Galicische und asturische Käse, die den Gaumen erobern
Das Abendessen eines Feinschmeckers hat eine Auswahl an Käsen aus dem Nordwesten Spaniens auf den Tisch gebracht, die eine genauere Betrachtung verdient: ein roter Dreimilch-Käse Queso de Pria aus Asturien, geräuchert und mit scharfem Paprika, ein asturischer Pastor Picón im Stil eines Blauschimmelkäses und ein gereifter Villalpando-Schafskäse aus Zamora mit Gold-Auszeichnung bei den World Cheese Awards. Dazu eine galicische Empanada mit Kabeljau und Rosinen, galicische Grieben und Landbrot. Die Kombination ist ein Plädoyer für die handwerkliche Käsetradition, wenn auch nicht ohne Kontroverse: Die Entdeckung eines möglichen Fremdkörpers in der Empanada löste eine kurze Debatte über Anisakis aus, die sich erledigte, als sich herausstellte, dass es sich um den Stiel einer Rosine handelte. Jenseits des Zwischenfalls zeigt die Auswahl den Reichtum der Käse aus Asturien und Galicien, mit einer klaren Vorherrschaft von Blauschimmel- und Räucherkäsen.
Was diese Käse besonders macht?
Der rote Dreimilch-Käse Queso de Pria ist einer der kräftigsten: Er kombiniert Ziegen-, Schafs- und Kuhmilch und wird mit Paprika geräuchert, was ihm einen intensiven Geschmack und eine unverwechselbare Farbe verleiht. Der Pastor Picón erinnert an die Blauschimmelkäse der Picos de Europa, ein naher Verwandter des Cabrales. Der gereifte Villalpando wiederum verkörpert die Essenz des gereiften Schafskäses, mit einer Erfolgsbilanz, die Gold bei den World Cheese Awards umfasst. Das sind Produkte, die niemanden gleichgültig lassen und einen Gaumen verlangen, der kräftige Geschmacksrichtungen gewohnt ist.
Die Empanada und das Anisakis-Risiko
Empanada mit Kabeljau und Rosinen ist ein galicischer Klassiker, doch eine Beobachtung über eine möglicherweise verdächtige Struktur in einer Ecke löste den Alarm aus. Der gefürchtete Anisakis, ein Parasit, der in rohem Fisch vorkommt, kam in der Unterhaltung auf. Der Autor stellte jedoch klar, dass es sich um den Stiel der Rosine handelte, einen natürlichen Teil der Traube. Der Zwischenfall erinnert daran, wie wichtig es ist, Fisch über 60 °C zu garen, um Risiken zu vermeiden – doch in diesem Fall lag keines vor.
Klar ist: Die Gastronomie Nordspaniens besitzt in ihren Käsen und Empanadas ein Erbe, das es zu entdecken lohnt. Die offene Frage ist, ob sich diese handwerklichen Produkte in einem Markt behaupten können, der von Industriekäse und Fertig-Empanadas beherrscht wird.
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