IKEA-Hausgeräte: Wer sie herstellt und was Besitzer berichten

Käufer identifizieren Whirlpool als Hersteller einiger IKEA-Geräte. Ein Geschirrspüler ab 299 €, fünf Jahre Garantie und weiterhin Zweifel an der Marke.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

IKEA-Hausgeräte: Wer sie herstellt und was Besitzer berichten
Wer die IKEA-Hausgeräte wirklich herstellt und wie gut sie sind

Ein integrierter Geschirrspüler für 299 Euro, an den man dieselbe Holztür schrauben kann wie an die Küchenschränke. Genau dieses Angebot wirft die Frage auf: Sind IKEA-Hausgeräte ein Schnäppchen oder eine Falle mit Möbeln drumherum? Die kurze Antwort: IKEA stellt fast nichts selbst her, was unter eigener Marke in der Haushaltsgeräte-Abteilung verkauft wird. Die lange Antwort hängt davon ab, ob das Gerät einen Motor hat oder nur einen Lüfter.

Wer die IKEA-Hausgeräte tatsächlich produziert

Die schwedische Marke vergibt die Produktion an globale Hersteller. Bei den Geschirrspülern identifizieren mehrere Käufer Whirlpool als den Hersteller hinter den bei IKEA verkauften Modellen, darunter das schmale 45-Zentimeter-Gerät und der Einbaugeschirrspüler mit elektronischen Bedienelementen, die an der Türkannte versteckt sind. Ein Besitzer eines 2004 oder 2005 gekauften Modells beschreibt, dass sein Geschirrspüler eine Halbe-Last-Taste und Leuchtanzeigen für Salz und Klarspüler hat – Details, die den Kauf damals gerechtfertigt haben.

Die Verwirrung über den Hersteller ist üblich. In der Branche heißt es immer wieder, dass AEG, Electrolux und Zanussi zum selben Industriekonzern gehören, während Balay Teil von BSH ist, dem Umfeld von Bosch und Siemens. Weitere Konzerne, die den Markt beherrschen, sind Whirlpool, Fagor, Miele und Candy. Das praktische Fazit: Ist das Gerät identisch mit dem eines anderen Händlers, ist ein Preisvergleich legitim; ist es das nicht, kauft man ein Modell, das es nur bei IKEA gibt.

Was die Besitzer im Alltag berichten

Die Erfahrungsberichte aus dem echten Alltag sind gemischt, wie zu erwarten. Ein Nutzer hat einen Backofen, der problemlos funktioniert, und führt das darauf zurück, dass ein Ofen wenig mehr ist als ein Heizelement mit Ventilator. Ein anderer nutzt eine Whirlpool-Mikrowelle seit über zwanzig Jahren, die noch läuft. Eine Käuferin eines Gasherds mit fünf Brennern hebt hervor, dass er 150 Euro weniger kostete als ein vergleichbarer im Elektromarkt und dass der Kundendienst einen Monat vor Ablauf der Garantie reagierte: Man tauschte das Elektrikteil der fünf Brenner und die Knöpfe aus, die Mechanik war fabrikneu.

Der Geschirrspüler ist das am häufigsten erwähnte Produkt in den Berichten. Manche kauften ihr Gerät 2007 und hatten nie Probleme. Andere warnen, dass die Qualität der billigen IKEA-Möbel kein gutes Omen ist: In einem konkreten Fall hielt ein Couchtisch zwei Monate. Die berechtigte Frage ist nicht, ob das Gerät gut ist, sondern ob sich die anfängliche Ersparnis auszahlt, wenn es den Geist aufgibt und man einen Techniker suchen muss.

Die versteckten Kosten: Lieferung, Montage und Reparaturdienst

IKEA liefert nach Hause, verlangt dafür aber Geld, und manche meinen, die Gebühren könnten den stundenweisen Mietpreis eines Transporters übersteigen. Mehrere Käufer nehmen das Gerät lieber selbst im Auto mit: Ein schmaler Geschirrspüler passt auf den Rücksitz, wenn man den Beifahrersitz verschiebt, allerdings braucht man wegen des Gewichts Hilfe beim Hochtragen. In manchen Einrichtungen bieten externe Transporteure den Service für einen bescheidenen Preis an der Tür an.

Die Frage, die niemand mit Daten beantwortet, ist, an welchen Reparaturdienst man sich wendet, wenn das Gerät kaputtgeht. Die fünfjährige Garantie, die IKEA bei einigen Produkten bietet, übertrifft die drei Jahre, die das Gesetz vorschreibt – ein Argument, das nicht vom Hersteller abhängt. Doch das Reparaturnetz nach Ablauf der Garantie ist der blinde Fleck des Modells.

Lohnt es sich, oder kauft man besser woanders?

Der Preisvergleich ist das Schlachtfeld. Manche behaupten, IKEA-Hausgeräte seien nicht konkurrenzfähig und ein Fachhändler oder ein Elektromarkt biete dasselbe billiger an. Dagegen spricht das Argument der Integration: Die Möglichkeit, die Tür des Geschirrspülers mit demselben Holz wie die Schränke zu versehen, löst ein ästhetisches Problem, das kein Gerätehändler allein löst.

Die komplette Rechnung mit Referenzpreisen und vergleichbaren Modellen zeigt Unterschiede, die von der Preisklasse abhängen. Der immer wiederkehrende Rat: Bei IKEA nicht für die Oberklasse zahlen. Wenn das Gerät ohnehin so lange hält wie jedes Haushaltsgerät heute, kauft man besser das günstige Modell, das die nötigen Funktionen abdeckt, und ersetzt es, wenn es den Geist aufgibt. Das Holzgehäuse jedenfalls verschleißt nicht.



Die schwedische Marke verkauft seit Jahren komplette Küchen, und das Haushaltsgerät ist das Teil, das den Kunden bindet. Die verblüffende Zahl: Ein Geschirrspüler für 299 Euro mit individueller Tür kann teurer ausfallen als ein 350-Euro-Gerät im Fachhandel, wenn man Lieferung, Montage und die Unsicherheit einrechnet, wen man anruft, wenn etwas kaputtgeht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (26 Antworten).

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