Foren nennen Democracia21 eine Tarnorganisation der PSOE

Forumsnutzer behaupten, Democracia21, die Partei von Miriam González, sei ein "U-Boot" der PSOE. Das Material liefert keine Belege für Finanzierungsverbindungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Foren nennen Democracia21 eine Tarnorganisation der PSOE
Democracia21: eine Partei ohne Struktur, die bereits Unbehagen auslöst

Es gibt ein Paradoxon, das nicht aufgehen will. Eine Partei, die bei einer Parlamentswahl antritt, kaum ein paar Wochen alt, ohne Führungskader, ohne Geschäftsstellen und ohne territoriale Struktur, erzielt mehr mediale Aufmerksamkeit als Formationen mit jahrelanger Erfahrung. Democracia21, die Partei von Miriam González, ist mit einer Geschwindigkeit in das spanische politische Schachbrett eingetreten, die Freunde und Feinde gleichermaßen ratlos macht. Und das, so die ersten Reaktionen, indem sie ihre Karten zu früh aufgedeckt hat.

Die Vorstellung der Partei, mit einer sichtlich gerührten González, löste eine Flut von Kommentaren aus. Die Frage, die in der Luft liegt, ist einfach: Wie baut man in einem Monat eine Wahlmarke auf und will bei einer Parlamentswahl konkurrieren? Die Antwort vieler Analysten lautet: Man konkurriert nicht. Man nimmt Stimmen weg.

Die Zitterpartei, die niemand bestellt hat

Die am häufigsten geäußerte These ist, dass Democracia21 nicht gewinnen will, sondern in fremden Gewässern fischen will. Das erklärte Ziel sei es, enttäuschte Wähler von PSOE und PP anzuziehen und zu einer Zitterpartei zu werden, die Mehrheiten beeinflussen kann. Manche behaupten, das Ganze sei eine Strategie von Moncloa selbst (dem Amtssitz des spanischen Ministerpräsidenten), um die Opposition an ihrer rechten Flanke zu schwächen. Andere sehen die Hand internationaler Interessen.

Fest steht: Die Biografie der Parteichefin hilft nicht, Zweifel zu zerstreuen. Miriam González ist Anwältin, war Vizepräsidentin von UBS für Europa und ist mit Nick Clegg verheiratet, dem ehemaligen britischen Vizepremier und heutigen Meta-Manager. Ihr Lebenslauf führt über Acciona und die Kanzlei Cohen Gresser. Für einen Teil der Wählerschaft ist dieses Profil ein Garant für Kompetenz. Für die anderen ist es der Beweis der Schuld.

Der Lebenslauf, der nicht ins Narrativ passt

González' beruflicher Werdegang wurde mit der Lupe untersucht. Ihre Zeit beim European Council on Foreign Relations und ihre Verbindung zum Real Instituto Elcano (einem spanischen außenpolitischen Thinktank) sind für die Misstrauischsten Zeichen einer angelsächsischen Agenda. Der Vorwurf, sie habe für marokkanische Interessen in Westsahara gearbeitet, kursiert in sozialen Medien, ohne dass bislang Dokumente vorgelegt wurden, die ihn belegen.

Die Partei hat derweil ihr vollständiges Programm und ihre Organisationsstruktur noch immer nicht offengelegt. Bilder ihrer Veranstaltungen zeigen eher leere Auditorien, was den Eindruck nährt, es handle sich um ein Hinterzimmer-Projekt. Die spanische Politik hat einen neuen Akteur. Oder ein neues Artefakt.

Warum beunruhigt sie die traditionellen Parteien so sehr?

Weil das spanische Wahlsystem mit kleinen Parteien schonungslos ist. Eine Handvoll Sitze kann über eine Regierungsbildung entscheiden. Gelingt es Democracia21, dem PP in knappen Wahlkreisen genug Stimmen abzujagen, kann die Wirkung für die Rechte verheerend sein. Nimmt sie sie dem PSOE weg, profitiert der PP. Die offene Frage ist, woher die Stimmen kommen.

Das Auftauchen dieser Partei fällt in eine Phase maximaler Fragmentierung. Die traditionellen Parteien sehen, wie sich ihre Basis zerstreut und wie neue Akteure, ohne Struktur, aber mit Geld und Sichtbarkeit, ihnen den Raum wegnehmen. Die Frage ist nicht, ob Democracia21 eine echte Partei ist, sondern wem es nützt, dass sie so aussieht.



Haben wir es mit einer echten Partei zu tun oder mit einer False-Flag-Operation? Die Antwort hängt, wie fast immer in der Politik, davon ab, wen man fragt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (54 Antworten).

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