Gas: Rechnungen von 65 bis 360 Euro, je nach Nutzung und Wohnung
Im November 2015 brachte ein Privatmann mit einem häuslichen Geständnis den Stein ins Rollen: Sein Freund hatte gerade in Madrid Erdgas installieren lassen, zahlt mehr als 250 Euro pro Zweimonatsrechnung im Winter und hatte 4.000 Euro für die komplette Installation ausgegeben. Seine Tochter heizt in einer 50-60-m²-Wohnung denselben Raum mit Strom für 70-100 Euro alle zwei Monate. Die Frage, die er stellte —ob die Gas-Befürworter einen gestehbaren Trick kennen— löste eine Diskussion mit 63 Antworten aus, die elf Jahre dauerte und, weit davon entfernt, gelöst zu werden, eine Landkarte hinterlässt, warum die Kosten der Gasheizung die am schlechtesten vergleichbare Zahl des spanischen Haushaltsbudgets sind.
Warum es zwei identische Gasrechnungen nicht gibt
Der erste Schlag gegen den Mythos der Vergleichbarkeit kommt schnell: Der Verbrauch hängt weniger vom System ab als von der Nutzung. Eine mittelgroße 95-m²-Wohnung in einer kalten Stadt, mit kleinem Kind und hoher Thermostateinstellung, treibt die Rechnung auf 150-180 Euro pro Monat (300-360 bei der Zweimonatsrechnung). Dasselbe Haus, mit ausgewachsenen Kindern und Heizung nur nach Bedarf, lag fünfzehn Jahre zuvor bei 100 Euro monatlich. Zwischen beiden Szenarien hatte sich der Kessel nicht geändert: wohl aber, wer darin wohnte.
Die Wärmedämmung erscheint als zweiter Faktor, und in Spanien ist sie die Achillesferse. Die Empfehlung aus dem Lehrbuch —Fenster und Türen mit Schäumen und Dichtbändern abdichten, Nebenzimmer verschließen, wie man es in Nordeuropa macht— stößt an eine Realität: Die meisten können sich keine Komplettsanierung leisten, und manchmal lohnt sie sich nicht einmal. Der spanische Wohnungsbestand, großteils ohne Effizienzkriterien gebaut, macht jeden Vergleich zum Ratespiel.
Der Faktor, den niemand einrechnet: die Nachbarn
Hier liegt der unbequemste Befund der Sache. In einem Mehrfamilienhaus wandert die Wärme der Nachbarwohnungen durch ungedämmte Decken und Trennwände. Eine Wohnung im Inneren des Gebäudes, umgeben von frierenden Nachbarn, kann auf 16 ºC bleiben, ohne dass etwas eingeschaltet wird. Wer die Temperatur seiner Wohnung senkt, profitiert nicht nur von der Wärme anderer: Er zwingt die Nachbarn, mehr auszugeben, um das Entweichen auszugleichen. Die Praxis wird als "Nutzen, was andere wegwerfen" verteidigt und als Energieparasitismus kritisiert. Technisch ist die zweite Analyse die richtige: Hielten alle dieselbe Temperatur, gäbe es keinen Austausch.
Ausrichtung und Windexposition vervollständigen das Bild. Eine Wohnung am Gebäudeende, ohne seitlichen Schutz, mit Ost-Süd-West-Ausrichtung und Gewerbeflächen im Erdgeschoss, zahlt deutlich mehr als eine vergleichbare Wohnung im Inneren. In Regionen mit hartem Klima, mit ganzen Wochen unter -5 ºC und vereisten Gehwegen, hört die Heizung auf, ein Luxus zu sein, und wird zur Überlebensfrage.
Die Daten, die einen Vergleich doch erlauben
Gegen den Lärm legen manche konkrete Rechnungen vor. Ein Nutzer aus einer kalten Region, mit gut eingestelltem Brennwertkessel und sichtbaren Leitungen, präsentiert eine Rechnung von 65 Euro für vier Monate realen Verbrauchs (die Zweimonatsablesung hatte sich wegen einer Reise summiert). Seine höchste Rechnung des vorherigen Winters, mit sieben Personen unter der Dusche und Wannenbädern für Kinder, erreichte 158 Euro alle zwei Monate für 2.400 kWh, zu einem Preis von 0,048459 Euro/kWh. Unter ihm liegt ein geschlossenes Gewerbelokal, zur einen Seite ein Nachbar, der nur nachts erscheint, und über ihm einer mit Elektroheizkörpern: wenig Wärme kommt an.
Am entgegengesetzten Ende zwei Fälle mit zentraler Gemeinschaftsheizung: eine Wohnung im ersten Obergeschoss mit ungenutztem Gewerbelokal darunter zahlt 888 Euro pro Jahr in 12 Raten von 74 Euro; eine Wohnung im vierten Obergeschoss mit Nachbarn unten und an einer Seite 840 Euro jährlich. Beide Gebäude schleppen Leitungen aus den späten 60er- und frühen 70er-Jahren mit sich herum, mit Erneuerungen und Defekten, die sich auf der Rechnung summieren. Gas ist in den letzten Jahren um 25 % gestiegen, aber die Wartung veralteter Anlagen wiegt genauso schwer wie das Molekül selbst.
Das Argument, das den Kreis schließt: die Kältetoleranz
Die einfachste Erklärung ist auch die, die man am wenigsten zugeben will: Manche leben bei 19 ºC ohne Heizung, mit Kapuzenpulli, und andere gehen nicht unter 22 ºC, selbst im Mai. Die Kältetoleranz, geprägt durch Gewohnheit und Region, erklärt Rechnungsunterschiede, die keine kWh-Berechnung rechtfertigen kann. Kleinkinder, das wiederkehrende Argument für ein höheres Thermostat, rechtfertigen es nicht immer: Manche ziehen sie bei 19 ºC groß, ohne dass sie öfter erkältet sind als andere.
Der Preis pro kWh diskriminiert dagegen kaum. Bei harmonisierten Tarifen ist Erdgas pro Energieeinheit günstiger als Strom, aber Elektroheizung mit Nachtstromtarif und Nutzung der thermischen Trägheit kann in kleinen, gut gedämmten Wohnungen mithalten. Die Frage, die alles ausgelöst hat —welches System lohnt sich in einem bereits gebauten Haus?— bleibt ohne endgültige Antwort. Die vollständige Rechnung, mit allen Posten aufgeschlüsselt, ergibt eine Differenz, die überrascht, wer nur auf den kWh-Preis schaut.
Mit diesen Zutaten reicht die Spanne der Gasheizung in Spanien von 65 Euro über vier Monate bis zu 360 Euro alle zwei Monate. Gleiches Etikett, gleiches Land, gleicher Winter. Niemand hat den Vergleich abschließen können, und wahrscheinlich wird es niemand tun, solange Dämmung, Nachbarn und Kältetoleranz nicht auf der Rechnung erscheinen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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