Jordi Wild, 40 und kinderlos: die Debatte unter Content-Creators

Jordi Wild, 40 Jahre alt und kinderlos, entfacht die Debatte über Elternschaft neu: finanzielles Risiko, Milliardenscheidungen und eine Blase kinderloser Creator.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Jordi Wild, 40 und kinderlos: Elternschaft als Luxus oder Falle

Kann ein 40-jähriger Mann mit Geld und Ruhm ohne Kinder wirklich glücklich sein? Diese Frage zieht sich durch die Kontroverse, die Jordi Wilds Bemerkung über Fernanflo, einen weiteren Content-Creator des digitalen Ökosystems, ausgelöst hat. Wild, der über vierzig ist und keine Kinder hat, ist zum Mittelpunkt einer Diskussion geworden, die Haushaltsökonomie, Scheidungsrisiko und Lebensstil vermischt. Auf der anderen Seite des Grabens stehen diejenigen, die Elternschaft für die einzig mögliche Form der Reife halten.

Der Kommentar, der alles auslöste

Die Diskussion beginnt, als Jordi Wild sich über Fernanflo äußert. Wild wird eine besondere persönliche Situation zugeschrieben: genug Geld, seit 20 Jahren eine Partnerin und keine Absicht, Vater zu werden. Da beginnt der Streit. Manche lesen es als Unreife, manche als rationale Entscheidung, und andere behaupten, Geld mache alles möglich – sogar warten bis 60.

Interessant ist nicht der Scherz, sondern was er offenlegt. Wilds Umfeld wird als kinderlose Blase dargestellt: Auch seine Mitarbeiter, Freunde und Größen aus der Gaming-Szene sind keine Väter. Die Ausnahme bestätigt die Regel. Diese Isolation, so manche Analysen, erkläre, warum Elternschaft als etwas Fremdes, fast Feindliches wahrgenommen wird.

Die finanziellen Kosten der Vaterschaft

Der zweite Teil der Analyse ist rein ökonomisch. Kinder auf dem klassischen Weg zu bekommen wird als garantiertes Fiasko beschrieben, falls die Beziehung zerbricht. Man muss nicht nur an schmale Geldbeutel denken: Die Scheidungen von Jeff Bezos und Bill Gates werden als Beispiel dafür zitiert, dass selbst Milliardärsvermögen der Aufteilung nicht entgehen. Die kursierende Schlussfolgerung ist hart: Die Vaterschaft ruiniert nicht nur diejenigen ohne Mittel.

Darauf antworten manche mit einem anderen Taschenrechner: Ist das Vermögen groß, seien Kinder kein Problem, und mit 60 sei es noch nicht zu spät. Das Alter, so heißt es, sei für die Mutter wichtiger als für den Vater, und die Unterstützung der Familie wiege genauso viel wie das Bankkonto.

Das Tabu, nach Kindern zu fragen

Das Thema hat eine unbequeme Kante: Jemanden mit Geld zu fragen, warum er keine Kinder hat, kann schlecht enden. Eine der Geschichten, die in der Diskussion kursieren, illustriert das: Ein Mann mit geerbtem Vermögen, einer 13 Jahre jüngeren Freundin und einem sorglosen Leben brach den Kontakt zu einem Freund ab, der das Thema ansprach. Die Anekdote, mit halbem Lächeln erzählt, birgt den Kern der Sache: Die Entscheidung gegen Kinder ist zu einer Identität geworden, nicht mehr zu einer bloßen logistischen Wahl.

Während manche in der Elternschaft die einzig mögliche Reife sehen, rechnen andere aus, dass man mit 60 noch Zeit hat. Die Antwort hängt, wie fast immer, vom Bankkonto ab. Oder von dem, was nach der Scheidung übrig bleibt.


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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (63 Antworten).

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