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Felipe VI: Die Krone fordert vom spanischen Staat, Ceuta nicht zu wiederholen
Felipe VI fordert den spanischen Staat auf, nach der massenhaften Einreise von Migranten eine Wiederholung der Ceuta-Krise zu verhindern. Eine Analyse, wer eigentlich handeln muss.
Felipe VI appelliert nach Ceuta an den Staat: eine Floskel ohne Adressaten
Es gibt eine Szene, die die institutionelle Ratlosigkeit zusammenfasst: Das Staatsoberhaupt kündigt seine Empörung an und wendet sich statt an die Regierung an den Staat mit der Bitte zu handeln. Ein Wesen ohne Gesicht, ohne Budget und ohne Exekutivbefugnisse. Der Satz geht über das bloß Feierliche hinaus: Er verrät ein Problem bei der Zuordnung von Verantwortung.
Felipe VI hat die „schweren Ereignisse" in Ceuta mit „Empörung" verfolgt und gefordert, dass der Staat für die Sicherheit der Menschen in Ceuta und Melilla sorgt und sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Die Erklärung klingt deutlich, nennt aber keine konkreten Mittel. Währenddessen steigt auf einer ganz praktischen Ebene die Rechnung für die Sicherung der Südgrenze Europas weiter: Zäune, Kräfte, Unterbringung und Belastung der öffentlichen Dienste in beiden Städten.
An wen richtet sich die Krone, wenn sie vom Staat spricht?
Die Formulierung ist juristisch unpräzise. Der Staat ist kein Subjekt, das handelt: Es handeln die Regierung, die Cortes (das spanische Parlament), die Opposition und die Richter. Es wurde darauf hingewiesen, dass der einzige Mechanismus, der Ceuta und Melilla gegen eine Masseneinreise sichern kann, der Belagerungszustand ist, vorgesehen in Artikel 116 der Verfassung, der eine absolute Mehrheit im Abgeordneten Kongress erfordert. Das heißt, die Entscheidung liegt nicht bei der Krone, sondern bei einer politischen Einigung, die derzeit nicht in Sicht scheint.
Manche halten auch dafür, dass die oberste reale Autorität des Landes die Richter sind und dass der Regierung die Hände gebunden sind. In diesem Szenario wäre der Appell des Königs an den Staat eine leere Geste, eine Art, jemanden um etwas zu bitten, der nichts tun kann, ohne die üblichen Verfahren zu durchlaufen.
Die Frage bleibt in der Luft: Wenn die Krone nicht auf die Regierung zeigen kann, ohne ihre Neutralität zu verletzen, und der Staat eine Fiktion ist – wer trägt dann die Kosten der nächsten Krise am Zaun?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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