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Incels gegen spanische Frauen: teurer, irrationaler Hass
Der Incel-Hass auf spanische Frauen vermischt Frustration, 'Ich-bin-doch-was'-Denken und das spanische VioGen-Gesetz. Eine Analyse, die das Diskursgebäude mit seinen eigenen Widersprüchen zerlegt.
Incel-Hass auf spanische Frauen: ein Phänomen, das die Daten widerlegen
Dass ein Teil junger Männer seine Frustration an spanischen Frauen auslässt, ist ein alter Klassiker. Neu ist, dass das Argument als ökonomische Analyse daherkommt: überzogene Erwartungen, 'Ich-bin-doch-was'-Denken, angeblich unfaire Privilegien. Das Problem: Die These widerlegt sich von selbst, und selbst ihre Verfechter widersprechen sich am Ende.
Ressentiment, das sich als Gesellschaftsdiagnose verkleidet
Die zentrale Klage des Incel-Diskurses lautet, der Durchschnittsmann sei unsichtbar geworden: "Wenn du eine Fünf bist, existierst du für 99 Prozent der Frauen nicht." Daraus ergeben sich die Listen unmöglicher Bedingungen —Social Media, Berufserfolg, dass er nicht mal ein Ei braten kann—. Ein Katalog von Kränkungen, den manche mit einer Bemerkung krönen: Geben wir Alfredo Landas Filmen die Schuld, die den Spanier in seiner eigenen Vorstellung geschrumpft haben.
Dagegen halten manche, das Problem seien nicht die Frauen, sondern die Unfähigkeit, Niederlagen zu akzeptieren. Die Skala von 1 bis 10, angewandt auf Menschen, ist an sich schon ein billiger Weg, sich nicht eingestehen zu müssen, dass sich menschliche Beziehungen nicht mit Punktzahlen lösen lassen.
Das VioGen-Gesetz, der perfekte Sündenbock
Auf der politischen Seite erscheint das VioGen-Gesetz (Spaniens Rahmengesetz gegen geschlechtsspezifische Gewalt). Der Prozess, der 2004 zum umfassenden Gesetz führte, begann 1998, und ein Teil des Incel-Erzähls liest das als offizielle Kriminalisierung des spanischen Mannes. Das Gespräch verlässt dann die Soziologie und verlagert sich in den Kulturkampf, wo die Daten nur stören. Es ist egal, dass das Gesetz auf Gewalt in Paarbeziehungen zielt: Der Opferanspruch macht daraus eine globale Offensive gegen das Männliche.
Der wirtschaftliche Preis der Frustration
Die wirtschaftlichen Folgen existieren, auch wenn sie ignoriert werden. Unerwünschte Einsamkeit, spätes Ausziehen, Paare, die sich nie bilden: All das belastet die Geburtenrate, die in Spanien bereits zu den niedrigsten des Kontinents gehört. Unterdessen behebt die von einem Teil des Diskurses vorgeschlagene Lösung —die ausländische Frau idealisieren, die eigene verachten— das demografische Ungleichgewicht nicht: es zementiert es.
Das Aufschlussreichste am Incel-Hass ist seine Hartnäckigkeit. Wären spanische Frauen wirklich so verachtenswert, würde nicht so viel Energie darauf verwendet, das zu beweisen. Der Groll verrät eine Abhängigkeit, die kein Katalog von Anforderungen verbergen kann.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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