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Feijóo verspricht erste Reise nach Marokko, falls er Spaniens Regierungschef wird
Feijóo kündigt an, dass seine erste Reise als Regierungschef nach Marokko führen wird, und greift damit eine Tradition auf, die Sánchez 2018 brach. Routine oder Unterwerfung?
Feijóo kündigt seine erste Reise nach Marokko an: Tradition oder Unterwerfung
Der Vorsitzende der spanischen Volkspartei PP hat bei OKDIARIO verraten, dass seine erste Auslandsreise, sollte er Regierungschef werden, nach Marokko führen wird. Die Nachricht hat eine alte Debatte neu entfacht: Geste der Nachbarschaft oder Ehrerbietung? Die Tradition begann mit Felipe González und wurde von Aznar, Zapatero und Rajoy fortgesetzt, bis Pedro Sánchez sie 2018 brach und stattdessen nach Paris reiste, um Emmanuel Macron zu treffen.
Manche sehen darin reine Diplomatie: 2000 Kilometer gemeinsame Grenze und Migrationsfragen machen den südlichen Nachbarn zu einer unvermeidlichen Priorität. Andere lesen es als Ausdruck einer asymmetrischen Beziehung, in der Spanien mehr abgibt, als es gewinnt. Und wieder andere erinnern daran, dass Feijóo noch gar nicht Regierungschef ist und seine Wahlversprechen nur so viel wert sind, wie sie wert sind, bis er im La Moncloa, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten, sitzt.
Das Detail, das die Debatte vergiftet, ist der Präzedenzfall Sánchez. Sein Bruch mit der Tradition 2018 wurde nicht als bloße Terminänderung interpretiert, sondern als politische Wende. Wenn Feijóo die Gewohnheit wiederbelebt, tut er das aus Überzeugung, aus Notwendigkeit oder weil ihm kein Spielraum bleibt? Die Antwort hängt davon ab, von welcher Seite der Meerenge man blickt.
Derweil bleibt die Reise eine Hypothese. Die Investitur ist nicht gesichert, und die parlamentarische Arithmetik spielt nicht mit. Feijóos erstes Reiseziel kann also vorerst nur ein Wahltraum sein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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