Feijóo chancenlos: Anti-PP-Wähler spalten sich auf

In Spanien suchen Wähler, die die PP bestrafen wollen, ein Gegengewicht durch Vox, doch diese Strategie garantiert keinen politischen Wandel.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Feijóo chancenlos: Anti-PP-Wähler spalten sich auf
Wähler, die die PP bestrafen wollen, suchen ein Gegengewicht durch Vox

Feijóo kann nicht gewinnen. Diese These zieht sich durch eine Diskussion mit 239 Beiträgen, die mit einer harten Anschuldigung beginnt – „er ist wie Sánchez, nur in schlechter“ – und als Problem der Wahlarithmetik endet. Die Ausgangsüberlegung ist einfach: Weder die Pandemie, noch die DANA-Sturmflut, noch Eisenbahnunfälle haben es dem PP-Vorsitzenden ermöglicht, sich von der Regierung abzugrenzen. Und wenn er dies vor der Regierungsübernahme nicht tut, wird er es auch danach nicht tun.

Die Paradoxie besteht darin, dass viele, die Feijóo ablehnen, keine Enthaltung fordern. Sie fordern Vox. Nicht aus ideologischer Überzeugung, sondern als Gegengewicht: eine Partei mit genug Sitzen, um die PP zu beeinflussen und vor allem sicherzustellen, dass der Fall Sánchez nicht begraben wird. „Vox will Sánchez nicht vergeben“, fasst das Argument zusammen. Der Zug hat seine innere Logik und seine Falle: Wenn die PP Vox braucht, ist die PP entblößt; wenn sie sie nicht braucht, bleibt Vox auf der Tribüne.

Die Berechnung der nützlichen Stimme, die nutzlos ist

Der erste Block der Debatte ist eine Totalablehnung der PP. Das Kernargument: Die PP hatte die Macht und hat nichts von dem aufgehoben, was sie versprochen hatte. Das Abtreibungsgesetz von 2010, das Gesetz zur historischen Erinnerung von 2007, das Pflegeversicherungsgesetz, die Ehe für alle. Nichts. Und unter Rajoy, so heißt es im Thread, die größte Steuererhöhung in der Geschichte Spaniens. Dies ist die wiederholte Datenbasis als Beweis dafür, dass ein Regierungswechsel nichts am Wesentlichen ändert.

Manche treiben den Skeptizismus weiter: „Es ist egal, wer gewinnt. Spanien ist am Arsch.“ Andere formulieren es als Zyklus: Feijóo kommt, um Sánchez zu rehabilitieren, und der Nächste kommt, um Feijóo zu rehabilitieren. Der Wechsel als Mechanismus gegenseitiger Reinwaschung.

Dagegen verteidigt eine Strömung die Wahl als Bestrafung. Der Wähler kann keine Politik garantieren, aber er kann die Regierenden ablösen. Dies ist das am häufigsten wiederholte Argument im letzten Teil: „Der Wähler hat nur eine Macht: die Bestrafung der Regierung.“ Dort sammelt die PP Stimmen von denen, die nur Sánchez weg sehen wollen, ohne das Programm zu bewerten.

Renten: Wo sich PP und Vox zu ähnlich sind

Das Unterforum ist Wirtschaft, und man merkt es. Der technischste Teil der Debatte dreht sich nicht um Sitze, sondern um Renten. Die vorherrschende These: Das System hat drei Finanzierungsquellen und alle drei sind erschöpft. Entweder werden die Renten gekürzt, die Steuern erhöht oder die Schulden weiter ausgeweitet. Und die Schulden haben kurze Beine, denn eines Tages wird die EZB sagen: „Genug.“

Die am häufigsten wiederholte Berechnung: Wer heute einzahlt, wird nicht erhalten, aber weiter zahlen. Daraus entsteht eine radikale Haltung, die nicht zwischen Parteien unterscheidet: Wenn das Recht verloren geht, soll das Eingezahlte zurückgegeben werden. „Entwirf verlieren wir alle oder gar nichts“, sagt man. Die politische Konsequenz ist verheerend für die PP: Wenn Feijóo die Renten nicht antastet, löst er nichts; wenn er sie antastet, verliert er die Stimmen der aktuellen Rentner.

Die DANA-Katastrophe, Züge und die ausbleibende Abnutzung

Die erste Nachricht listet drei Fronten auf: die Pandemie, die DANA-Katastrophe und Zugunfälle. Dies sind die Meilensteine, die laut Prämisse die Regierung hätten stürzen sollen, es aber nicht getan haben. Die Diskussion lenkt sich auf das Management der valencianischen Katastrophe und den Verdacht, dass die PP sozialistische Korruption deckt, so wie die PSOE dereinst PP-Korruption decken wird.

Dort taucht das am häufigsten wiederholte Argument gegen Feijóo auf: Er wird Sánchez vor der Justiz schützen. Es wird nicht als juristische Anklage formuliert, sondern als politische Prognose. Und daraus ergibt sich die Forderung, die der Diskussion ihren Titel gibt: Wählen Sie nicht Feijóo. Nicht weil Vox die Lösung ist, sondern weil eine PP ohne Gegengewicht nach dieser Lesart eine PSOE mit anderem Logo ist.

Die Bestrafungsstimme, die unbestraft bleibt

Das Ende der Debatte hinterlässt eine zersplitterte Landkarte. Es gibt jene, die Vox wählen werden, um die PP zu beeinflussen. Jene, die die PSOE wählen werden, um den Fall des Systems zu beschleunigen. Jene, die niemanden wählen werden, weil „nichts passieren wird“. Und jene, die warnen, dass Vox auch nicht liefern wird: „Vox wird nichts von dem tun, was sie sagen.“

Die Prognose mit Vorbehalten: Wenn die PP ohne Mehrheit gewinnt und Vox zulegt, wird der Kampf um Ministerien entscheiden, ob das Gegengewicht existiert oder dekorativ ist. Wenn die PP lieber mit anderen verhandelt, wird das Wahlvolk, das Bestrafung forderte, unbestraft geblieben sein und dieselbe Regierung haben. Die Arithmetik verzeiht nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (245 Antworten).

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