Forumsteilnehmer berichtet von sprunghaft ansteigenden Zwangsvollstreckungen in Spanien

Ein Forero behauptet, dass Zwangsvollstreckungen in Spanien sprunghaft ansteigen, während in Las Rozas bei Madrid Dreizimmerwohnungen für unter 600.000 Euro angeboten werden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forumsteilnehmer berichtet von sprunghaft ansteigenden Zwangsvollstreckungen in Spanien
„Die Zwangsvollstreckungen explodieren“, sagt ein Forumsteilnehmer – und der Immobilienmarkt beginnt zu wanken

Wie hoch muss die monatliche Belastung sein, damit jemand seine Hypothek nicht mehr bedienen kann? Im Forum gibt es Nutzer, die behaupten, dass die Zwangsvollstreckungen von Hypotheken in Spanien sprunghaft ansteigen – genau dann, wenn laut mehreren Teilnehmern die Immobilienpreise in Gegenden zu fallen beginnen, die bis vor Kurzem als unantastbar galten. Ein Nutzer, der angibt, in Las Rozas (Madrid) zu wohnen, berichtet, dass dort bereits Dreizimmerwohnungen mit Garage und Pool für unter 600.000 Euro angeboten werden, während vor drei Monaten, so fügt er hinzu, noch 650.000 bis 700.000 Euro verlangt wurden. Nach seiner Aussage sinkt der Preis von ein bis zwei Wohnungen pro Woche. Auf den Straßen herrscht keine Panik. Es gibt etwas anderes: Verkäufer, die laut diesem Bericht nicht mehr daran glauben, dass die Preise niemals fallen.

Warum sinken die Preise in Las Rozas und Majadahonda?

Nach der Abfolge, die ein Teilnehmer beschreibt, rotiert der Bestand nicht, und der Verkäufer kapituliert schließlich: Das Inserat bleibt stehen, kein Käufer kommt, ähnliche Objekte häufen sich, und jemand bricht den Markt nach unten, um sein eigenes loszuwerden. Ab dann muss sich der Rest der Straße neu positionieren.

Ein anderer Nutzer schildert den Fall von Majadahonda: Ein Reihenhaus, das für 800.000 Euro angeboten wurde, wurde im August schließlich für 740.000 Euro verkauft – nach mehr als einem Jahr auf dem Markt. Die Preissenkung: 60.000 Euro. Laut demselben Bericht wurde dieses Reihenhaus seinerzeit als Sozialwohnung (vivienda de protección oficial) errichtet.

Der Neubau, der den Boden des Marktes stützt

Ein Nutzer weist darauf hin, dass der Bau einer kleinen Wohnung heute rund 250.000 Euro kostet, und dazu kommen noch Steuern, Löhne, Genehmigungen und Gewinn. Das ist das Argument derjenigen, die behaupten, dass der Spielraum für Preisrückgänge begrenzt ist. Auf der anderen Seite steht die reale Nachfrage – und da stimmt die Rechnung nicht.

Wie viel muss ein Haushalt verdienen, um eine Hypothek über 600.000 Euro zu bedienen?

Ein Nutzer rechnet vor, dass eine Hypothek über 600.000 Euro bei einer angemessenen Laufzeit eine monatliche Rate erfordert, die über dem häufigsten Gehalt in Spanien liegt – und dafür bekommt man im besten Fall eine 70-Quadratmeter-Wohnung. Die Diskrepanz zwischen Kosten und Einkommen ist für ihn der Kern der Sache.

Beschäftigung als Auslöser und die Frage, die niemand beantwortet

Für einen der Teilnehmer beginnt jede Immobilienkorrektur mit den Preisen und endet mit der Arbeitslosigkeit: Zuerst rotiert der Bestand nicht, dann sinken die am schlechtesten positionierten Segmente, und erst wenn die Entlassungen kommen, bricht der Boden. Manche behaupten, dass bereits in großen Unternehmen gut bezahlte Stellen abgebaut werden; die Frage, die kursiert, lautet nicht, ob es eine Korrektur geben wird, sondern wer sie bezahlt.

Die andere Unbekannte ist das ausländische Kapital. Manche behaupten, es gebe mehr als genug Geld, das zu jedem Preis kaufen wolle, und ein Nutzer erwähnt institutionelle Fonds, die auf Korrekturen warten, um einzusteigen. Falls das passiert, wird der Preisverfall früher gestoppt, als viele erwarten.

Nicht wie 2008 – oder vielleicht doch: die beiden Prognosen

Das optimistische Szenario, in den Worten eines Nutzers, spricht von Stabilisierung und Seitwärtsbewegung über ein bis zwei Jahre. Ein anderer behauptet: „Es ist kein Crash wie 2008, es ist ein 2008 in der zehnten Potenz.“ In der Mitte bleibt ein oft wiederholter Gedanke: Mit den heutigen Löhnen halten die aktuellen Preise nur stand, wenn ein Käufer kommt, der nicht von seinem Gehalt abhängig ist.

Angesichts dieser Lage lautet der häufigste Rat: nichts unterschreiben. Wenn sie recht behalten, wird 2027, so die Prognose eines Nutzers, interessante Angebote bringen. Wenn sie sich irren, zahlen sie weiter Miete, während ein anderer die Hypothek abbezahlt.


Im Thread erwähnte Links: La Razón, afectadosporlahipoteca.com.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (49 Antworten).

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