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Freispruch in Sevilla: DNA auf Kondomverpackung entlastet Angeklagten
Das Landgericht Sevilla spricht einen jungen Mann vom Vorwurf der Vergewaltigung frei, da die Speichel-DNA auf der Kondomverpackung von der Klägerin stammt.
Freispruch in Sevilla: Sie öffnete das Kondom mit dem Mund
Ein benutztes Kondom, eine Verpackung mit Speichel und eine Anzeige wegen sens Übergriffe, die sieben Jahre Haft forderte. Das Landgericht (Audiencia Provincial) von Sevilla sprach einen jungen Mann frei, der beschuldigt wurde, eine Freundin nach einer Party in Montequinto am 29. September 2023 vergewaltigt zu haben. Das Gericht hielt die Aussage der Klägerin für glaubwürdig, fand jedoch im DNA-Gutachten ein Detail, das dies unmöglich machte: Die genetischen Spuren auf der Kondomverpackung stammten von ihr, nicht von ihm.
Das bereits rechtskräftige Urteil wurde zuerst vom Diario de Sevilla berichtet. Der Angeklagte behauptete von Anfang an, dass der Sens einvernehmlich war und dass sie die Verpackung mit dem Mund geöffnet habe, als er nervös wurde. Die Staatsanwaltschaft forderte sieben Jahre; die Nebenklage neun. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Die Verteidigung gewann.
Was die DNA auf der Kondomverpackung fand
Das forensische Gutachten war der Kern des Urteils. Der Abstrich der Verpackung stimmte mit dem genetischen Profil der Klägerin überein. Daraus schließt der Senat, dass sie es mit dem Mund öffnete, wie der Beschuldigte aussagte. Und fügt eine Begründung hinzu, die Kontroversen auslöste: „Es ergibt keinen Sinn, dass das Opfer dem Täter die Peine erleichtert“, indem sie das Kondom öffnet.
Das zweite Detail des Berichts sprach ebenfalls gegen die Version der Klägerin. Auf ihrem Gürtel befand sich nur ihr eigenes genetisches Material, keines des Angeklagten. Der Senat kommt zu dem Schluss, dass nicht bewiesen ist, dass er ihn zerriss, wie sie behauptete.
Das Gericht anerkannte, dass die Aussage der jungen Frau „streng genommen“ die Voraussetzungen erfüllte, um die Unschuldsvermutung des Angeklagten zu widerlegen, und dass sie durch eine Freundin, eine Klassenkameradin und zwei Polizisten bestätigt wurde. Aber es lobte auch die Aussage des jungen Mannes, die den Senat „durch ihre Entschiedenheit, Kohärenz und Klarheit überraschte“.
Warum die Richter keine Falschaussage in ihrer Version sehen
Hier liegt der Punkt, der die Sache angeheizt hat. Das Urteil leitet keine falsche Aussage gegen die Klägerin ab. Im Gegenteil, es zeigt Verständnis für sie und spekuliert, dass sie „sich später für den Geschlechtsverkehr schämte“, den sie gehabt hatte, weil sie ihn „als Verrat an ihrer sens Identität“ oder als „unbefriedigende Erfahrung, die sie psychisch belastet haben könnte“, empfand.
Das heißt: Das Gericht gibt zu, dass die Version angesichts der wissenschaftlichen Beweise nicht haltbar ist, geht aber nicht so weit, eine falsche Anschuldigung anzunehmen. Die Klägerin hatte ausgesagt, homosenshomo zu sein, eine Partnerin zu haben und diese dem Angeklagten vorgestellt zu haben. Der Freispruch ist rechtskräftig. Es gibt keine Verurteilung für sie. Keine Sanktion. Nichts.
Das Grundproblem: Verurteilung allein auf Basis der Aussage der Klägerin
Die häufigste Lesart des Falls zielt nicht auf die Klägerin, sondern auf die Regel. Wenn die Aussage des vermeintlichen Opfers ausreicht, um die Unschuldsvermutung zu widerlegen, wird jede Anklage ohne materiellen Beweis zum Roulettespiel. In diesem Fall gab es eine Verpackung mit Speichel. In den meisten Fällen gibt es nichts: keine Verpackung, keinen Gürtel, keinen Abstrich.
Manche argumentieren, dass die Beweislast faktisch umgekehrt wurde: Nicht mehr die Anklage muss die Schuld beweisen, sondern der Angeklagte muss seine Unschuld beweisen. Und das ist bei Straftaten, die ohne Zeugen und ohne Spuren begangen werden, der Nachweis eines Impossible. Die genetische Analyse rettete diesen jungen Mann. Das Fehlen genetischer Beweise rettet niemanden.
Was passiert mit Falschaussagen, wenn das Gericht sie rechtfertigt?
Die Frage, die den Fall durchzieht, ist juristischer Natur und hat eine unbequeme Antwort: Eine Falschaussage erfordert Vorsatz, den nachgewiesenen Willen, jemandem wissentlich Schaden zuzufügen. Wenn das Gericht nachträgliche Reue oder psychische Konflikte als plausible Erklärung einführt, verschwindet der Vorsatz. Und ohne Vorsatz gibt es kein Verbrechen.
Daher sind sich die meisten Analysen in einem Punkt einig: Es ist fast unmöglich, eine Verurteilung wegen Falschaussage gegen eine Frau in solchen Fällen zu erreichen. Man kann immer Druck, Stress, Blockade oder Verwirrung geltend machen. Die praktische Konsequenz ist, dass die Kosten einer falschen Anschuldigung vollständig beim Angeklagten liegen, selbst wenn er freigesprochen wird.
Das Detail, das den Prozess entschied: Wer öffnete die Verpackung?
Die vom Urteil beschriebene Sequenz ist detailliert. Er nahm ein Kondom vor dem Eindringen. Er war nervös und konnte die Verpackung nicht öffnen. Sie öffnete sie mit dem Mund. Diese Geste, die in jeder anderen Nacht irrelevant wäre, ist das Einzige, was diesen jungen Mann von einer siebenjährigen Haftstrafe trennt.
Es reicht, ein einziges Element zu ändern, und das Ergebnis ist das Gegenteil. Wenn er das Kondom geöffnet hätte. Wenn die Verpackung in einen Mülleimer geworfen worden wäre. Wenn der Wind sie vor der Spurensicherung weggeblasen hätte. Wenn sie sie mit den Nägeln geöffnet hätte. In all diesen Szenarien sagt das DNA-Gutachten nichts aus, und die Worte der Klägerin stehen allein denen des Angeklagten gegenüber.
Und wenn nur zwei Worte übrig bleiben, hat der Senat in diesem Urteil bereits festgelegt, welches schwerer wiegt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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