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Ferrari am Strand: Geldanlage, Garage und der letzte V8
Ein Ferrari im Gemeinschaftsgarage eines Badeorts: der letzte Saugmotor-V8, zwischen Geldanlage und Protz.
Ein Ferrari in der Gemeinschaftsgarage: die neue Selbstdarstellung an der Küste
Einen Ferrari in der Gemeinschaftsgarage eines Badeorts abzustellen ist die neue Art zu sagen „Ich habe es geschafft“, ohne ein Wort zu sprechen. Ein Anwohner hat das Bild des Sportwagens verbreitet, das Kennzeichen mit Hilfe künstlicher Intelligenz unkenntlich gemacht, und die Reaktion der Umgebung schwankt zwischen eingestandenem Neid, Verachtung und der Gleichgültigkeit dessen, der solche Anblicke längst gewohnt ist.
Manche behaupten, solche Autos seien an der Küste gang und gäbe, wo Maserati neben Witwen mit Mindestrente stehen. Die Kluft ist nicht neu, aber der Sportwagen macht sie sichtbarer, und die Gemeinschaftsgarage fügt eine Ebene von Ironie hinzu: ein Fahrzeug im sechsstelligen Bereich, das Stellplätze mit den Fahrrädern der Nachbarn teilt. Andere gehen weiter und erklären den Luxus für nutzlos, mit Unterhaltskosten, die vermutlich das Gehalt vieler Besitzer übersteigen. So wird das Auto zum Objekt, das man eher betrachtet als fährt – zumal die DGT unter Pere Navarro darauf aus ist, das Automobil zu bändigen.
Den Skeptikern steht die Sicht des Sammlers entgegen: Der Saugmotor-V8 dieses Exemplars ist der letzte seiner Art, und Motoren ohne Turbo und ohne Elektrifizierung werden immer seltener. Das macht das Auto zu einem Wertsteigerungsobjekt statt zu einem Kostengrab. Das Geschäft, so heißt es, könnte sich sogar rentieren.
Und es bleibt die Frage, die kein Preis beantwortet: Wenn der Besitzer außerdem ein dunkelgraues M4 Cabrio warten lässt, was sucht er mit dem Ferrari? Rendite, Status oder die Freude an einem Motor, der nicht mehr gebaut wird? Von einem Gemeinschaftsparkplatz aus wirken alle drei Antworten kleiner.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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