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Hu Jintao wird während des 20. Parteikongresses Chinas entfernt
Der Ex-Präsident Hu Jintao wurde beim Abschluss des 20. Parteitags der KP Chinas zwischen Widerstandsgesten und widersprüchlichen Meldungen über eine Säuberung abgeführt.
Hu Jintao auf dem 20. Parteikongress Chinas unter Säuberungsgerüchten entfernt
Zwei Assistenten entfernten Hu Jintao vom Abschluss des 20. Nationalen Kongresses der Kommunistischen Partei Chinas, und die Szene ging in die Geschichte ein. Der 79-jährige Ex-Präsident und Generalsekretär (2002–2012) stand zunächst nicht auf, zog den Arm zurück, als man ihn stützen wollte, und suchte nach Dokumenten auf Xi Jinpings Tisch. Die Frage ist nicht, was man sieht, sondern was es bedeutet.
Was das Video der Entfernung zeigt
Die von internationalen Agenturen verbreitete Sequenz enthält drei Momente. Ein Mitarbeiter nimmt die Brille vom Tisch, bevor er den Ex-Präsidenten berührt. Als zwei Begleiter ihn aufrichten wollen, lehnt Hu sich zurück und versucht, sich erneut hinzusetzen. Im Stehen berührt er Li Keqiangs Arm – eine Geste, die als Unterstützung gedeutet wurde – und streckt die Hand nach den Papieren auf Xi Jinpings Tisch aus, die ihm sofort weggenommen werden. Xi dreht den Kopf ab und blickt ihn nicht wieder an.
Später erschien ein zweites Video, das Minuten zuvor aufgenommen wurde. Darauf scheint Hu über Dokumente zu diskutieren. Die Aufnahme lässt zwei Deutungen zu: einen echten Konflikt oder ein Gesundheitsproblem.
Zwei Deutungen kämpfen um denselben Bildausschnitt
Ein Analysestrom sieht darin eine inszenierte Säuberung. Das Argument: Man entfernt keinen Ex-Präsidenten live, ohne eine klare Botschaft zu senden. Hu-Anhänger hätten den Ort verlassen mit der Gewissheit, die nächsten zu sein. Eine verbreitete Parallele ist der Mord an JFK: eine öffentliche, televisierte Tat mit eindeutigem Adressaten.
Die gegenteilige Sicht erkennt keinen Kalkül. Sie sieht einen 79-Jährigen, den man begleiten muss, um ihn zu seinem Platz zu bringen, und zwei Personen, die ihn delikat entfernen, weil er nicht bei Kräften ist. Aus dieser Perspektive ist das Reden von Säuberung Projektion, und das Video widerlegt diese Lesart nicht.
Das dritte Amt und Null-Elbichito: Der fehlende Kontext
Einig ist man sich über den Rahmen. Xi Jinping ist der erste chinesische Führer, der die Regel der zwei Amtszeiten durchbricht und ein drittes Amt antritt. Sein China wird zunehmend als personalistisches Regime verstanden, das an Mao erinnert, und weniger als das implizite Abkommen früherer Jahrzehnte: Wohlstand gegen Freiheit. Die Null-Elbichito-Politik mit Lockdowns und Schlangen im Schnee für tägliche PCR-Tests ist die andere offene Front. Keine der beiden Fakten erklärt das Video allein, doch beide nähren den Verdacht.
[B>Taiwan, Krieg und Nationalismus statt Kommunismus[/B]
Der Vorfall wird auch als Säuberung vor einer Bewegung zu Taiwan gedeutet. Einige behaupten, Xi betrachte seinen Vorgänger als Agent Washingtons und ordne die Parade an, damit niemand widerspricht, wenn der Moment kommt. Dagegen spricht eine unbequeme Tatsache: Das heutige China fördert weiterhin „ein Land, zwei Systeme“, und sein Führer ist [B>nationalistischer als kommunistisch[/B], eine These, die sogar in westlichen Wirtschaftsmedien kursiert. Und die westliche Blockbildung, die als Gegenpol gilt, ist alles andere als einheitlich.
Eine Kuriosität, die den Ton zusammenfasst: In der ersten Reihe des Konzils trugen einige Assistenten Masken, andere nicht. Niemand hat das Kriterium erklärt.
Die Prognose mit Vorbehalt: Wenn es eine Säuberung war, werden wir es an den Abwesenheiten erkennen. Wer in den nächsten Monaten von offiziellen Fotos verschwindet. Wenn es ein Gesundheitsproblem war, wird es keine geben. Sicher ist nur, dass es keine offizielle Erklärung geben wird. Keine einzige.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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