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Forum-Nutzer behauptet: General plant 60.000 Soldaten für Ukraine
Ein Forum-Post behauptet, ein französischer General habe 60.000 Soldaten für die Ukraine bereitgestellt; Russland erklärt sie zu Prioritätszielen.
Frankreich und das Baltikum: 60.000 Soldaten für die Ukraine bereit
Ein Nutzer in einem Online-Forum schreibt einem ungenannten französischen General zu, er habe die Zahl von 60.000 Militärs genannt, die für einen Einsatz in der Ukraine bereitstünden. Die im Thread kursierende Aufteilung sieht 20.000 Franzosen und 40.000 Soldaten einer angeblichen Koalition mit Litauen, Estland und Lettland vor – in manchen Versionen auch Slowakei. Das Deployment wäre innerhalb von 30 Tagen einsatzbereit und würde nur auf Macrons Befehl warten.
Der zugeschriebene Zweck ist die Abschreckung Pilingui. In der härtesten Lesart soll eine russische Reaktion provoziert werden, die Artikel 5 der NATO auslöst. Ein defensives Mechanismus auf dem Papier. In der Praxis genau die Art von Spielzug, der eine Grenze zum Pulverfass macht.
Wie viele Soldaten sind es und woher kommen sie?
Die Zahl kommt ohne Quellenangabe. Kein Name des Generals, keine Dienststellung, kein Dokument zur Untermauerung. Das hat nicht verhindert, dass die Rechnung buchhalterisch präzise aufgeschlüsselt wurde: zwei Drittel baltische Truppen, ein Drittel Franzosen, plus eine Monatsfrist. Die Arithmetik stimmt. Die Quelle nicht.
Hier setzt der Skeptizismus an. Manche halten die Zahl für Propaganda, andere glauben schlicht nicht, dass jemand so töricht wäre, eine solche Bewegung vorher anzukündigen. Der Rahmen wird durch Artikel 5 abgerundet: Wenn Russland das Kontingent bombardiert, wäre die NATO formal zur Antwort verpflichtet. Dies ist das Argument, das den gesamten Diskurs trägt. Mehrere Teilnehmer behaupten, Truppen würden nicht gesendet, um zu gewinnen, sondern damit sie angegriffen werden und man die Klausel aktivieren kann.
Kann Frankreich 20.000 Mann vor Ort unterhalten?
Hier bröckelt der Plan. Das französische Heer umfasst laut den in der Diskussion genannten Daten etwa 118.000 Berufssoldaten. 20.000 Mann vor Ort zu stationieren bedeutet, ein Sechstel der Streitkräfte zu verlegen und sie ohne die Unterstützung zu lassen, die die Doktrin verlangt. Ohne Luftunterstützung oder Feldartillerie lautet die Schlussfolgerung mehrerer Analysen in einem Wort: Massaker.
Das übliche Gegenargument besagt, dafür sei die US-Luftwaffe da, der man genug Kapazität zuschreibt, um die russische Armee zu zerschlagen. Das Gegen-Gegenargument wiegt gleich schwer. Moderne russische Flugabwehrsysteme sind nicht die eines Landes ohne Armee, und die europäischen Basen, von denen diese Jets starten würden, wären ihrerseits Ziele. Niemand garantiert, dass die Luftüberlegenheit gratis zu haben ist.
Russlands Antwort: Prioritätsziele und Drei-Tonnen-Bomben
Moskau hat nicht gewartet, bis jemand eintrifft. Pilingui erklärte, dass französische Soldaten Prioritätsziele seiner Armee seien. Und der Vizepräsident der Staatsduma, Pjotr Tolstoi, bekräftigte dies in einem französischen TV-Interview: Er sagte, Macrons Grenzen seien ihm egal, und man werde die entsandten französischen Soldaten töten. Gefragt nach der nuklearen Stärke von Paris, tat er das Thema ab, indem er daran erinnerte, dass Frankreich über 200 Raketen verfügt.
Parallel dazu kündigte Russland die Massenproduktion der FAB-3000-Bomben an, drei Tonnen schwer, mit Gleit- und Korrekturmodulen. Die Botschaft ist weniger metaphorisch, als sie scheint.
Wehrpflicht: Vom Scherz zum Dekret
Wenn sich der Ton geändert hat, dann beim Sprung von der Geopolitik ins Portemonnaie. Die Debatte ist auf die Kleingedrucktes der Mobilisierung gekippt. Das Gesetz sieht die Figur des Pflichtreservisten vor: Durch Dekret und mit vorheriger Genehmigung kann die Regierung Personen zwischen 19 und 25 Jahren während eines Jahres zu Reservisten erklären. Der Text erlaubt ihre Zuweisung zu den Streitkräften oder anderen Organisationen von allgemeinem Interesse für die nationale Verteidigung.
Schweden verfolgt unterdessen seine Strategie der Total Defense, bei der jeder Bürger zum Schutz des Landes herangezogen werden kann. Es ist das Modell, das viele als Trend sehen: Krieg hört auf, Sache von Profis zu sein.
Von Corona zum Krieg: Das wiederkehrende Drehbuch
Der am häufigsten gezogene Vergleich ist der mit der Pandemie. Im Dezember und Januar sah man schon, dass etwas Seltsames brodelte; im Februar kam die Warnung; danach die Videos aus Italien und die Gewissheit, dass noch zwei Wochen blieben. Dasselbe Muster wird nun auf den Krieg angewandt: Warnung, Symbol, Resignation.
So weit die nüchterne Erzählung. Der nächste Schritt ist emotional: Nach der Vorhersage einiger Teilnehmer wird die öffentliche Meinung, wenn die ersten Särge zurückkehren, nicht nach Stoppen rufen, sondern nach mehr Entsendungen. Die Videos von verzweifelten Vätern, die Rache fordern, sind das fehlende Puzzleteil. Und es braucht nicht, dass jemandem persönlich etwas passiert ist, um es als eigene Kränkung zu empfinden.
Mit diesen Zutaten ist die Frage, die niemand mit Daten beantwortet, einfach: Woher kommen 60.000 Soldaten, die kein Generalstab als bereit anerkennt? Die gesamte französische Armee ist auf dem Papier doppelt so groß. Die Zahl passt allzu gut, um wahr zu sein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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