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Heizkosten in Spanien: 45 bis 225 Euro pro Monat
In Spanien variieren die Heizrechnungen je nach Dämmung und Region zwischen 45 und 225 Euro monatlich. Das Problem liegt oft nicht am Thermostat, sondern an der Bausubstanz.
Hausheizung in Spanien kostet 45 bis 225 Euro pro Monat
Niemand ruiniert sich in Spanien allein durch die Heizung. Oder doch? Es hängt davon ab, in welchem Haus man geboren wurde. Zwischen der niedrigsten deklarierten Rechnung und der höchsten liegt ein Faktor von fünf, und der Unterschied hat selten mit der Einstellung des Thermostats zu tun.
Wie viel kostet die monatliche Heizung in Spanien?
Wer in einer gut orientierten Wohnung lebt und nur das Nötige heizt, deklariert in den harten Wintermonaten zwischen 30 und 45 Euro pro Monat, wobei Wärmepumpen oder Zusatzheizkörper genutzt werden. Am anderen Ende der Skala liegt eine große Wohnung, die bei 21 °C rund um die Uhr im Winter auf 225 Euro monatlich kommt, verglichen mit 150 Euro im Sommer für dasselbe Objekt. Die saisonale Lücke ist verwirrend: Nicht die Heizung ist extrem teuer, sondern die Kosten konzentrieren sich auf drei Monate.
Mit Heizöl wird das Bild nicht besser. Eine Familie mit zwei kleinen Kindern und einer Raumtemperatur von 21 Grad deklariert 800 Euro jährlich. Das Argument wiederholt sich: Niedriger einzustellen bedeutet eine Kette von Erkältungen. Ein anderes großes Haus reduzierte die Kosten von 1.200 Euro pro Jahr beim Beheizen aller Räume auf 500 Euro, indem es sich auf drei Heizkörper beschränkte und das Bett ins Wohnzimmer verlegte.
Warum ist es drinnen kälter als draußen?
Wände wie Zigarettenpapier. Einfachverglasung. Stahlrahmen aus den 70er Jahren. Ein Bewohner aus Zaragoza, der nach Valencia zog, schwor, noch nie so gefroren zu haben; erst beim Besuch seines Elternhauses in Zaragoza im Februar verstand er alles. Dort war das Problem nicht das Klima, sondern das Gebäude.
Die häufigste Diagnose zeigt auf dasselbe: „Wir haben ein fantastisches Klima, wir sind das Florida Europas, und dennoch ist es in den Häusern kälter als auf der Straße.“ In Asturien wurden Wohnungen mit 14 Grad registriert, während es draußen -5 Grad hatte, und in Barcelona herrschten mittags 15 Grad außen, während innen die Decke nötig war. Der schlecht belüftete Kohleofen (Bracero) führt übrigens weiterhin zu Schreckensmomenten: Eine Familie in Barcelona fiel in Ohnmacht und erwachte nur dank eines Telefonanrufs.
Der Energieausweis, der in keiner Anzeige auftaucht
Die Kritik an der Bauqualität ist berechtigt. Es wird behauptet, die Informationen zur Energieeffizienz seien „falsch, unvollständig oder fehlen ganz“: Anzeigen für Neubauwohnungen veröffentlichen selten den verpflichtenden kWh/m²-Wert pro Jahr und begnügen sich mit einem Buchstaben, der dem Käufer nichts sagt. Würde in Spanien nach den Dämmstandards Nordeuropas gebaut, wäre eine Heizung in fast keinem Fall nötig, fügen Kritiker hinzu.
Butangas, Holz und die Kunst, nur einen Raum zu heizen
Hier zeigt sich häuslicher Einfallsreichtum. Eine Butangasflasche alle drei Wochen für 18 Euro in einem Bergdorf, wo es von November bis März friert. 24 Euro Strom und zwei oder drei Flaschen im gesamten Winter in einem anderen Fall. Und wer direkt null Euro deklariert, weil er in Murcia oder auf den Kanaren lebt und gar nichts einschaltet. Türen schließen und in nur zwei Räumen leben ist die häufigste Strategie.
Manche haben zwei Winter bei 13 Grad verbracht, mit Tagen bei 11 Grad, nicht aus Geldmangel, sondern um nicht das zu bezahlen, was sie als Abzocke empfinden. Im Sommer gilt dieselbe Logik für die Klimaanlage bei 34 Grad im Haus. Radikale Konsequenz oder Sturheit, je nachdem, wen man fragt.
Kesseltausch: Von 200 auf 125 Euro pro Monat
Sanierungen wirken. Eine Wohnung senkte die Kosten von 200 auf 125 Euro monatlich in Dezember, Januar und Februar allein durch den Kesseltausch. Ein anderer Fall nennt eine Investition von 5.500 Euro in Geräte und Dämmung, die den Verbrauch um 65 % reduzierte, bei durchgehender Wärme und einer geschätzten Amortisation von fünf Jahren. Die vollständige Berechnung, aufgeschlüsselt nach Posten in einer Verfolgungsliste, ergibt eine überraschende Differenz.
Die Vorlauftemperatur, die Heizkurven und der wöchentliche Zeitprogrammgeber sind die Einstellungen, die von denen, die ihre Rechnung ohne Frieren gesenkt haben, am häufigsten genannt werden. Der Rest diskutiert weiter, ob das Problem der Preis oder der Thermostat ist.
Solange der Strompreis bei den täglichen Auktionen Rekorde bricht, wird die wahrscheinlichste Antwort nicht die Sanierung des Wohnungsbestands sein – teuer, langsam und mit Bauarbeiten im eigenen Zuhause –, sondern weiterhin den Thermostat niedriger stellen und mehr Kleidung tragen. Mit dem günstigen Klima und der schlechten Bausubstanz schrumpft der Spielraum, die Rechnung ohne Eingriffe an der Gebäudehülle zu senken, jeden Januar.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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