Goldverkauf in Madrid: 18 Karat bringen 33 Euro pro Gramm bei einem Spotpreis von 51

Bei einem Goldpreis von 51,46 Euro pro Gramm zahlen die Goldankäufer in Madrid für 18 Karat nur 33,6. Ein Abschlag von 30 % auf den Spotpreis, den niemand dem Verkäufer erklärt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Goldverkauf in Madrid: 18 Karat bringen 33 Euro pro Gramm bei einem Spotpreis von 51
Goldverkauf in Madrid: 18 Karat bringen 33 Euro pro Gramm bei einem Spotpreis von 51

Ein Privatmann hat 60 Gramm 18-karätiges Gold in Schmuckstücken zusammengetragen und möchte wissen, wo er es in Madrid ohne Abzocke schätzen lassen kann. Die Antwort, die er erhält, ist ein Crashkurs darüber, was man dem Erstverkäufer nie erzählt: Zwischen dem internationalen Metallpreis und dem, was am Ende auf dem Konto landet, liegt eine Kluft, gemessen in Euro pro Gramm – und zwar nicht zu Ihren Gunsten.

Den Ausgangspunkt bildet der Marktpreis selbst. Bei einem Goldschlusskurs von rund 51,46 Euro pro Gramm veröffentlichen die großen An- und Verkaufshäuser deutlich niedrigere Preise. Thegoldhouse zahlt für 18 Karat 33,6 Euro pro Gramm bis 100 Gramm und darüber 34,1; Arteoro bewegt sich zwischen 33 und 34,5. Das 24K, das im Schmuckbereich wegen seiner Weichheit kaum vorkommt, bleibt bei 45,3 Euro gegenüber 51 Euro am Markt. Die Differenz liegt laut kursierenden Berechnungen bei rund 30 % und nähert sich in manchen Fällen 35 % an.

Was pro Gramm 18-karätiges Gold wirklich gezahlt wird

Die Spanne, mit der seriöse Käufer arbeiten, reicht von 30 Euro pro Gramm für 18 Karat bis 22 Euro für 14K – eine Karatzahl, die in Erbschaftsschmuck häufiger vorkommt, als man denkt. Manche bieten pauschal 40 Euro und liegen trotzdem zu niedrig: Sobald man ihnen die Möglichkeit vorlegt, hundert Gramm zu diesem Preis zu kaufen, verflüchtigt sich das Angebot. das Bluffen dauert nur so lange, bis ein echter Käufer auftaucht.

Die Marge ist kein Willkürakt, sagen Kenner der Branche. Das Einschmelzen verursacht Verluste, die Tiegel verschleißen, Borax und Borsäure müssen zugesetzt werden, damit das Metall nicht spritzt, und von hundert Gramm, die hineingehen, kommen keine hundert heraus. Dazu kommen die Raffineriekosten und der Transport des Materials. Die Frage ist, wie viel dieser Kosten auf den Verkäufer abgewälzt wird und wie viel schlicht der Preis für die Unwissenheit des anderen ist.

Schmuck oder Gewicht: Zwei Verkaufswege mit unterschiedlichem Wert

Die Grundfrage des unerfahrenen Verkäufers lautet: Lohnt es sich, den Schmuck als Schmuck zu verkaufen oder als Metall? Die Antwort, die sich durchsetzt, ist ernüchternd: Außer bei einer bekannten Marke und einem leichten Markt zahlt niemand über dem Materialwert. Ein gutes Stück wird nach Gewicht bezahlt, nicht nach dem, was es einmal war. Und wenn Steine eingesetzt sind, Vorsicht: Der Käufer zieht einen Teil des Gewichts ab, um keine Zirkonia zum Goldpreis zu bezahlen. Wer die Fassungen mit einem Diamanttester prüft, macht es richtig; wer es nicht tut, berechnet Ihnen den Stein, als wäre er Gold.

Der wiederholte Rat ist elementar: Wiegen Sie vorher selbst, nehmen Sie eine Präzisionswaage mit und besuchen Sie zwei oder drei Geschäfte zum Vergleich. Der Unterschied kann mehrere Euro pro Gramm betragen – bei 60 Gramm sind das Hunderte von Euro.

Goldankäufer, Juwelier oder Metallhandel: Wo gibt es den besten Preis?

Die Szene der neighborhood Goldankäufer hat einen schlechten Ruf, nicht immer zu Unrecht: Trennwände, kaltes Licht, das Gefühl, dem Käufer etwas schuldig zu sein. Demgegenüber veröffentlichen spezialisierte Metallhändler ihre Kurse im Internet und aktualisieren sie täglich, sodass man gut vorbereitet hingehen kann. In Madrid fallen Namen wie Degussa, Thegoldhouse oder CIODE. Die überwiegende Empfehlung lautet: den Billigladen meiden und zu einem Händler mit öffentlichem Kurs gehen.

Es gibt Ausnahmen, die das Bild brechen. Ein Verkäufer erzählt, er habe 96 Euro für einen Ring erhalten, der zehn Jahre zuvor 100 gekostet hatte – tadellose Abwicklung und Bargeld in der Hand. Ein anderer berichtet das Gegenteil: Ein Bekannter verkaufte eine Erbschaft im Laden, nachdem er ein besseres Angebot eigener Freunde abgelehnt hatte, und verlor mindestens 400 Euro. Das Misstrauen derer, die sich für schlau halten, kostet meist mehr als das derer, die vergleichen.



Bleibt das Detail, das fast niemand beachtet: die Steuern. In Katalonien gilt eine Abgabe, die es in Madrid nicht gibt, und wer mit physischen Münzen handelt, sieht, wie Numismatik 15 % unter dem Spotpreis gehandelt wird. Bei Gold auf Rekordniveau lautet die Frage nicht mehr, ob man verkaufen soll, sondern an wen. Und die Antwort ist, wie es scheint, immer noch dieselbe wie eh und je: an den, der am wenigsten abzockt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (48 Antworten).

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