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Israel: Höheres BIP als Deutschland trotz US-Hilfe
Israels Pro-Kopf-BIP übersteigt nun das deutsche und ist doppelt so hoch wie das saudische, wobei 150 Milliarden Dollar an US-Hilfe eine zentrale Rolle spielen.
Warum steigt der Lebensstandard in Israel schneller als in Deutschland?
Ein junger Mann ohne Abschluss erhält Angebote von 3.000 Euro ohne Erfahrung und landet schließlich bei Intel, nur weil es näher an seinem Wohnort liegt. Diese kleine Anekdote wirft eine unbequeme Frage auf: Wie hat sich ein Land mit 9,73 Millionen Einwohnern in die Liga der wohlhabenden Volkswirtschaften katapultiert? In den Vergleichen tauchen drei Zahlen immer wieder auf: ein Pro-Kopf-Einkommen von etwa 24.000, eine Mehrwertsteuer von 17 % und eine Steuerlast von 32 %. Der Streit dreht sich nicht um das Ergebnis – der Lebensstandard steigt –, sondern darum, wer die Rechnung zahlt und wer den Erfolg für sich beansprucht.
Warum übersteigt Israels Pro-Kopf-BIP das deutsche?
Die Zahl, die Skeptiker verwirrt, ist, dass Israel bereits jetzt ein höheres Pro-Kopf-BIP als Deutschland aufweist und das saudische verdoppelt. Die Bevölkerungsdaten unterstreichen dies: Über 7,14 Millionen Nnnn leben in einem Gesamtstaat von 9,73 Millionen Einwohnern. Das Bild, das zur Zusammenfassung dient, ist eindringlich: Mehr Einwohner als Portugal auf einer Fläche, die der Provinz Badajoz entspricht, umgeben von Wüste und feindlichen Nachbarn an jeder Grenze.
Auch die technologische Erklärung ist kein Geheimnis. Wenn Unternehmen um dieselben Profile konkurrieren und die Arbeitsmobilität extrem hoch ist, treiben die Gehälter der Besten die gesamte Skala nach oben. Hinzu kommt eine staatlich geförderte Investition in Forschung und Entwicklung sowie ein Ökosystem, in dem Patentanmeldungen Routine sind: Die Golfstaaten haben reichlich Geld, produzieren aber kaum Patente.
Wie viel Geld hat Israel von den USA erhalten?
Die andere Seite der Debatte stützt sich auf eine Zahl, die die kritischere These vertritt: 150 Milliarden Dollar direkte US-Hilfe. Zu diesem Betrag kommen laut dieser These Kredite, die nicht durch den Kongress gehen, Technologietransfers und diplomatische Unterstützung. Es wird auch daran erinnert, dass China mehr Technologietransfers erhalten hat als Israel, um die Bedeutung des Arguments zu relativieren. Auf der anderen Seite wird argumentiert, dass diese Abhängigkeit eine Hypothek ist: Würde Washington die Struktur nicht mehr stützen, würde das Modell ins Wanken geraten.
Was erklärt das hohe Lohnniveau in der israelischen Tech-Branche?
Die bestbezahlten Sektoren sind jene, die am meisten Kapital bewegen, und dort fließt Finanzierung auffällig leicht. Zudem hat ein Teil der russischen Tech-Branche aufgrund der Sanktionen gegen Russland Kurs auf Israel genommen, was den Wettbewerb um Talente verschärft. Ein Augenzeugenbericht beschreibt den Unterschied anders: Wer einige Jahre an einer israelischen Universität arbeitete, erinnert sich, dass die Verwaltung ihn bei allem unterstützte, während er nach seiner Rückkehr nach Spanien auf eine Universitätsverwaltung traf, die genau umgekehrt funktioniert und der es gleichgültig ist, [Idie Institution zu ruinieren[/I].
Interne Netzwerke, Eigenlob und die Version, die niemand glaubt
Hier bricht die meritokratische Erzählung zusammen. Ein Teil der Analyse behauptet, dass Verdienst allein nicht alles erklärt: Es sei die Rede von geschlossenen Netzwerken gegenseitiger Hilfe, Chancen, die innerhalb der eigenen Gruppe zirkulieren, und einem Medienökosystem, das nur die positiven Aspekte hervorhebt, einschließlich der Häufung von Nobelpreisen. Die angeführte Anekdote ist alltäglich: Ein Hausbesitzer, der selbst Baumaterialien im Transporter holte und für die Renovierung jemanden aus seinem Umfeld engagierte.
Dem werden akademische und unternehmerische Rankings entgegengehalten, in denen dieses Gewicht unverhältnismäßig erscheint. Vorwürfe der Medienkontrolle kursieren ohne weitere Belege als Gerüchte.
Subventionierte Orthodoxe: Der blinde Fleck des Modells
Das System hat seine eigene interne Ausnahme. Die ultraorthodoxe Minderheit ist vom Wehrdienst befreit und erhält erhebliche Privilegien, darunter eine staatlich finanzierte religiöse Bildung und ein anderes Ausbildungsprogramm als der Rest. Dieses Arrangement wurde von linken, rechten und anti-Netanyahu-Regierungen gleichermaßen aufrechterhalten, wie in der Diskussion dargelegt wird. Hinzu kommt ein öffentliches Programm für Fruchtbarkeit und IVF, das auch gleichgeschlechtlichen Paaren und alleinstehenden Müttern offensteht. Meritokratie ja, aber mit ganzen Kapiteln daneben.
Sicherheit und Demografie: Der Faktor, der nicht in die Kalkulation passt
Es bleibt das Kapitel, das keine Statistik erfasst: die Verteidigung. Ein Teil der Debatte behauptet, dass das Land an vorderster Front lebt und dass sein demografisches Umfeld jede Berechnung beeinflusst. Es werden Episoden wie die Märsche zu den Golanhöhen 2011, die in einem Minenfeld gestoppt wurden, und Versuche, 2016 die Grenze vom Gazastreifen aus zu überqueren, angeführt. Mit solchen Hintergründen sind Sicherheitsausgaben keine Ermessenssache, und das Wachstum basiert auf permanenter Spannung.
Genau hier stockt die Analyse. Keine der Seiten hat eine Buchführung vorgelegt, die klar trennt, welcher Anteil des Sprungs auf Verdienst, welcher auf externe Hilfe und welcher auf interne Netzwerke zurückzuführen ist. Und der junge Mann fährt weiterhin zur Arbeit in der Nähe seines Hauses.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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