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Junior Eurovision: TVE überträgt den Wettbewerb ohne Russland und Israel
TVE überträgt den Junior Eurovision an diesem Samstag ohne Russland und Israel. Spanien tritt mit einem Kandidaten an, der gut sang und die 12 Punkte aus Malta erhielt.
Junior Eurovision kehrt zur TVE zurück – mit weniger Ländern und derselben Erwachsenen-Show
Die erste Ausgabe des Kinderwettbewerbs, die am Samstagabend auf La 1 übertragen wird, kommt mit einer kürzeren Länderliste als üblich daher. Es gibt keine Vertretung aus Russland oder Israel, eine Abwesenheit, die sich in einer deutlich kleineren Teilnehmerliste zeigt als beim Erwachsenen-Wettbewerb. Spanien tritt durchaus an, mit einem Jungen, der Musik studiert und der, laut dem Bericht des Abends, sauber singt und einen eingängigen Refrain präsentiert.
Das Format ähnelt nicht mehr dem, was es einmal war. Songs im Parchís-Stil sind Geschichte: Kinder betreten heute die Bühne mit Produktionen für Erwachsene, Erwachsenen-Kostümen und Erwachsenen-Choreografien. Der Vergleich mit dem großen Wettbewerb ist keine Kneipen-Übertreibung, sondern eine wörtliche Beschreibung dessen, was auf dem Bildschirm zu sehen ist.
Wer singt und wer fehlt in der Startliste 2025
Ein Song-für-Song-Überblick zeigt eine ungleiche Landkarte. Die Niederlande wirken fad, Montezaino und Polen singen schief, Malta liefert genau das, was man von einem Kinderwettbewerb erwartet, und Albanien kommt schwungvoll und festivaltauglich daher. Nordmazedonien ist bei einem Teil des Publikums wegen des Refrains der Favorit, auch wenn es auf niemandes Wiedergabeliste gelangt ist.
Die Abwesenheit Russlands und Israels wird in Gesprächen als Grund dafür gedeutet, dass Spanien in diesem Jahr – anders als beim Erwachsenen-Wettbewerb – doch einen Beitrag geschickt hat. Es ist eine umlaufende Hypothese, kein von den Veranstaltern bestätigtes Fakt.
Die Bühne, die Regie und die Störungen im Signal
Die Inszenierung lädt die Bühne so auf, dass sie wie ein Karussell wirkt, und die Regie übertreibt mit einem Aufwand, der weniger Kunstfertigkeit verlangt hätte. Manche erkennen Störungen im Signal von La 1 und wissen nicht, ob sie ihre eigene Antenne oder die Ausstrahlung dafür verantwortlich machen sollen. Das Detail ist unwichtig und sagt doch alles: Der typische Zuschauer dieses Formats ist kaum ein Stammzuschauer des ersten Programms.
Die Moderatorin, die auch singt und das gut macht, ist dunkelhäutig. Der Hinweis dient dazu, den ersten Eindruck zu korrigieren, die Startliste sei homogen gewesen: In früheren Ausgaben gab es durchaus Vielfalt auf der Bühne, darunter eine Gewinnerin. Die Deutung, der Wettbewerb sei zu einer monochromen Parade geworden, zerfällt beim ersten überprüften Fakt.
Spanien unter den Besten – inklusive Zuruf
Der spanische Kandidat studiert Musik, sang gut und sein Song ist gar nicht schlecht. Man hört ihn etwas zu tief Luft holen, aber das Ganze hält stand. Der umstrittene Moment kam mit einem „¡que viva España!" („Es lebe Spanien"), das ihm im aktuellen Klima so manche Bezeichnung in den sozialen Medien einbringen wird. Malta vergab 12 Punkte an Spanien, ein jurymäßiger Rückenwind, der den Kandidaten in den oberen Tabellenbereich platziert.
Der Wettbewerb ist zu einem unbequemen Spiegel des Erwachsenen-Wettbewerbs geworden. Dieselbe Paraphernalia, dieselben Codes, dieselben Kinder, die als vorzeitig professionelle Akteure auftreten. Die Frage, die in der Luft bleibt, ist nicht, wer heute Abend gewinnt, sondern wie lange es dauert, bis jemand fragt, wozu dieses Format eigentlich dient.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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