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Gibraltar-Abkommen verweigert Spaniern Wohnraum: Das steckt wirklich dahinter
Der Vertrag zwischen Spanien und Gibraltar gleicht Arbeitsrechte an, schließt aber Wohnraum für Spanier aus. Der Minister Picardo besitzt derweil zwei Häuser in…
Das Gibraltar-Abkommen schließt Spanier vom Zugang zu Wohnraum aus: Was niemand erzählt
Die Regierung von Pedro Sánchez hat einen Vertrag mit Gibraltar unterzeichnet, der spanischen Grenzgängern laut Berichten das Recht auf Zugang zu Wohnraum auf dem Felsen verwehrt. So haben es zumindest einige Medien betitelt. Das Kleingedruckte ist differenzierter: Das Abkommen gleicht soziale und steuerliche Rechte zwischen spanischen und gibraltischen Arbeitnehmern an, schließt Vorteile im Wohnungsbereich aber ausdrücklich aus. Das heißt, ihnen ist der Kauf oder die Miete nicht verboten, doch sie können nicht dieselben Vergünstigungen wie Einwohner in Anspruch nehmen.
Die Paradoxie des nationalen Vorrangs
Während in Spanien der nationale Vorrang beim Zugang zu sozialem Wohnraum verteidigt wird, gilt in Gibraltar dasselbe Prinzip gegen die Spanier. Das Argument, jedes Territorium solle seinen eigenen Markt regulieren, kollidiert mit der Realität, dass kaufkräftige Gibraltarer sehr wohl Immobilien in Spanien kaufen können – und es tatsächlich tun. Gibraltars Chief Minister Fabián Picardo besitzt zwei Häuser an der Küste von Cádiz und Málaga im Wert von 1,4 Millionen Euro, ohne in Spanien Steuern zu zahlen, da er die 180 Tage Aufenthalt nicht überschreitet.
Der Flughafen und die versteckten Vorteile
Der Vertrag ist jedoch nicht nur schlecht für die Region Campo de Gibraltar. La Línea de la Concepción profitiert von einem Flughafen, ohne einen Euro investiert zu haben, und dank eines Unterführungstunnels muss der Verkehr auf der Startbahn nicht mehr gesperrt werden. Fußgänger und E-Scooter-Nutzer kommen nun ohne Wartezeiten hinüber. Alles deutet darauf hin, dass das Abkommen vorteilhaft für Gibraltar, sehr gut für die Region und demütigend für das Vereinigte Königreich ist.
Vor diesem Hintergrund ist der Wohnungsstreit nur die Spitze des Eisbergs. Abzuwarten bleibt, ob der Ausschluss der Spanier vom Zugang zu Wohnraum bestehen bleibt oder das nächste Verhandlungsthema wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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