Forumsnutzer: Sánchez verspricht 10 Milliarden für zinslose Kredite

Ein Forumsnutzer behauptet, Sánchez verspreche im Wahlkampf 10 Milliarden Euro in zinslosen Krediten für junge Menschen. Im Thread geht es um taktische Stimmabgabe und die Zersplitterung der Rechten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forumsnutzer: Sánchez verspricht 10 Milliarden für zinslose Kredite
Forumsnutzer: Sánchez verspricht 10 Milliarden in zinslosen Krediten mitten im Wahlkampf

In dem Thread wird behauptet, Pedro Sánchez verspreche jetzt 10 Milliarden Euro in zinslosen Krediten für junge Menschen mitten im Wahlkampf. Laut demselben Beitrag geschieht dies, nachdem das Parlament acht Jahre lang aufgelöst war. Die Maßnahme hat bei denen wie eine Bombe eingeschlagen, die seit Jahren davor warnen, dass die spanische Wirtschaftspolitik nach Wahlkampfimpulsen funktioniert und nicht nach ausgeglichenen Haushalten.

Die häufigste Reaktion war keine Überraschung, sondern déjà vu. Ein Teilnehmer fasste es mit einem Bild zusammen, das mehr wert ist als jeder Bericht der Banco de España: Spanien braucht wieder einen eisernen Chirurgen, wie vor hundert Jahren. Der Satz, mit seiner ganzen historischen Last, verweist auf ein Unbehagen, das über die konkrete Ankündigung hinausgeht.

Die zinslosen Kredite, die im Wahljahr kommen

Die Ankündigung von 10 Milliarden in zinslosen Krediten für junge Menschen ist laut dem Thread kein Einzelfall. Sie kommt in einem Kontext, in dem die Regierung nach der Version, die in Wirtschaftskreisen kursiert, seit acht Jahren keinen Staatshaushalt verabschiedet hat. Per Dekret zu regieren und mitten im Wahlkampf weitreichende Maßnahmen anzukündigen, hat einen Fachbegriff: politischer Zyklus. Und einen umgangssprachlichen: Stimmenkauf mit Geld, das noch nicht eingenommen wurde.

Die Kritik betrifft nicht nur die Form. Das Design des Instruments —Kredite, keine Zuschüsse— bedeutet, dass jemand dieses Geld zurückzahlen muss. Die offiziellen Zinssätze liegen weiterhin auf einem Niveau, das einen Kredit zu 0 % in der Praxis zu einer Einkommenstransfer vom allgemeinen Steuerzahler zum jungen Kreditnehmer macht. Niemand hat bislang erklärt, woher das Geld für die Deckung der Opportunitätskosten kommen soll.

Manche halten die Maßnahme für eine weitere Nebelkerze aus dem Sánchez-Baukasten: ankündigen, einweihen, und den Nachfolger zahlen lassen. Andere, wohlwollendere Stimmen meinen, dass zumindest ein echtes Problem in den Fokus rückt —der Zugang zu Wohnraum und Kredit für unter 35-Jährige—, auch wenn das Instrument fragwürdig ist. Die vollständige Rechnung, mit Kapitalkosten und Defizitwirkung, ergibt eine Zahl, die überrascht.

Dracula-Regierung und die Verteilung der taktischen Stimme

Die Metapher, die am stärksten Anklang gefunden hat, ist die der Dracula-Regierung. Keine Frankenstein-Koalitionsregierung, sondern etwas Schlimmeres: eine Regierung, die immer wieder aufersteht, obwohl sie längst totgesagt wurde. Das Bild hat seinen Witz und seinen tieferen Sinn. Die Linke der PSOE (der spanischen sozialistischen Arbeiterpartei), so diese Analyse, werde zusammen mit allen Parteien, die um diesen Raum konkurrieren, keine drei Sitze gewinnen. Sánchez agiere —wörtlich, agiere— als der glühendste Kommunist des Landes, um diese gesamte taktische Stimme einzusammeln.

Der Mechanismus ist pervertiert und wirksam. Die Wähler, die Sánchez loswerden wollen, verteilen sich auf PP, Vox und andere Parteien, während die, die ihn behalten wollen, sich auf einen einzigen Stimmzettel konzentrieren. Ergebnis: absolute Mehrheit des Regierungslagers, obwohl dessen Stimmenzahl gar nicht wächst. Die Wahlarithmetik kennt keine Gnade.

Die Frage, die in der Luft liegt, ist, ob es diesmal anders wird. Die häufigste Antwort lautet: nein. Dass Sánchez weitermacht, bis er an Altersschwäche stirbt, wie jemand mit mehr schwarzem Humor als Hoffnung sagte. Der Pflock, der Knoblauch und der Bleisarg, die der Titel dieser Diskussion fordert, sind im Kern ein Running Gag über die Unfähigkeit der Opposition, eine glaubwürdige Alternative zu formulieren.

Was am 29. auf dem Spiel steht: taktische Stimme und Wahlenthaltung

Der 29. ist kein gewöhnliches Datum. An diesem Tag entscheidet sich, ob die Dracula-Regierung weitersaugt oder ob jemand den Pflock in das Herz treibt. Die Parole, die durch die Wirtschaftsforen geht, ist klar: wählen, wählen und nochmals wählen. Nicht aus Begeisterung, sondern aus demokratischer Hygiene. Die Wahlenthaltung, die bei anderen Wahlen als Würdegeste verkauft wurde, gilt hier als Luxus, der nur denen nützt, die schon drin sind.

Das Problem ist: für wen wählen? Die Zersplitterung des Mitte-rechts-Lagers ist Sánchez' wertvollstes Kapital. Solange sich PP, Vox und die Überreste von Ciudadanos um denselben Raum streiten, muss die PSOE nicht wachsen: Es genügt, dass sich die anderen nicht zusammenschließen. Das ist die Quadratur des Wahlkreises.

Die Prognose, mit aller Vorsicht, lautet, dass am 29. das Übliche passieren wird. Dass sich die Linke sammelt, die Rechte sich spaltet und Sánchez erneut eine Regierung bildet. Oder auch nicht. Denn in der Politik, wie in der Ökonomie, liegt der Konsens meistens falsch. Und diesmal lautet der Konsens: Da lässt sich nichts machen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).

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