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Kaffee mit zwei Porras für 3 €: Das Café-Frühstück in Spanien wird zum Luxus
Ein Kaffee mit zwei Porras kostet 3 €, während die geschätzten tatsächlichen Kosten unter 1,15 € liegen: Die Frühstücksinflation in spanischen Cafés zehrt am Geldbeutel.
Ein Kaffee mit zwei Porras kostet jetzt 3 €: Das Café-Frühstück explodiert
Drei Euro für einen Kaffee und zwei Porras. Die Rechnung klingt nach Flughafen und stammt aus einem Viertelcafé. In einer dieser Bars kostete eine einzelne Porra 1 € – das heißt nichts anderes, als dass das bescheidenste Frühstück der spanischen Gastronomie inzwischen wie eine volle Mahlzeit abgerechnet wird. Kontraintuitiv ist nicht der Preis, sondern dass die geschätzten Kosten der Zutaten – zuzüglich des anteiligen Stroms, der Miete und des Personals – nicht einmal einen Euro erreichen. Kaffee mit zwei Porras ist zum ehrlichsten Thermometer der Inflation geworden, und das Thermometer zeigt Fieber.
Was das Frühstück im Café heute kostet
Die Rechnungsliste ist lang, und keine davon ist eine statistische Ausnahme. Ein typisches Frühstück kostet in vielen Lokalen mindestens 3,20 €, und wenn der Kunde sich einen Mollete mit Schinken gönnt, liegt die Rechnung bei 5,40 €. In einem Viertelcafé, fern vom Zentrum und vom Tourismus, wurden ein Kaffee und zwei Churros – nicht einmal Porras – mit 3,30 € berechnet. Die Gastronomie in Premium-Lagen spielt in einer anderen Liga: Milchkaffee für 4,95 €, ein Tortel für 4,50 € und ein Glas Milch für 3 €, wofür man zum Supermarktpreis zwölf Gläser bekäme.
Es gibt Beispiele, die jede Skala sprengen. Ein Stück Tortilla vom Vortag mit einer Coca-Cola: 7,20 €. Ein Kaffee und ein Spontankauf-Tiramisu: 5,40 €. Das Muster wiederholt sich: Das Frühstück ist zum Posten geworden, über den der Gastronom einholt, was er auf anderen Teilen der Karte nicht erhöhen kann.
Die realen Kosten: 1,15 € gegenüber 3 €
Die Aufschlüsselung Posten für Posten – Markendrink, Brot, Olivenöl, Schinken, Strom und Abschreibung des Toasters, zuzüglich geschätzter Personalkosten pro Kunde – ergibt eine Endsumme von 1,15 €. Eine noch aggressivere Schätzung behauptet, dass ein Kaffee mit einer Toastscheibe nicht einmal 20 Cent direkte Kosten verursacht. Mit dieser Rechnung stammt ein guter Teil der Frühstücksmarge aus der fehlenden ermäßigten Mehrwertsteuer auf alkoholische Getränke, die den Rest des Geschäfts ausgleichen.
Demgegenüber steht das Argument von der anderen Seite der Theke: explodierte Gewerbemieten in Madrid und Touristengebieten, mehr als verdoppelte Sozialabgaben für Selbstständige, höhere Einkommensteuer und Rohstoffe jenseits jeder Grenze. Das Fazit derer, die eine Bar führen: Ihre Preise haben sich in fünf Jahren mehr als verdoppelt, weil sich vorher alles andere verdoppelt hat. Das Fazit derer, die zahlen: Ein Produkt, dessen Kosten unter einem Euro liegen, sollte sich auf der anderen Seite der Theke nicht verdreifachen.
Die, die inzwischen aus der Brotdose frühstücken
Die unbequemste Reaktion der Branche gegenüber ist nicht die Beschwerde, sondern die Abkehr. Manche kaufen im Supermarkt ein und frühstücken im Auto, bei Kosten von höchstens 0,40 € gegenüber 3-4 € im Café. Und manche haben aus der Beschwerde ein Geschäft gemacht: hausgemachte Porras und Kaffee aus der Thermoskanne per Fahrrad für 2,20 €, mit 25 Frühstücksauslieferungen täglich in einem Gewerbegebiet, und Schinken-Käse-Sandwiches für 4,50 € in einem Madrider Park mit 30 bis 40 Verkäufen pro Nachmittag.
Die Rechnung ist schonungslos, und ihre Folge ebenso: Wenn der Schwund der Kunden anhält, schließt das Viertelcafé. Nicht aus Ideologie und nicht wegen eines Boykotts, sondern weil die Marge eines Frühstücks ein Lokal nicht trägt, das den Rest des Tages leer bleibt.
Wie lange dauert es noch, bis der Kaffee mit zwei Porras keine Gewohnheit mehr ist und zum Wochenend-Genuss wird?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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