Hotelpreise in Spanien steigen um 50 % innerhalb eines Jahres

Ein Forumsnutzer meldet 50-prozentige Preiserhöhungen bei Hotels im Jahr 2024. Die Debatte eskaliert: Liegt es an der Airbnb-Regulierung, der Inflation oder dem Massentourismus?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Brutale Hotelpreiserhöhungen: Das Forum liefert die Zahlen zum Wahnsinn

Ein Nutzer von Burbuja.info behauptet, die Hotelpreise in seiner Provinz seien allein innerhalb eines Jahres um 50 % gestiegen. Doch die Debatte bleibt nicht bei der Zahl: Dahinter steht die Diskussion, ob die Regulierung von Ferienwohnungen, die außer Kontrolle geratene Inflation oder der Massentourismus die Spanier aus dem eigenen Urlaub drängen.

Der 50-%-Anstieg, den niemand in der Regierung erklären kann

Den Thread eröffnet OxHxKx mit einer ganz einfachen Beobachtung: Er vergleicht Hotelpreise in seiner Provinz und stellt einen Anstieg von 50 % im Jahresvergleich fest. Ergänzend merkt er an, dass diese Preise nur noch für "angelsächsische Zionisten, Nordländer und Gringos" erschwinglich seien. Die Reaktion lässt nicht lange auf sich warten. Rodolfo Langostino fordert konkrete Zahlen, bekommt sie aber nicht. Dagegen erklärt Relisys, es sei unmöglich, für unter 100 € eine akzeptable Hotelnacht zu finden. Die Zahl wird zum Mantra des Threads.

Hinter der Zahl steht eine gemeinsame Diagnose: die Gelddruckmaschine, die globale Nachfrage und die Verwandlung Spaniens in ein Premium-Reiseziel. Über die eigentliche Ursache herrscht jedoch kein Konsens.

Das Ende von Airbnb? Der Nebeneffekt, den niemand vorhergesehen hat

Die These, die im Debate am meisten Zuspruch findet, stammt von lonchafina_reloaded: Durch die Regulierung und Reduzierung von Ferienwohnungen sei die günstige Konkurrenz beseitigt und der Markt den Hotels überlassen worden. "Weniger Angebot, höhere Preise", lautet sein Urteil. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage, so sagt er, gelte hier strikt. Mehrere Nutzer unterstützen diese Sichtweise: Die Hotels, die nach dem Bankrott kleiner Hoteliers während der Pandemie nun von Fonds und Multis kontrolliert werden, können ihre Preise ohne Druck festlegen.

Andere, wie CUATERBAC, sehen darin den Triumph des Marktradikalismus, den sie stets kritisieren, während Triffin's dilemma auf Einwanderung und einen Tourismus als zusätzlichen Faktoren verweist.

Spanien – zu teuer selbst für die eigenen Bürger?

Der umstrittenste Punkt kommt, als IMPULSES erklärt, dass ihn dieses Jahr eine Reise an die Riviera Maya weniger kosten wird als ein Hotel derselben Kategorie an den spanischen Küsten. Mehrere Foristen bitten um Details, die er per Privatnachricht weitergeben will. Common_Deletion setzt den Schlusspunkt: "Spanien ist ein ziemlich hässliches Land". Die implizite Schlussfolgerung: Der Durchschnittsspanier beginnt, nach Alternativen im Ausland zu suchen – vom Campingplatz bis zu fernen Reisezielen.

Relisys hat bereits entschieden: "Ich höre auf, Kunde zu sein". Und lonchafina_reloaded fasst es zusammen: Der Durchschnittsbürger wird sich noch damit begnügen können, ins Dorf oder auf den Campingplatz zu fahren oder sich eine Ferienwohnung mit Freunden zu teilen. Währenddessen füllen sich die Hotels mit ausländischen Touristen, die in harten Euro zahlen.



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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (26 Antworten).

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