Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Felipes VI. Rede verärgert selbst Monarchie-Anhänger
Felipe VI. Weihnachtsrede in Spanien wird als blass kritisiert, während die Corona-Krise mit über 13.000 Infektionen und 700 Toten andauert.
Felipes VI. Rede verärgert selbst Monarchie-Anhänger
Die Weihnachtsbotschaft von Felipe VI. überzeugte kaum jemanden. Weder jene, die zum Löffelschlagen aufriefen, noch die bedingungslosen Verteidiger der Institution. Die häufigste Reaktion der Zuschauer lautete: lau, grau und verzichtbar. In einem Kontext mit mehr als 13.000 Infizierten und über 700 Toten wirkte dies wie eine vollständige Entfremdung von der Realität.
Die Diskussion nach der Ansprache wandte sich schnell einer Grundsatzfrage zu: Hat das Staatsoberhaupt in seiner aktuellen Form überhaupt einen Nutzen? Die Kritik kam nicht nur aus erklärtermaßen republikanischen Kreisen. Auch Sektoren, die üblicherweise die Krone verteidigen, blieben diesmal ohne Argumente. Das Ergebnis war ein Chor von Vorwürfen, der von der Substanzlosigkeit der Rede bis zu den Kosten des Erhalts der Institution reichte.
Was der König sagte und warum es nicht überzeugte
Die Rede wurde als Übung in institutioneller Selbsthilfe wahrgenommen: Mut machen, weitermachen, durchhalten. Nichts Konkretes zum Regierungsversagen, zur Gesundheitskrise oder zum politischen Management. Der Satz, der das allgemeine Unbehagen zusammenfasste, beschrieb die Rede als „zum Vergessen, wegen Schwäche und Überflüssigkeit“. Es gab keine Ankündigung, keine Geste, keine Selbstkritik.
Der Vergleich mit dem Löffelschlagen am selben Abend war unvermeidlich. Während der König sprach, hallten in mehreren Städten die Töpfe wider. Die oft wiederholte Anekdote: In einer Stadt applaudierte man um 20:00 Uhr dem medizinischen Personal und holte um 21:00 Uhr die Kochtöpfe heraus. Viele dachten, es sei eine doppelte Ehrung. Dem war nicht so.
Die Kosten der Institution und das königliche Vermögen
Eines der am meisten diskutierten Argumente war ökonomischer Natur. Man fragte sich, ob es nicht vernünftig wäre, das vom emeritierten König angehäufte Vermögen zur Begleichung der spanischen Schulden einzusetzen. Die Summe wurde nicht genannt, aber die Idee schwebte während der gesamten Diskussion im Raum: Wenn das Staatsoberhaupt in einer Krise nichts beiträgt, sollte es zumindest nichts kosten.
Die Kritik kam nicht nur von Republikanern. Auch aus konservativen Positionen wurde hinterfragt, ob man eine Institution aufrechterhält, die, wie ein Teilnehmer es formulierte, nur für „diesen Unsinn“ dient. Das Argument: Wenn die Rede miserabel ist und nichts bringt, ist die Rendite negativ.
Das Problem der Republik: Niemand einigt sich
Die Debatte lenkte auf das Alternativmodell. Bundesrepublik, Konföderation, Zentralismus, Präsidialsystem oder parlamentarisches System? Mit welcher Flagge, welcher Hymne und welchem Recht auf Selbstbestimmung? Die häufigste Schlussfolgerung war, dass man in zwei Jahren nicht einmal über den vorläufigen Titel einer hypothetischen republikanischen Verfassung hinausgekommen wäre.
Die politische Rechnung war schonungslos: Von Vox bis ERC würden sie sich nicht einigen können. Die Einigkeit des parlamentarischen 90%-Konsenses von 1978 würde sich nicht wiederholen. Das gezeichnete Szenario war das eines Spanien ohne Staatsoberhaupt und ohne jemanden, der Ordnung schafft. Ein Argument, das überraschenderweise sowohl Monarchisten als auch Kritiker separatistischer Tendenzen nutzten.
Flagge, Hymne und das bourbonische Narrativ
Eine der intensivsten Auseinandersetzungen betraf den Ursprung der Nationalsymbole. Die dreifarbige republikanische Flagge wurde französischem Einfluss zugeschrieben, während die Farbe Purpur mit dem Banner der Comuneros von Kastilien verbunden wurde. Die rot-gelbe Flagge, die Hymne und die Hauptstadtstellung wurden als Schöpfung der Bourbonen dargestellt, ausgehend von den Dekreten de Nueva Planta.
Die Gegenargumente ließen nicht auf sich warten: Die Habsburger titelten sich als Könige der Spanien (im Plural) und haben nie ein vereintes Land geschaffen. Die Bourbonen hingegen wären die ersten seit den Westgoten gewesen, die ein einheitliches Spanien konfigurierten. Die Diskussion wandte sich dem Imperium und dem Verlust Flanderns zu, wobei Karl III. als Referenz für maximale territoriale Ausdehnung diente.
Regierungsversagen und Parteikritik
Der politische Hintergrund war allgegenwärtig: 105 Tote an einem einzigen Tag und zwei Regierungsparteien, die das Staatsoberhaupt angreifen. Die Kritik richtete sich sowohl gegen die Parteien als auch gegen die ihnen nahestehende Presse, der vorgeworfen wurde, sich an der Situation zu weiden. Das Wort „Elend“ tauchte mehrfach auf.
Es gab auch Stimmen, die argumentierten, der König trage keine Schuld daran, dass der Großteil des Landes ihrer Meinung nach Idioten seien. Und wer daran erinnerte, dass es später Zeit geben werde, zu bewerten, ob es sich lohnt, einen König auf Staatskosten leben zu lassen, nur für solche Dinge. Der Konsens, falls er existierte, war, dass die Rede nicht angemessen war.
Mit diesen Voraussetzungen ist davon auszugehen, dass die Angelegenheit hier nicht endet. Wenn die Ausgangssperre aufgehoben ist, wird es, wenn die kursierenden Prognosen eintreffen, Demonstrationen geben. Das Löffelschlagen war nur die Generalprobe.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (158 Antworten).
Die von der Gruppe NN in Ceuta geplante Demonstration und die scharfe Kritik von König Felipe VI. an den Grenzereignissen prägen die aktuelle politische Debatte.
Vox veranstaltet am 13. und 14. September die Konferenz Europa Viva 25 im Palacio de Vistalegre unter dem Motto 'Comienza la Reconquista'. Tickets sind bereits erhältlich.