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Die Taktik, mit gefälschten Profilen Männer zu überführen, die unaufgefordert sexuelle Nachrichten senden, spaltet das Netz. Gerechtigkeit oder Belästigung?
Belästiger auf Instagram mit falschen Profilen überführen: die neue Online-Gerechtigkeit
Das Internet hat Belästigung zu einem Massenphänomen gemacht, hat aber auch einen unerwarteten Widerstand hervorgebracht: die virtuelle Rache. Eine wachsende Zahl von Nutzern legt gefälschte weibliche Profile auf Instagram an, um Männern eine Falle zu stellen, die unaufgefordert sens Nachrichten senden. Die Strategie ist einfach: attraktive Fotos, eine verführerische Biografie und dann warten. Die Ergebnisse lassen nicht lange auf sich warten.
Die Praxis löst eine lebhafte Debatte aus. Für manche ist es eine Form gesellschaftlicher Bestrafung, die Belästiger der öffentlichen Bloßstellung aussetzt. Für andere handelt es sich um einen Identitätsmissbrauch, der an Cybermobbing grenzt, da mit den Erwartungen anderer gespielt wird und private Gespräche verbreitet werden. Kurioserweise fehlt es unter den Reaktionen auf die Methode nicht an Leuten, die nach Fotos des gefälschten Profils fragen – und damit genau das Verhalten bestätigen, das man anprangern will.
Gleichzeitig erinnern manche daran, dass diese Taktik nichts Neues ist: Bereits 2010 wurden ähnliche Fälle dokumentiert. Der Unterschied liegt heute in der Reichweite und dem Ausmaß der sozialen Medien. Die Frage bleibt offen: Ist dies ein legitimes Instrument sozialer Gerechtigkeit oder nur eine andere Form der Schikane? Die Grenze zwischen der Bestrafung des Täters und dem Täter selbst zu werden, ist dünner, als es scheint.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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