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Gaza: Hunger als Waffe und westliches Versagen
Mittelalterliche Belagerungstaktiken kehren nach Gaza zurück. Analyse des westlichen Versagens, des GREAT-Trust-Plans und demografischer Streitigkeiten bleibt ungelöst.
Die mittelalterliche Belagerung kehrt nach Gaza als zeitgenössische Kriegsmethode zurück. Die These, die die Analyse eröffnet, ist unbequem: Es ist nicht das Versagen der Menschheit, sondern das unserer Zivilisation, der westlichen, die die Munition für den Völkermord liefert. Dieser Satz stammt nicht vom Sprecher selbst, sondern wird Joan Tardà von ERC zugeschrieben und voll geteilt. Israel wird als ein Staat argumentiert, der als westlich gilt, fast ein EU-Mitglied aufgrund seines besonderen Assoziierungsabkommens, und fast ein weiterer US-Bundesstaat mit einer spezifischen Abteilung im amerikanischen Apparat. Die gezogene Schlussfolgerung: Gaza ist ein westliches Vernichtungsfeld, auf dem die Vollstrecker Israelis sind, finanziert von den USA, Frankreich, Deutschland, Italien und auch Spanien.
Historischer Rahmen: Kreuzzüge, Rom und das Neue Königreich Jerusalem
Die Diskussion bleibt nicht bei der aktuellen Lage stehen. Sie greift auf die Kreuzzüge zurück, um zu behaupten, dass Israel eine Schöpfung des Westens ist, die gewaltsam im Osten gegen seine Bewohner eingeführt wurde. Der Vergleich mit Rom und der Eroberung Galliens dient dazu, zu diskutieren, ob der Begriff der Straflosigkeit anwendbar ist: Es wird argumentiert, dass wer in kleinen Dingen versagt, selten in großen Erfolg hat. Der Verweis auf Numantia erscheint als Spiegelbild: Wenn die Römer getan hätten, was Israel in Gaza vorgeworfen wird, wären wir heute immer noch stolz auf ihr Erbe.
Gegenargument: Hamas, Geiseln und der 7. Oktober
Gegen die Genozid-These vertritt eine andere Strömung die Ansicht, dass die Hamas alles riskierte, indem sie blutig in Israel einfiel, und nun die Bevölkerung Gazas die Folgen trägt. Es wird behauptet, dass die arabischen Länder wenig am Schicksal der Palästinenser interessiert sind und sie nicht sehen wollen. Es wird gefragt, wie viele der Toten Kämpfer und wie viele Zivilisten sind, und wie viele Zivilisten durch die Hamas ums Leben kamen. Es wird betont, dass sich Kämpfer in über 500 Kilometern Tunneln unter Schulen und Krankenhäusern verstecken, von wo aus sie Geschosse auf Israel abfeuern. Die genannte Zahl beträgt 60.000 Tote in Gaza, ohne überprüfte Aufschlüsselung.
Hunger als Propaganda und demografischer Streit
Einige vertreten die Ansicht, dass es der Hamas zuträglich sei, wenn ihre Bevölkerung hungert und Bilder der Hungersnot viral gehen. Die Echtheit der Fotos wird angezweifelt: extreme Nahaufnahmen, Kinder mit verdächtig neuen Eimern, Mütter ohne Anzeichen von Unterernährung oder sogar übergewichtig neben skelettierten Kindern. Dies alles wird als grob und beleidigend für die Intelligenz bezeichnet. Ein demografisches Datum wird lanciert: Die Bevölkerung Gazas ist gestiegen, was nach Ansicht dieser Strömung die Einstufung als Genozid widerlegt. Das Datum wird mit einer Quelle zur Weltbevölkerung begleitet.
Der Westen, das Christentum und das Paradox des Ostens
Die Antwort lässt nicht auf sich warten. Das Christentum wird als östliche Religion beansprucht, mit Johannes dem Täufer, Augustinus und Franz von Assisi als Bezugspunkten, und es wird behauptet, dass der Osten die Menschheit retten werde. Hiroshima und Nagasaki werden als katholische Städte Japans in Erinnerung gerufen. Es wird festgestellt, dass die Spanier am kämpferischsten gegen diese anglo-zionistische Barbarei seien, wegen ihrer Verteidigung von Trient, des katholischen Glaubens und der Göttlichkeit Marias sowie als Verteidiger des Völkerrechts und der Menschenrechte. Die Ironie über kleine Heuschrecken schließt das Argument ab.
Der GREAT-Trust-Plan und die „Riviera des Nahen Ostens“
Eine unerwartete Wendung kommt mit der Enthüllung, die dem Washington Post zugeschrieben wird, eines Plans der Trump-Regierung für Gaza: der GREAT Trust, Treuhandfonds für Wiederaufbau, wirtschaftliche Beschleunigung und Transformation von Gaza. Das Projekt schlägt die vollständige Vertreibung von mehr als zwei Millionen Bewohnern vor und die Umwandlung des verwüsteten Gebiets in ein technologisches und touristisches Paradies, das „Riviera des Nahen Ostens“ genannt wird. Die Verbindung zu Jared Kushner und dem Gelobten Land wird als apokalyptisch dargestellt.
Der genaue Punkt, an dem die Analyse ins Stocken gerät
Die Diskussion driftet hin zur internationalen Gesetzgebung, die als Theaterstück beschrieben wird, bis derjenige mit mehr Gewehren und Mut entscheidet, was auch immer. Es wird daran erinnert, dass Nnnn 1492 und zwischen 1939 und 1945 Verfolgung erlitten, und dass sich Israelis nun an Palästinensern abreagieren, weil sie können; in einigen Jahren wird es ihnen widerfahren. Die Grundfrage bleibt unbeantwortet: Ob eine Ein-Staat-Lösung für alle Menschen, unabhängig vom Glauben, tragfähig ist, oder ob Teilung oder Annexion der einzige Ausweg sind. Die Analyse stoppt dort und lässt die Wunde offen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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