Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Gebrauchtmarkt und Tausch, um Spaniens 21% Mehrwertsteuer zu umgehen
Schenken, Verkaufen oder Reparieren umgeht die 21% Mehrwertsteuer auf gebrauchte Waren zwischen Privatpersonen, doch Betrug auf Gebraucht-Apps bremst die Ersparnis.
Schenken, verkaufen oder reparieren: der Weg, die 21% Mehrwertsteuer zu umgehen
Eine Steckdose, die man selbst wechselt. Eine Waschmaschine, die repariert statt ersetzt wird. Ein gebrauchter Prozessor, der für 15 Euro verkauft wird. Hinter jeder dieser Entscheidungen steckt dieselbe Logik: Jeder Euro, der nie durch eine Kasse läuft, entgeht einer Mehrwertsteuer von 21%, die beim Gebrauchtkauf zwischen Privatpersonen schlicht nicht anfällt. Das Argument, mit dem diese Diskussion eröffnet wird, bringt es ungeschminkt auf den Punkt: Die Kreislaufwirtschaft wirkt auch als Damm gegen das, was ihr Verfasser nennt "dieses konfiskatorische Joch, das Spanien ist".
Die Idee steht auf drei Beinen. Erstens der Handel zwischen Privatpersonen: Wer einen Gebrauchtartikel von einer anderen Privatperson kauft — mit Ausnahme eines Autos — zahlt keine Mehrwertsteuer, und der Verkäufer holt etwas Geld zurück und los wird zugleich ein sperriges Teil, das nur Platz wegnahm. Zweitens die häusliche Selbstversorgung: erst reparieren, statt den Profi zu rufen, denn der berechnet immer diese 21% obendrauf. Drittens der Tausch, als der komplizierteste anerkannt — "es muss zufällig passen, dass das, was wir anbieten, den anderen interessiert" — aber nützlich, wenn sich zwei einigen.
Der Altkleidercontainer als Geschäft, nicht als Nächstenliebe
Die anfängliche Begeisterung stößt schnell auf die Marktwirklichkeit. Mehrere Beteiligte warnen, dass Altkleidercontainer kein karitativer Kanal sind: Die Firmen zahlen den Gemeinden dafür, sie neben den Mülltonnen aufzustellen, wie es auch beim gebrauchten Speiseöl der Fall ist, und ein großer Teil der Textilien landet im Wiederverkaufsgeschäft. Die Kritik wird schärfer: An manche Ziele kommt nur "der minderjährige Schrott" an.
Das Misstrauen gegenüber Zwischenorganisationen zieht sich durch einen Großteil des Gesprächs. Manche verlangen, dass Spenden bedürftige Familien erreichen und nicht Firmen, die weiterverkaufen und soziale Arbeit behaupten. Und der Verdacht über die Verwendung der Spenden taucht auf: Ein Beitrag erinnert daran, dass Spenden steuerpflichtig sind, was die Erwartung zerstört, für das Abgeben von altem Kram die Steuern senken zu können.
Der 15-Euro-Betrug, der alles vergiftet
Die schwächste Stelle des Gebrauchtmarkts ist nicht der Preis: es ist das Vertrauen. Ein konkreter Fall illustriert das schonungslos. Eine Privatperson verkauft einen Prozessor für 15 Euro; zwei Wochen später behauptet der Käufer, er gehe nicht an und sei defekt verschickt worden. Die Plattform gibt dem Käufer recht. Ergebnis: kein Geld, kein Prozessor und eine halbe Stunde verloren zwischen Verpacken und Gang zur Post. Die gezogene Schlussfolgerung ist unmissverständlich: Geschäft persönlich oder gar nicht.
Die Diagnose wiederholt sich: Die Apps sind voll von Feilschern, die für Vier-Euro-Artikel die Hälfte bieten, von Artikeln, die teurer sind als im lokalen An- und Verkaufsladen, und von Teilen, die demoliert sind. Manche ziehen den Umgang mit dem Finanzamt dem mit bestimmten Typen schlicht vor. Und wer viel im Internet verkauft hat, hat eine Schwelle festgelegt: Unter 8 oder 10 Euro lohnt es sich nicht, denn zwischen Verpacken, Schützen und dem Weg zum Abgabepunkt verdampft die Marge.
Reparieren, Umnutzen und die 10-Euro-Schwelle
Die Selbstversorgung hat überzeugte Verfechter, aber auch Nuancen. Eine Steckdose wechseln oder eine Waschmaschine reparieren setzt Können voraus; wenn es nicht anders geht, muss der Profi her. Beim Auto ist der Konsens ähnlich: Gebrauchtwagen und eigene Wartung, soweit machbar, für Kupplung oder Fahrwerk aber die Werkstatt.
Die wirtschaftliche Rechnung entscheidet. Ein genanntes Beispiel: Gebrauchtmaterial in tadellosem Zustand mit 30% Rabatt gegenüber Neuware gekauft, mit dem Zusatzvorteil, dass beim späteren Weiterverkauf kaum etwas verloren geht. Demgegenüber die Opportunitätskosten des schlechten Verkaufs: Benzin, Zeit und das Betrugsrisiko können den Verkaufspreis übersteigen.
Bleibt die verblüffende Zahl. Dasselbe Gespräch, das sich dafür ausspricht, zu schenken statt wegzuwerfen, gibt ungeniert zu, dass manche Kleidung direkt in den Container wandert — oder sogar vorher zerstört wird —, um sich kein Treffen antun zu müssen. Die Kreislaufwirtschaft funktioniert, wenn die Ersparnis den Aufwand rechtfertigt. Wenn nicht, gewinnt der Mülleimer weiter hoch überlegen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (47 Antworten).
Verkäufer bei Wallapop melden einen drastischen Umsatzrückgang. Hohe Inflation, Steuerdruck und explodierende Mieten belasten die Kaufkraft in Spanien.
Decathlon bietet gebrauchte Unterwäsche an, die angeblich von Experten geprüft und gereinigt wurde. Das Paradox: Rückgabe aus Hygienegründen verboten, Weiterverkauf erlaubt.
Der 1.0-TSI-Motor von Volkswagen wird als sparsamer und zuverlässiger Stadtwagen verkauft, doch Kritiker bemängeln Kohleablagerungen und einen Verbrauch, der nicht besser ist als bei einem Diesel.