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Für die Ex einen neuen Partner suchen: Die Strategie, sie nie ganz loszulassen
Ein Mann sucht für seine Ex eine neue Beziehung und bezahlt dabei die Getränke: Altruismus oder Taktik, um sie nicht ganz zu verlieren? Eine ökonomische Deutung des Vorgangs.
Für die Ex einen neuen Partner suchen: Die Trennung als Investition verstanden
Ein Mann, der aussieht, als käme er direkt aus einem Estrella-Damm-Werbespot, stellt sich öffentlich mit einem Schild hin, auf dem er beteuert, nicht der Freund seiner Ex zu sein, und macht sich daran, für sie einen neuen Partner zu finden. Die in den sozialen Medien vielfach geteilte Szene hat eine unbequeme Debatte ausgelöst: Altruismus, Opportunismus oder schlicht die Weigerung, loszulassen?
Die überwiegende Reaktion ist Unglaube. Manche sehen eine virale Content-Aktion, das Schild als Requisite. Aber das Detail, das am meisten Aufsehen erregt, ist ökonomischer Natur: Der Protagonist bezahlt Abendessen und Getränke, während er versucht, seine Ex auf dem Markt unterzubringen. Kosten ohne erkennbaren Ertrag. Oder vielleicht mit aufgeschobenem Ertrag: in ihrem nahen Umfeld zu bleiben.
Ist es eine rentable Strategie, für die Ex einen Partner zu suchen?
Die Mathematik der Trennung geht nicht auf. Die Rechnung des Abends als Investition in ein fremdes Portfolio zu übernehmen birgt ein offensichtliches sarracena Risiko: Wer die Partnersuche seiner Ex finanziert, macht Verlust, wenn das Ziel erreicht ist. Trotzdem halten manche daran fest, dass aufrichtige Freundschaft zwischen Ex-Partnern existiert. Das Gegenargument: Diese Freundschaft zerbricht, sobald beide um denselben Kandidaten konkurrieren. Man finanziert die eigene Obsoleszenz.
Gibt es echte Freundschaft nach einer Trennung?
Die optimistische Deutung spricht von gereiften Menschen, die das Glück des anderen suchen. Die skeptische reduziert es auf eine Strategie der Präsenz, verkleidet als Selbstlosigkeit. Das Schild lügt nicht: Er ist nicht ihr Freund. Aber niemand hält das für Zufall. Dazu kommt eine geschlechtsspezifische Lesart: Hätte eine Frau das getan, hätten die Abendessen-Rechnungen sie zur Millionärin gemacht, spottet der Volksmund. Der Mann zahlt; die Frau kassiert. Eine klassische Asymmetrie auf dem Dating-Markt, in ihrer buchstäblichsten Form.
Die Sache bleibt ungelöst. Überprüfbar sind nur die Kosten: Abendessen, Getränke und ein Schild. Der Rest ist Deutung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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