Forum Vorschlägt Liste Rechter Spanischer Gemeinden zur Umsiedlung
Eine Liste, die seit einiger Zeit am Rande des Internets kursiert, ist wieder aufgetaucht: ein Inventar spanischer Gemeinden, ausgewählt nach ihrem Wahlergebnis, ihrer Demografie und Topografie. Das Kriterium sind weder Quadratmeterpreise noch Glasfaseranschlüsse, sondern das Kräfteverhältnis. Der Ausgangspunkt ist eine arithmetische Feststellung: Die Wahlkarte von 2019 täuscht, weil sich die Rechte auf drei Parteien – PP, Ciudadanos und Vox – aufteilt, was echte Mehrheiten in Gemeinden verwässert, in denen die PSOE letztlich die meisten Stimmen erhält. Der Vorschlag besteht darin, diese Orte zu lokalisieren, Häuser zu kaufen und sich dort anzumelden.
Das Inventar beginnt mit etwa zwanzig Ortschaften in Asturien, León, Salamanca, Kantabrien und Jaén. Es handelt sich nicht um zufällige Dörfer: Jeder Eintrag enthält Einwohnerzahlen, detaillierte Wahlergebnisse, Gemeindehaushalte und Geländebeschreibungen. Die Grundidee ist, dass kleine Zentren mit konservativer sozialer Mehrheit und schwieriger Erreichbarkeit als Ankerpunkte für Menschen dienen können, die aus Großstädten wegziehen möchten.
Gemeinden der Liste und ihre Zahlen
In Asturien erscheinen Sariego, Caravia, Cangas de Onís, Salas und Amieva. Sariego, mit 1.252 Einwohnern, verzeichnete im April 2019 370 rechte Stimmen gegenüber 355 linken, bei einem Haushalt von 1.042.000 Euro. Caravia, mit 477 Einwohnern, gab 180 Stimmen rechts und 134 links. Cangas de Onís, mit 6.278 Einwohnern, zählte 1.931 rechte gegen 1.556 linke Stimmen. Salas, 5.084 Einwohner, 1.571 gegen 1.347. Amieva, 675 Einwohner, 190 gegen 172.
In León und Zamora umfasst die Liste Sajambre (252 Einwohner, 107 rechte gegen 55 Stimmen), Valdeón (452, 166 gegen 112), Burón (304, 167 gegen 55), Barrios de Luna (313, 133 gegen 67), Oencia (278), La Bañeza (10.307, 3.632 gegen 2.138), Astorga (11.029, 4.257 gegen 2.350), Riofrío de Aliste (684), Guijuelo (5.630) und Ciudad Rodrigo (12.896, 4.945 gegen 2.254). In Salamanca gab La Alberca (1.107 Einwohner) 446 rechte gegen 287 linke Stimmen, obwohl die PSOE die Kommunalwahlen mit 423 Stimmen gewann.
In Kantabrien sind San Pedro de Romeral (466 Einwohner), Potes (1.350, 539 gegen 280), San Vicente de la Barquera (4.173, 1.370 gegen 1.297) und Hermandad de Campoo de Suso (1.627, 590 gegen 429) aufgeführt. In Jaén werden Iznatoraf und Villanueva del Arzobispo erwähnt, die ein Teilnehmer als die einzigen zwei Gemeinden darstellt, in denen Vox die Parlamentswahlen gewann.
Geländekriterien und Verteidigungsaspekte
Die Auswahl berücksichtigt nicht nur das Wahlverhalten. Es gibt eine explizite geografische Komponente: Bevorzugt werden geschlossene Täler, Berge und begrenzte Zugänge. Monasterio de Hermo, im kantabrischen Gebirge, wird als Dorf mit einem einzigen schmalen Zugangsweg beschrieben. Granadilla, in Cáceres, erscheint als von einer Talsperre umgebenes Mauergebiet. Cedillo wird wegen seiner Lage an der Grenze zu Portugal genannt. Die Logik ist die eines Rückzugsraums, nicht einer Wohnsiedlung.
Der Gemeindehaushalt spielt ebenfalls eine Rolle. Barrios de Luna, mit 313 Einwohnern, verwaltet dank der Grundsteuer auf den Stausee 425.000 Euro, eine hohe Summe für seine Größe. Sajambre, mit 252 Einwohnern, hat 494.000 Euro. La Bañeza, mit 10.307 Einwohnern, erreicht 8.443.000 Euro. Diese Zahlen ermöglichen es zu berechnen, welche Dienstleistungen aufrechterhalten werden können und welche nicht.
Schwachstellen des Plans: Galizien, Migration und lokale Machtstrukturen
Nicht jeder akzeptiert das Wahlkriterium. Einige behaupten, dass die PP in Galizien wie eine moderate Version der PSOE funktioniere und dass die Wähler im ländlichen Galizien nicht mit der Parteiführung übereinstimmen. Die Antwort lautet, dass konservative Wähler und Parteiapparat verschiedene Dinge seien und dass in Lalín oder der Provinz Ourense die soziale Mehrheit traditioneller sei als die Führung.
Ein weiterer Einwand betrifft die tatsächliche Demografie der Dörfer. Es wird darauf hingewiesen, dass Peñafiel, mit 5.000 Einwohnern, einen erheblichen Anteil an Roma-Bevölkerung habe und dass Los Santos de la Humosa oder Sigüenza überdurchschnittliche Migrantenanteile aufweisen. Der Gegenvorschlag ist, kleinere Zentren in der Umgebung zu suchen. Manche schlagen auch vor, dass Wiederbesiedlungskriterien nicht nur ideologisch, sondern auch herkunftsbasiert sein sollten, eine Haltung, die nicht von allen geteilt wird.
Der dritte Schwachpunkt ist die Erreichbarkeit. Sariego, eine der bestbewerteten Gemeinden, hat eine nahegelegene Autobahn, die die Immobilienpreise in die Höhe treibt und den Zugang von überall erleichtert. Was für manche ein Vorteil ist, stellt für andere ein Verteidigungsproblem dar.
Das Inventar bleibt offen. Einige bitten darum, Puebla de Sanabria in Zamora, an der Grenze zu Portugal, hinzuzufügen, während andere Platz für weitere Ergänzungen reservieren. Die unbeantwortete Frage ist, wie viele Menschen bereit sind, sich in einem Dorf mit 300 Einwohnern anzumelden, um dessen Statistik zu verändern. Bislang ist es nur eine Liste.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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