Ingenieur Omar Suárez baut das effizienteste Haus der Welt

Der Ingenieur Omar Suárez hat in Asturien (Spanien) ein Wohnhaus gebaut, das seit 6 Jahren ohne Stromanschluss und ohne Brennstoffe auskommt. Sein System nutzt Mikrobeton und niedrige Enthalpie.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Omar Suárez, Industrieningenieur der Universidad de Oviedo und Gründer von Sunthalpy, hat in Asturien ein Haus gebaut, das seit 6 Jahren vom Stromnetz getrennt ist, ohne etwas zu verbrennen. Das System basiert auf niedriger Enthalpie, Wärmepumpen und einem supraleitenden Mikrobeton, der von der Decke aus heizt und kühlt.

Es gibt ein Haus in Asturien, das keine Stromrechnung zahlt. Auch keine Gasrechnung. Das ist schon seit **6 Jahren** so, getrennt vom Stromnetz, und es verbrennt absolut nichts, um sich zu heizen. Dahinter steht **Omar Suárez**, Industrieningenieur der Universidad de Oviedo, Erfinder und Gründer von **Sunthalpy**, der nach **22 Jahren** in der Automobil- und Feuerfestmaterialbranche beschloss, sein Wissen über Wärmeleitung auf das Wohnen anzuwenden.

## Niedrige Enthalpie: der Temperatursprung, der alles verändert

Der Schlüssel liegt in einem Konzept, das technisch klingt, aber schnell zu verstehen ist: Die Enthalpie misst die Energie, die ein Fluid trägt. Je größer der Temperatursprung zwischen dem, was heizt, und dem, was geheizt werden soll, desto mehr Energie wird verschwendet. Niedrige Enthalpie verfolgt das Gegenteil: Wärme mit kleinen Differenzen zu bewegen – und dort arbeiten Wärmepumpen deutlich effizienter.

Suárez hat einen **supraleitenden Mikrobeton** entwickelt, der Wärme fast wie Eisen leitet. Dieses Material ermöglicht es, Wärme oder Kälte über große Flächen bei niedriger Temperatur zu transportieren, ohne die Spitzen, die den Verbrauch in die Höhe treiben. Das Haus funktioniert wie ein Wärmespeicher: Das gesamte Gebäude speichert und verteilt, statt auf einen Kessel zurückzugreifen.

## Vom Heizkörper zur Decke: warum der Kopf im Winter schmerzt

Ein herkömmlicher Heizkörper, so Suárez, ist eigentlich ein Konvektor: Er erwärmt die Luft, die Luft steigt auf, sammelt sich oben und trocknet die Raumluft aus. Das erklärt das Gefühl eines schweren Kopfes im Winter. Echte Strahlungswärme heizt Flächen und Menschen, nicht die Luft.

Sein Vorschlag: Heizen und Kühlen von der Decke, als hätte man die Sonne im Haus, mit Paneelen, die in Gipskarton und Decke integriert sind. Das System **Sunthaldress** versteckt den Heizkörper im Bau. Es gibt auch eine Version zur Sanierung bestehender Häuser ohne große Bauarbeiten. Und die Photovoltaikmodule werden gekühlt, sodass sie gleichzeitig Strom und Wärme liefern.

## Die Zahlen: von 3.500 € auf 100 € pro Jahr

Die Zahlen des Unternehmens sprechen von einem **COP von 5 bis 12**, das heißt: Pro verbrauchter Einheit Strom werden 5 bis 12 Einheiten Wärme bewegt. In einem alten Haus sinken die Jahreskosten von rund **3.500 €** auf rund **100 €**. Die Rohre sind **50 Jahre** garantiert. Im 25-Jahres-Vergleich mit Gas und Luft-Wasser-Wärmepumpen will die Erfindung haushoch gewinnen.

Sunthalpy besitzt **zwei Patente im Wert von mehr als 50 Millionen**. Eine solche Erfindung zu patentieren ist weder billig noch schnell, und der Gründer selbst erzählt es als Teil des Weges. Seine grundsätzliche Überlegung ist unbequem: Ein Unternehmen, das Energie verkauft, hat kein Interesse daran, dass man sie spart.

Vorsicht: Jede Investitionsentscheidung im Bereich Energieeffizienz sollte mit einem qualifizierten Installateur und mit den konkreten Zahlen des jeweiligen Gebäudes geprüft werden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

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