Von 3.540 € Gehalt waren nur 1.425 € die Sonderzahlung
Ein monatliches Bruttogehalt von 3.540 Euro. Die Abrechnung, die einem Sergeant der Mossos d'Esquadra – dem Äquivalent eines Unterinspektors bei der Nationalpolizei – zugeschrieben wird, kursierte als Beweis für einen vermeintlichen Vorzug: 24 Dienstjahre, acht Triennien und eine Funktionszulage der Stufe 17, laut der beigefügten Aufschlüsselung. Die Dezemberzahlung enthielt die Sonderzulage. Daraus ergibt sich das gesamte Missverständnis.
Von diesen 3.540 Euro war die eigentliche Sonderzahlung 1.425,61. Der Rest, 2.115 Euro, war das reguläre Monatsgehalt. Diese Verwechslung ist relevant, da sie den gesamten öffentlichen Unmut schürt.
Wie hoch sind Sonderzahlung und Grundgehalt in der Dezemberabrechnung?
Im öffentlichen Dienst wird im Dezember ein einzelner Posten ausgezahlt, der das reguläre Gehalt und die Sonderzahlung zusammenfasst, was den sichtbaren Betrag aufbläht. Eine mit der Abrechnung verbreitete Aufschlüsselung berechnet die Brutto-Sonderzahlung auf 1.894,41 Euro – bestehend aus Grundgehalt, zwei Zulagen und Altersbonus – und belässt nach Abzügen von 393,57, 56,82 und 18 Euro netto diese 1.425,61 Euro.
Das monatliche Gehalt des Inhabers liegt bei rund 2.115 Euro; in kleinen Dienststellen werden kaum 2.000 Euro überschritten. Nichts von 7.000 Euro netto, wie es in einer ersten flüchtigen Betrachtung der Abrechnung angenommen wurde.
Warum verdient ein nationaler Beamter bis zu 1.000 Euro weniger als ein Mosso?
Der Auslöser war nicht ein Mosso, sondern ein nationaler Beamter – von der Policía Nacional oder Guardia Civil –, der die Abrechnung eines Kollegen aus Katalonien veröffentlichte und eine Differenz von 1.000 Euro gegenüber seinem eigenen Gehalt anprangerte. Seine Beschwerde hat einen Namen: die Gleichstellung der Bezüge, eine Forderung, die die nationalen Sicherheitskräfte seit langem vertreten und die, laut dem Beschwerdeführer, die großen Gewerkschaften außer Acht gelassen haben. Die Nachricht endete mit: „Schmerzt euch das nicht? Dann bewegt ihr euch auch nicht.“
Die Lücke wird nicht bestritten: Ein regionaler Sergeant und ein nationaler Unterinspektor können monatlich um etwa 1.000 Euro differieren. Diskutiert wird, was man damit tut. Und hier herrscht kein Konsens, noch scheint einer in Sicht.
Welche Bestandteile gehören zur Sonderzahlung und welche nicht
Nachtzuschläge, Feiertagsarbeit, Schichtzulagen, Gefahrenzulagen, Leistungsprämien und andere Extras bleiben bei der Sonderzahlung außen vor. Nur das Grundgehalt, der Altersbonus, die Funktionszulage und ein Teil der allgemeinen spezifischen Zulage zählen dazu. Dies ist eine gesetzliche Regelung, keine Entscheidung der einzelnen Korps.
Dies erklärt, warum zwei Beamte mit ähnlichen Monatsgehältern im Dezember sehr unterschiedliche Sonderzahlungen erhalten: Wer eine hohe spezifische Zulage oder viel Dienstzeit hat, spürt dies; wer von Schichten und Feiertagen lebt, nicht. Im Vergleich zwischen autonomen und nationalen Kräften gibt es mehr Substanz: Laut Berichten der Beamten selbst nähert sich die Sonderzahlung in katalanischen Korps dem Monatsgehalt, während sie im allgemeinen Staatsdienst oft nur die Hälfte beträgt.
Die „Bufanda“ im Dezember und die zwei Zahlungstermine
Die Sonderzahlung ist nicht die einzige Extra-Einnahme des Monats. Laut der im Thread kursierenden Aufschlüsselung erhalten Nationalpolizisten zusätzlich die jährliche Leistungsprämie – die sogenannte Bufanda –, etwa 800 Euro netto; bei der Guardia Civil sinkt dieser Betrag auf etwa 400 Euro. Sie wird auf einer separaten Nebenabrechnung ausgezahlt und gekürzt, wenn der Beamte krankgeschrieben war. Was den Kalender betrifft, so wird die Weihnachts-Sonderzahlung um den 20., 21. oder 22. Dezember ausgezahlt, die Sommer-Sonderzahlung am 17. Juli, gemäß den Daten, die öffentliche Bedienstete angeben.
Ruhestand mit 57, ZOCON-Zulage und weitere Vorteile
Das Gehalt ist nur ein Teil des Pakets. Beamte, die im Baskenland oder Navarra eingesetzt sind, erhalten laut den im Thread geteilten Berechnungen eine Zulage von etwa 650 Euro monatlich, die sogenannte ZOCON. Nach zwei Dienstjahren können, stets nach derselben Berechnung, knapp 27.000 Euro netto jährlich erreicht werden, einschließlich privater Krankenversicherung und Zahnbehandlung.
Der Ruhestand liefert ein weiteres Argument, wobei die Versionen divergieren: Manche setzen den vollständigen Ruhestand eines Mosso mit 57 Jahren an, den der Nationalpolizisten mit 59, bei einem regulierten Bezug von etwa 30.000 Euro brutto pro Jahr. In den niedrigeren Laufbahnen führt der Übergang in den zweiten Aktivitätsstatus mit 56 Jahren zu einer Rente von rund 1.600 Euro, laut einer anderen Version im Thread. Ob dies ein Privileg oder eine Kompensation für das Risiko ist, bleibt Gegenstand zweier unvereinbarer Narrative.
Die andere Seite: 1.100 Euro monatlich und Vorschläge zur Gehaltskürzung
Auf die hohe Abrechnung folgt die niedrige: Manche berichten, im selben Monat nur 1.100 Euro erhalten zu haben. Daraus entspringt die Debatte über den gesamten öffentlichen Sektor. Dass das Durchschnittsgehalt eines Beamten das eines Privatbeschäftigten übersteigt, behauptet diese Strömung, sei ein Zeichen dafür, dass etwas schief läuft; die Schlussfolgerung einiger lautet, die öffentlichen Gehälter zu senken.
In der Mitte stehen die Steuern, die beide Gehälter finanzieren, die nationalen und die autonomen, sowie eine Frage ohne einfache Antwort: Sollte ein Korps mit eigenen Zuständigkeiten genauso viel verdienen wie das nationale, das dieselbe Arbeit leistet, oder weniger? Wie viel muss es kosten, dass jemand im Dezember die Uniform anlegt und sie im Januar weiterhin trägt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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