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Gold und Silber in Deutschland kaufen: bis zu 25 % günstiger
Silber-Philharmoniker kosten in Spanien 25 €, in Deutschland laut einem Forennutzer nur 18,90 €. Die Ersparnis hängt von der Mehrwertsteuer, den Lieferzeiten und der Steuer-Grenze von…
Silber in Deutschland zu kaufen kostet bis zu 25 % weniger als in Spanien
Wie viel spart man wirklich, wenn man Silbermünzen bei einem deutschen Händler statt bei einem spanischen kauft? Die kurze Antwort: ziemlich viel, wenn man den Preisen glaubt, die Forennutzer nennen. Die lange Antwort erfordert einen Blick auf den Stückpreis, die Versandkosten und vor allem die Mehrwertsteuer. Eine Bestellung von fünf Röhren Philharmoniker —100 Münzen— kostete bei einem Händler in Madrid rund 2.500 Euro; in Deutschland weniger als 1.900, laut einer Rechnung, die im Thread kursiert. Dieselbe Unze Silber stieg in Spanien von 25 Euro auf 18,90 beim deutschen Händler. Das ist keine Kleinigkeit: Es ist der Unterschied zwischen der Münze allein und der Münze plus der Steuer, die die europäischen Regeln selbst in die Höhe treiben.
Die Ersparnis kommt nicht aus dem Nichts. Sie kommt aus einem Steueregime, das Deutschland für Silber bei 7 % hielt und das Brüssel an den Regelsatz angleichen wollte. Die Debatte über die Silber-Mehrwertsteuer zieht sich durch das ganze Gespräch: Der Finanzausschuss des Bundestags kam zu dem Schluss, dass die Erhöhung kommen würde, mit der Empfehlung, sie ab dem 1. Januar 2014 anzuwenden, vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesrats. Übersetzt: Das Fenster der deutschen Preise konnte sich schließen.
Was man vor der Zahlung bei einem deutschen Händler prüfen sollte
Die erste Regel lautet: lesen. Deutsche Händler sind verpflichtet, auf ihrer Website, zwei Klicks von der Startseite entfernt, das Impressum, die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen), die Widerrufsbelehrung, die Datenschutzerklärung und die Versandkosten anzugeben. Und alle Preise müssen als brutto (inklusive Steuern) oder netto (ohne) ausgewiesen sein; üblich ist Ersteres, mit dem Zusatz inkl. MwSt. Ist der Versand nicht enthalten, steht zzgl. neben dem Preis.
Der Bestellprozess folgt einem vorhersehbaren Drehbuch: Warenkorb, Kasse, Rechnungs- und Lieferadresse, Bestellübersicht und Bestätigung. Hier lauert die Falle, die so manche Überraschung nach sich zieht: Die Bestellbestätigung ist kein abgeschlossener Kauf. Der Vertrag kommt mit der Auftragsbestätigung oder der Rechnung zustande. Bis sie eintrifft, hat der Käufer nichts Unterschriebenes in der Hand — und der Verkäufer auch nicht.
Reale Lieferzeiten: zwei bis sechs Wochen
Deutsche Zuverlässigkeit heißt nicht Schnelligkeit. Die Erfahrungsberichte von Käufern bei Händlern wie Gold-dreams zeichnen einen Zeitrahmen, den man kennen sollte: ein paar Tage bis zur Bestätigung des Zahlungseingangs, zwischen einer Woche und einem Monat bis zum Versand, und etwa fünf Werktage DHL bis zur Übergabe durch die Post als Postal Exprés. Eine Bestellung kann zwei bis sechs Wochen dauern. Ein konkreter Fall: bestellt am 17. Februar, geliefert am 27. März.
Über die Verpackung herrscht geteilte Meinung. Manche finden sie perfekt, mit Schaumstoffkugeln und großem Karton; andere halten sie im Vergleich zu anderen deutschen Händlern für verbesserungswürdig. In einem Punkt sind sich fast alle einig: bei der Seriosität. Die Bestellungen kommen an.
Die Grenze von 10.000 Euro, auf die fast niemand achtet
Jenseits des Preises gibt es eine steuerliche Grenze, die unbemerkt bleibt. Ein Käufer mit Wohnsitz in Spanien darf im Fernabsatz bis zu 10.000 Euro jährlich an Waren aus der gesamten EU kaufen, ohne sich bei der spanischen Steuerbehörde als Gewerbetreibender registrieren zu lassen. Die Grenze gilt nicht pro Händler und nicht pro Land: Sie gilt pro Person und Jahr und umfasst alle Einkäufe. Ihre Überschreitung ist Sache des Käufers, nicht des Verkäufers.
Die andere Seite des Spiegels: Ein deutscher Verkäufer darf nur 35.000 Euro jährlich nach Spanien liefern, ohne sich bei der spanischen Steuerbehörde registrieren zu müssen. Daher das immer wiederkehrende Gefühl, dass manche deutsche Händler mitten im Jahr aufhören, Bestellungen anzunehmen. Keine Laune: Steuerbuchhaltung.
Gold steuerfrei, Silber mit MwSt.: die Asymmetrie, die alles erklärt
Anlagengold ist in der EU mehrwertsteuerfrei; Silber nicht. Dieser Unterschied stützt die Preisdifferenz und macht den Silberkauf in Deutschland zu einem Geschäft mit Verfallsdatum, sollte der Satz auf 19 % steigen. Bei Gold hängt die Ersparnis von anderen Faktoren ab: Aufschlägen, Verfügbarkeit und Versand. Auch deutsche Banken kaufen und verkaufen Gold, zu Preisen ähnlich denen der Online-Händler, wobei viele nur mit eigenen Kunden handeln.
Der Vergleich läuft jedenfalls nicht nur auf Deutschland gegen Spanien hinaus. Ein andorranischer Händler mit Sitz in Barcelona bot die 100 Münzen für 1.937 Euro an, fast auf Augenhöhe mit dem deutschen Händler. Der deutsche Vorteil schrumpft, sobald echte Konkurrenz auftaucht.
Am Ende bleibt die ewige Frage: Wenn die Ersparnis 25 % beträgt, warum kauft dann nicht jeder im Ausland? Vielleicht, weil der Steuerkalender, die Lieferzeiten und der Papierkram dafür sorgen, dass der Rabatt in Geduld bezahlt wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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