Das scherzhaft skizzierte Rezept – Stimulans fürs Nervensystem, Kokain zum Vergnügen, Testosteron, Benzodiazepine für den Puls, Schmerzmittel nach Belieben und Heroin zum Schlafen – zerstört sich selbst: Derselbe Wirkstoff, der das Zittern nimmt, schaltet die Reaktion aus. Wer es in einer Kampfzone erlebt hat, fasst es ohne Pathos zusammen: Um bei der Wache nicht einzuschlafen, reichen starke Koffeinkaugummis. Die Kriegschemie ist in der Praxis bescheidener als die Legende.
Das Haschisch der Assassinen und der Schützengrabenalkohol
Es gibt eine Episode, die als Präzedenzfall zitiert wird: Die Assassinen im Dienst von Hassan-i Sabbah erhielten vor der Mission einen Haschischrausch, eine Form der Suggestion mit dem versprochenen Paradies. Nach dem Ritual waren sie voreingenommen, nicht unbedingt berauscht, und führten das Ziel aus, auch wenn die Wachen sie töteten. Skopolamin, Haschisch, Bilsenkraut: Die Geschichte häuft Methoden an, um die Angst auszuschalten.
Der andere Klassiker ist Alkohol. Anís de Cazalla in einem Zug, Met in Strömen aus einem Horn getrunken oder der Saltaparapetos aus dem Bürgerkrieg, von dem es hieß, mit zwei Gläsern esse man jeden auf, den man einem vorsetzt. Keiner dieser Wege löst das Pulsproblem präzise, aber alle erfüllen dieselbe Funktion: die Stimmung heben und das Risikobewusstsein senken.
Die Sache endet, wo solche Themen meist enden: mit erschöpftem Katalog und einer Antwort, die durch die Finger rinnt. Jemand schlägt Hass vor, seit Jahrtausenden mit hervorragenden Ergebnissen erprobt. Ein anderer Musik. Noch einer einfach Zucker. Und manche schwören auf die Liebe. Keine davon ist für 25 Euro pro Gramm zu kaufen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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