Reduziert 0,75 Dioptrien in 8 Monaten mit schwächeren Brillen und zwei Stunden Sonne
Seinem Bericht zufolge lässt sich Kurzsichtigkeit ohne Ärzte oder Pillen umkehren. Wer das behauptet, bringt keinen klinischen Versuch mit: Er bringt sein Rezept. Er ging davon aus, dass die Optiker ihm -4,75 und -4,50 Dioptrien verschrieben hatten, und kam zurecht mit -3,75 auf beiden Augen. Das sind 0,75 Dioptrien weniger in acht Monaten, und bis zu einer vollen Dioptrie zu den besten Tageszeiten. Die kleinen Druckfehler kommen von selbst: Seit dem Sommer bemerkt er keine weiteren Fortschritte mehr, und seine Sehschärfe schwankt je nach Tageszeit, Licht und angesammelter Müdigkeit.
Der Bericht stammt von einer Person Anfang 30, kurzsichtig seit 11 Jahren, mit der ersten Korrektur um -1,5 Dioptrien und Brille seit der Pubertät. Seine These ist, dass übermäßige Korrektur und ganze Tage vor dem Computer den Ziliarmuskel dauerhaft unter Spannung gesetzt haben, und dieser Reiz hat den Augapfel verlängert. Jeder Besuch beim Optiker erhöhte sein Rezept um 0,25 bis 0,5 Dioptrien. Genervt stellte er sein eigenes Protokoll zusammen: Pausen alle 20 Minuten, gutes natürliches Licht, ohne Brille auf bekannte Wege gehen, Vögel beobachten und fahrende Nummernschilder lesen.
Von -4,75 D auf -3,75 D: Die Zahlen der Methode
Das Schema ist kein Geheimnis: Brillen unterschiedlicher Stärke je nach Entfernung. Für den Computerbildschirm verwendet er Differenzgläser von -2,25 D; für die Straße und Nacht standardisierte von -3,75 D; und er behält andere Korrekturen (-2,00 D, -3,25 D, -3,50 D) für bestimmte Lichtverhältnisse oder Entfernungen. Mit den bei AliExpress gekauften -3,5-D-Gläsern erneuerte er seinen Führerschein.
Um zu überprüfen, ob die Zahlen stimmen, greift er auf die Snellen-Tafel und eine klassische Regel von drei zurück: Wenn er kleinen Text auf 24 Zentimetern liest, entspricht das 100/24 = 4,16 Dioptrien. Mit den Differenzgläsern rutscht dieselbe Lesung auf 59 Zentimeter, was -1,6 D plus die -2,5 D des Glases ergibt, also -4,19 D. Nachts, mit der standardisierten Korrektur, liest er die Zeile 20/20 auf drei Metern. Morgens, mit losen Linsen, erreicht er den Bildschirm auf 75-80 Zentimetern. Die vollständige Aufschlüsselung jeder Korrektur und jeder Entfernung ergibt eine Tabelle, die hier nicht passt.
Was sind Differenzbrillen für den Computer?
Es sind Gläser mit geringerer Stärke als das offizielle Rezept, gedacht für Naharbeit ohne Anstrengung der Augen. Die Logik ist einfach: Wer vier negative Dioptrien hat und einen Bildschirm auf 50 Zentimetern betrachtet, braucht nicht die volle Korrektur; die Hälfte reicht. Die verwendete Regel besagt, dass unter zwei negativen Dioptrien sie nicht nötig sind, weil man auf dieser Entfernung auch ohne Glas scharf sieht.
Der theoretische Rahmen kommt von Endmyopia, der Methode, die Jake Steiner zitiert und deren konservativste Version positive Linsen für die letzte Dioptrie reserviert, wenn die Myopie unter -1,00 D liegt. Auch die Bates-Methode wird erwähnt, mit Fokussierungs- und Entspannungsübungen. Die gemeinsame Idee: Den unscharfen Horizont in einer Entfernung platzieren, die das Auge dazu zwingt, zu arbeiten, ohne es zu verspannen.
