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Jarre kündigt Tournee mit fast 80 an – sein Porträt weckt Zweifel
Jean-Michel Jarre kündigt mit fast 80 Jahren eine Tournee und eine Neuauflage von Oxygène an, doch sein Promo-Porträt löst den Verdacht auf KI-Retusche aus.
Jean-Michel Jarre kündigt mit fast 80 Jahren eine Tournee und neues Material an, und diskutiert wird nicht die Musik, sondern sein Gesicht. Das Promo-Bild zur Ankündigung – ein Porträt mit glatter Haut, ohne graue Haare und mit einem Ausdruck, der an Tony Stark erinnert, vermischt mit einem altmodischen Bildhauer – hat den Verdacht geweckt, dass dort ein Algorithmus Hand angelegt hat. Der französische Musiker, der laut den Beiträgen im Thread fast 80 ist, genießt seit Jahrzehnten den Ruf, verdächtig gut erhalten zu sein, doch diesmal meinen manche, die Retusche sei über das Ziel hinausgeschossen.
Die Tournee-Ankündigung und das Album zum 50. Jubiläum
Auslöser war ein Tweet von Jarre selbst: „OXYGENE & BEYOND. Big news coming tomorrow“, mit Link zur Mailingliste. Dahinter zeichnet sich eine neue Edition von Oxygène ab, dem 1976 erschienenen Album, das in diesem Jahr 50 wird – allerdings enthält die angekündigte Version laut einem Teilnehmer kein unveröffentlichtes Material, was so manchen kaltgelassen hat. Der Künstler hält ein bemerkenswertes Veröffentlichungstempo – Electronica, Amazonia und weitere Projekte – und fügt nun eine Tournee mit fast 80 Jahren hinzu, wörtlich gemeint.
Die Frage, die im Raum steht: Ist das Porträt echt? Manche haben Dutzende Fotos im Netz durchgesehen und behaupten, ja, so sehe er wirklich aus. Andere erinnern daran, dass er live vor dreißig Jahren schon so alt aussah wie heute. Die Genetik spiele ihm in die Karten, räumen sie ein, aber die grauen Haare aus dem Foto zu retuschieren sei etwas anderes.
Von Oxygène zum Gesicht des Streits
Die Vita hilft, die Aufregung zu verstehen. Oxygène und Equinoxe definierten die Elektronikmusik der Siebziger; das Cover des letzteren, vom französischen Illustrator Michel Granger, zeigte Reihen identischer Figuren mit Ferngläsern, fast Marsmenschen, und Granger signierte auch das Oxygène-Cover, auf dem sich die Erde wie eine Frucht schält. Der Vater, Maurice Jarre, gewann drei Oscars für die beste Filmmusik, alle für Filme von David Lean: Lawrence von Arabien, Doktor Schiwago und Reise nach Indien.
Mit diesem Hintergrund drehte sich das Gespräch schnell um sein Aussehen. Der Vergleich mit Robert Redford, der gut gealtert ist, aber mit sichtbaren Falten, dient als Kontrast: Hier gibt es keine Furchen. Und der Schatten der KI liegt über jedem professionellen Porträt, so sehr, dass bereits gewitzelt wird, auf LinkedIn gebe es keine einzige unbehandelte Foto mehr.
Das Alter als Geschäft und ein Katalog, der nicht erschöpft
Der wirtschaftliche Hintergrund ist der übliche: ein langlebiger Künstler, der seinen Katalog ausreizt. Die Neuauflage zum 50. Jubiläum ohne unveröffentlichtes Material nährt die These derer, die mehr Marketing als Musik sehen. Die Tournee in diesem Alter ist zugleich eine körperliche Leistung und eine kommerzielle Operation. Am Vermächtnis zweifelt niemand; wohl aber an der Verpackung.
Bleibt die berechtigte Frage: retuschiertes Foto oder gute Gene? Die verfügbaren Hinweise deuten beim Porträt auf Ersteres, bei der Person auf Letzteres. Mit fast 80 Jahren gibt Jarre weiterhin Konzerte und verkauft Nostalgie. Nur wissen wir nicht, wie viel von diesem Gesicht die nächste Pressemitteilung überleben wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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