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Hohe Fleischpreise bremsen den Absatz im Einzelhandel
Fleisch über 15 Euro pro Kilo hemmt den Kauf. Kunden meiden teure Schnitte, während Regale leer bleiben.
Fleisch bleibt im Regal: Kunden zahlen nicht mehr für hohe Preise
In Supermarktregalen wiederholt sich ein Szenario: Fleischstücke liegen tagelang unberührt, Verpackungen verlieren ihre Farbe und statt Filets gibt es Burger. Die Diagnose ist eindeutig: Hohe Preise haben die Nachfrage gebrochen. Wenn Rind-, Lamm- oder Frischfisch über 15 Euro pro Kilo kostet, zögern Käufer und gehen weiter.
Die Folgen sind nicht nur optischer Natur. Nicht verkaufte Ware wird umgewandelt in Hackfleisch, Frikadellen, panierte Produkte und sogenanntes gereiftes Fleisch. Das Produkt bleibt im Sortiment, ändert aber Form und Preis. Marge wird durch Gramm-Optimierung zurückgewonnen: 400 Gramm Tiefkühlware für 6,95 Euro wirken günstiger als ein Kilo Kalbfleisch für 16 Euro.
Die psychologische Hürde bei 15 Euro pro Kilo
Konsens herrscht über eine psychologische Barriere. Alles über 15 Euro pro Kilo empfinden Kunden als teuer, wo frische Ware gegen leere Kühlschränke konkurriert. Diese Hürde ist gestiegen, ohne dass Löhne mitgezogen haben.
Konkrete Beispiele zeigen den Trend: Lachs, früher knapp über 20 Euro/Kilo, jetzt Filet für 30 Euro, Iberisches Schweinefilet um 20+ Euro, Hähnchenbrust ab 7 Euro/Kilo als günstigste Option. Rinderhack für Burger liegt bei etwa 13 Euro. Ein wöchentlicher Einkaufswagen eines Paares kostet 60–70 Euro pro Besuch, manche schätzen 400 Euro monatlich für Essen und Haushaltswaren.
Eine detaillierte Aufschlüsselung zeigt Ungereimtheiten. Eine Schätzung nennt 6 Euro pro Erwachsenen und Tag. Andere widerlegen dies mit echten Einkaufszetteln: Sardinen, Reis mit Eiern, Makrele mit Kartoffeln, Linsen, Salate, Spaghetti mit Fleisch. Für zwei Euro essen ist möglich, aber wenig appetitlich.
Was passiert mit unverkauftem Fleisch?
Beobachtungen vermischen sich mit Vermutungen. In manchen Ketten stehen Pueblerino mit 50 % Rabatt wegen nahender Verfallsdaten, Fischtheken entfernen 30 %-Rabatt-Angebote, die trotzdem liegen bleiben. Unbestätigte Gerüchte besagen, solche Produkte landen vor der Entsorgung in verarbeiteten Fleischerzeugnissen. Metzger werfen angeblich nichts weg.
Auch die Kennzeichnung steht unter Beobachtung. Gereiftes Fleisch wird als Premium verkauft, doch manche sehen darin einen Trick, um sonst schwer verkäufliche Stücke abzusetzen. Dies ist keine bestätigte Anschuldigung, sondern eine Kundensicht. Sicher ist: Das Angebot verschiebt sich zu mehr Verarbeitung und weniger ganzen Stücken.
Hähnchen, Fisch und Eier: Preisanstieg greift um sich
Die Teuerung betrifft nicht nur Rind. Hähnchenbrust dient als günstiger Indikator für die Warenkorb-Inflation, während Frischfisch angeblich an Qualität verliert, je mehr er im Preis steigt. Die billigsten Dutzend-Eier kosten über 2,60 Euro, außer in bestimmten Ketten, was auf Tierwohl-Kosten in Betrieben zurückgeführt wird.
Makroökonomische Lesarten dominieren: Inflation wirkt als stille Steuer, Geldmengen steigen, Löhne hinken hinterher. Unbequeme Schlussfolgerung: Mindestlohnerhöhung hilft nichts, wenn Kalbfleisch schneller teurer wird.
Der lokale Metzger als Rückzugsort
Als Alternative zum Supermarkt etabliert sich der klassischen Ladentresen: ganze Stücke sichtbar, Zuschnitt nach Wunsch, Herkunft klar. Preise unterscheiden sich kaum vom Discounter, doch der Kunde behält Kontrolle. Die Verpackung birgt Überraschungen; ein zwanzig Kilo schweres Kalb nicht.
Angesichts dieser Umstände stellt sich nicht die Frage, ob Fleischpreise fallen, sondern wie lange volle Regale mit ignorierten Produkten bestehen, bevor jemand erkennt, dass das Problem vielleicht nicht beim Kunden liegt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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