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Fünf Tech-Konzerne stellen die Hälfte des S&P 500
In einem Forum wird diskutiert, dass fünf Tech-Firmen die Hälfte des S&P 500 ausmachen. Der spanische Ibex verharrt bei 8.800 Punkten, während über eine mögliche Börsenblase gestritten wird.
Fünf Unternehmen bewegen die Hälfte des S&P 500, während der Ibex im Keller bleibt
Ein Artikel vertritt die These, der Aktienmarkt befinde sich am Höhepunkt einer Blase. Die Diskussion darüber dreht sich schnell zu einem Datum, das ein Teilnehmer einbringt: Die Marktkapitalisierung des S&P 500 wird stark von einer Handvoll Tech-Konzerne geprägt. Nach dieser Rechnung entfallen auf Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta rund 50 % des Index. Sind diese fünf überbewertet — und manche behaupten das —, bleibt der Rest des Marktes unter ihrem Gewicht begraben. Derweil notiert der Ibex 35, der vor fünf Jahren bei etwa 9.500 Punkten lag, heute bei rund 8.800. Von einer Blase dort eher wenig.
Was es bedeutet, wenn der Markt am Höhepunkt der Blase steht
Die Höhepunkt-These trägt nicht auf allen Märkten gleich. In Spanien verliert der Index seit einem halben Jahrzehnt an Höhe, das Übervaluierungsargument verliert damit den Boden. Wo es beißt, ist die Wall Street, vor allem der Nasdaq. Dort ändert sich das Gespräch: Manche verweisen darauf, dass der Hang Seng 2021 25 % verlor, und einige erwarten für den S&P 500 bereits einen ähnlichen Verlauf. Der KWEB-Fonds fiel laut Thread von 100 auf 34. Die Frage ist nicht, ob es Schaum gibt, sondern wo.
Die häufigste Antwort verweist auf die Konzentration. Wenn fünf Unternehmen die Hälfte des Index wert sind, ist der S&P 500 kein Thermometer des Marktes mehr, sondern eine Wette auf fünf Bilanzen. Ohne diese Tech-Werte sind viele Firmen seit Jahren seitwärts oder abwärts gelaufen und notieren zu vernünftigen Multiples. Es gibt Value, man muss ihn nur suchen.
Warum die Inflation die Blasenrechnung verändert
Bei laufenden Gelddruckmaschinen steigt der Markt nicht so stark, wie das Geld entwertet wird. Eine Aktie, die 300 % höher notiert als vor fünf Jahren, zeigt laut einer Meinung im Thread möglicherweise angesammelte Inflation statt Wertschöpfung. Und da kommt die genaue Rechnung ins Spiel: Fällt die Aktie um 10 % und die offizielle Inflation frisst weitere 7 %, übersteigt der reale Verlust 17 %. Die Reinigung, die manche für gesund halten — weitere 15 % oder 20 % —, steht noch aus.
Auch die Debatte über Cash hat Substanz. Liquidität zu halten bei 7 % Jahresinflation ist eine stille Blutung. Daher auch Microsofts rund 60 Milliarden für die Activision-Übernahme: Lieber für Vermögenswerte zahlen, als zuzusehen, wie sich die Bilanz auflöst, so ein Kommentar. Für den Kleinanleger bleibt die Alternative, einen festen Prozentsatz in Liquidität zu halten — 20 % ist die meistgenannte Zahl — und ihn bei Rabatten einzusetzen, statt komplett auszusteigen und auf den Kollaps zu warten.
Wann einsteigen? Die Frage, die niemand beantworten kann
Das Problem der Wartenden: Der Boden kündigt sich nicht an. Wer im September verkaufte, sieht zu, wie sein altes Depot sich kaum bewegt. Wer seitdem auf einen größeren Absturz wartet, erlebt nur Zickzack und keinen klaren Einstieg. Die DCA-Strategie — in Abständen kaufen, egal was passiert — gewinnt genau dadurch an Boden: Sie eliminiert die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt.
Der in den Analysen kursierende Kalender setzt die starke Korrektur ans Ende des ersten Quartals 2022. Das ist eine Wette, kein Fakt. Und man sollte den üblichen Bias bedenken: Wir hören seit einem Jahrzehnt, der S&P 500 steie auf Rekordhoch und werde abstürzen. Irgendwann wird es passieren.
Der spanische Ibex hat sich seit 2008 nicht mehr erholt, und wenn der S&P 500 steigt, zieht der spanische Index kaum nach; fällt er, stürzt er tiefer ab. Diese anhaltende Differenz sagt mehr über die Realwirtschaft als jeder Kerzenchart.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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