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In der Madrider Metro beschimpft, weil er den Crash vorhersagt
Ein Mitglied einer Online-Wirtschaftsgemeinschaft wurde wegen seiner Prognosen ausgebuht. Der Vorfall zeigt, wie lächerlich die Propheten des Zusammenbruchs und ihre Mythologie gemacht werden.
Der Prophet des Immobilien-Crashs und sein Kreuzzug in der Metro
Ein Mitglied einer digitalen Gemeinschaft, die sich mit den Auswüchsen des Immobilienmarkts befasst, erlebte diese Woche eine unangenehme Szene in der Metro. Während er auf seinem Handy die Neuigkeiten seiner Gruppe las, wurde er von einem anderen Fahrgast erkannt. Das Ergebnis: Beschimpfungen und vorwurfsvolle Blicke. Statt einzuknicken, stand er auf und rief einen seiner Kultussätze: „Es wird Oktober sein, wir sind alle verdammt!“.
Kassandra gegen den Rest des Waggons
Die Reaktion im eigenen Kreis fiel nicht bedingungslos zustimmend aus. Ein Gesinnungsgenosse erwiderte mit der Seligpreisung „Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt werdet“. Die meisten wählten jedoch den Spott: „null von zehn“ lautete die Note eines Skeptikers; ein anderer meinte, der wahre sichere Hafen sei ein Bankschließfach, und wieder einer träumte davon, sich in eine Filiale zurückzuziehen, um dort ohne Zeugen derselben Fixierung nachzugehen.
Der scheinbar banale Vorfall spiegelt die Spannungen einer Gruppe wider, die sich selbst als Kassandra sieht und die von allen anderen als Fanatiker wahrgenommen wird. Während sie auf eine Korrektur warten, die einfach nicht kommt, machen sie aus dem Warten eine Identität. Und die Metro, Schauplatz der Demütigung, wird zum Altar. Wenn das nächste Mal jemand im Waggon ruft, wird es kein Verrückter sein, sondern ein Prophet mit leuchtendem Handy.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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