Das Augenrisiko, das gegen diese Praktiken angeführt wird
Hier bricht jeder Konsens zusammen. Ein Teil behauptet, dass die Verkürzung der Augenlänge mit Gewalt die Netzhaut locker machen und das Risiko einer Ablösung erhöhen würde, zusätzlich zu möglichen Änderungen des intraokularen Drucks. Die Antwort lautet, dass Ablösungen mit hoher Myopie assoziiert sind, nicht mit einer Reduktion von weniger als einer Dioptrie, und dass eine axiale Verlängerung in die entgegengesetzte Richtung an sich kein Problem darstellt. Keine der beiden Positionen liefert Studien, die die Diskussion beenden. Bei jedem Augensymptom sollte die Entscheidung einem Gesundheitsfachmann überlassen werden.
Fälle, die behaupten, es geschafft zu haben
Es ist kein isoliertes Zeugnis, obwohl alle nur das sind: Zeugnisse. Einer erklärt, er sei in zwei oder drei Jahren von -3,75 auf -1,75/-2 gegangen. Ein anderer versichert, er habe von -2,75 auf -0,50 gesenkt mit Übungen der Augenmuskulatur, weniger Brillen und Sonnenbädern. Ein Dritter sagt, er habe zwei Dioptrien mit Entspannung und Fernfokus reduziert. Und es gibt solche, die seit 2000 1,4 Dioptrien haben, nie eine Brille getragen haben, eine Untersuchung machten und gleich blieben, mit etwas Astigmatismus.
Erscheinen auch alternative Erklärungen. Eine der am häufigsten wiederholten: Ein Teil der spontanen Verbesserung kommt mit dem Alter, weil Kurzsichtige dazu neigen, leicht weitsichtig zu werden und die Dioptrien sich kompensieren. Eine andere weist auf natürliches Licht und Zeit im Freien als Hauptfaktor hin, eher als auf die Übungen.
Von 5 auf 200 Euro: Die Marge, die empört
Das wirtschaftliche Kapitel heizt den Ton an. Es wird behauptet, dass die Gläser etwa 5 Euro kosten und die Brillen schließlich für 200 verkauft werden, und dass jede jährliche Überprüfung in einer Erhöhung der Stärke endet. Die Anschuldigung ist grob und wird ohne Audit ausgesprochen, aber sie verbindet sich mit einem breiten Misstrauen gegenüber dem Optik-Kreislauf. Der Unterzeichner des Berichts versichert, dass ein Arzt bestätigt hat, dass es eine schlechte Idee ist, dieselbe Korrektur für alle Entfernungen zu verwenden. Da ist das Geschäft, meint er.
Atropin und DIMS-Linsen: Was die Medizin tatsächlich studiert
Gegen Heimwerker-Lösungen geht die konventionelle Forschung einen anderen Weg. Ein randomisierter klinischer Versuch bei Kindern wird zitiert, der verdünntes Atropin zu 0,025 % mit DIMS-Technologie-Linsen vergleicht, die entwickelt wurden, um die zentrale Sicht scharf zu halten und gleichzeitig eine periphere Unschärfe zu erzeugen, die das axiale Wachstum bremst. Die Studie scheint von der Spanischen Agentur für Arzneimittel unterstützt zu werden. Das heißt, auch die Orthodoxie gibt zu, dass Optik und Umgebung die Pogre der Myopie modulieren. Nur tut sie dies mit Protokollen und Kontrollen.
Die Methode verspricht jedenfalls keine Wunder: Ihr Autor setzt die Obergrenze bei etwa einer Dioptrie pro Jahr fest und erkennt an, dass sie stagniert. Bleibt vorerst ein weiteres Zeugnis einer teilweisen und diskutablen Verbesserung. Die vorhandenen Daten, seine eigenen, laden zum Glauben ein. Die fehlenden tun das nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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