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Familie zieht in den ecuadorianischen Amazonas
Eine Familie zieht mit ihren Kindern in den ecuadorianischen Amazonas: Manche sehen darin eine Immobilieninvestition und ein Abenteuer, andere eine „grüne Gefängniszelle“ ohne Schule.
Man stellt sich eine Familie vor, die ihre Kinder zwischen Lianen großzieht, ohne Nachbarn und ohne Straße. Die tatsächliche Geografie ist deutlich weniger filmreif: Laut einem der Teilnehmer fungiert die Region, in der sie sich niedergelassen haben, als Tor zum ecuadorianischen Amazonas, nicht weit von Quito entfernt, mit Flüssen und Wasserfällen, zu denen auch die Ecuadorianer selbst zum Wandern fahren. Aufgrund dieser Richtigstellung – die weniger dramatisch ist, als sie klingt – hat sich eine Diskussion entwickelt, die zwischen romantischem Abenteuer und elterlicher Verantwortungslosigkeit pendelt.
Sind sie wirklich mitten im Regenwald isoliert?
Nichts mit undurchdringlichem Dschungel. Die gewählte Provinz grenzt an Pichincha und dient als Eingang zum Amazonas, mit Touristenzielen, zu denen die Einheimischen ohne viel Geld hinfahren. Praktisch übersetzt: Einen Zahnarzt findet man, ohne nach Quito fahren zu müssen. Wer die These der totalen Isolation vertritt, kauft eine Erzählung, keine Karte. Amazonas ist nicht gleichbedeutend damit, von dichter Vegetation umgeben zu leben.
Es gibt noch eine weitere Wendung. Für einen der Teilnehmer ist der Umzug auch eine Immobilieninvestition: Das Grundstück steige im Wert, und die Kinder würden in ein paar Jahrzehnten von dieser Wertsteigerung leben. Diese Rechnung setzt voraus, dass der Boden steigt und jemand ihn kaufen will.
Im Laufe der Diskussion sind aggressivere Aussagen über das Zusammenleben mit der einheimischen Bevölkerung und über die angeblichen Absichten der Eltern aufgetaucht. Es sind Minderheitenmeinungen, ohne Daten, die sie stützen, und sie beschreiben keine überprüfbaren Fakten.
Was ist mit den Kindern und ihrer Bildung?
Hier bricht der Konsens endgültig auseinander. Gegen die Idee, dass das Leben in der Natur besser sei, als früh aufzustehen, um zur Schule zu gehen, steht das Gegenargument: Wenn die Alternative darin besteht, keine anderen Kinder im gleichen Alter zu sehen und keine geregelte Schulausbildung zu erhalten, hört die Isolation auf, Freiheit zu sein, und gleicht einer Strafe. Einige Stimmen fassen es ohne Umschweife zusammen – ein grünes Gefängnis –, während andere daran erinnern, dass das Leben in einem Vorort auch kein Paradies ist.
Auch der Gesundheitsaspekt kommt zur Sprache. Es wird darauf hingewiesen, dass Körper, die nicht an tropische Krankheitserreger angepasst sind, einem höheren Risiko ausgesetzt sind, obwohl diese Behauptung im Bereich der Vermutung bleibt und nicht im Bereich der Diagnose.
Das Kleingedruckte eines unumkehrbaren Umzugs
Über die Kinder ist kaum etwas bekannt, abgesehen von dem Detail, das einer der Teilnehmer im Scherz zum Besten gibt: Die beiden Älteren heißen Tom und Jerry. Eine Anekdote, die den Ton der Diskussion zusammenfasst: Während die einen über den Lebensentwurf debattieren, lachen die anderen über die Namen. Die im Scherz geäußerte Zahl über die Zähne des Nachwuchses – insgesamt 184 – zeigt, wie leichtfertig mit den Daten umgegangen wird.
Ist das eine legitime Lebensentscheidung oder ein Experiment mit Kindern, die nicht wählen können?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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